1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Lokalsport
  4. Der Schiedsrichter steht bei Tiefenbach gegen Türkspor Neu-Ulm im Fokus

Bezirksliga Donau/Iller

12.05.2019

Der Schiedsrichter steht bei Tiefenbach gegen Türkspor Neu-Ulm im Fokus

Schiedsrichter Alkin Tamer flachste vor der Partie zwischen dem SV Tiefenbach und Türkspor Neu-Ulm noch mit den SVT-Spielern, am Ende der Begegnung musste er eine Rudelbildung schlichten.
Bild: Horst Hörger

In der Schlussphase zwischen Tiefenbach und Türkspor Neu-Ulm wird es emotional. Der Vorsprung der SSG Ulm wird kleiner. So lief der 26. Spieltag.

Türkspor Neu-Ulm bestand gestern die schwere Prüfung in der Bezirksliga Donau/Iller beim SV Tiefenbach und siegte verdient mit 1:0. Türkspor liegt jetzt deutlich aussichtsreicher im Rennen um die Meisterschaft in der Bezirksliga. Die gestrige Partie fand allerdings wieder einmal einen unrühmlichen Ausgang.

Auch interessant: Grafertshofen besiegt Pfaffenhofen in der Kreisliga B Iller.

In der 93. Minute drosch Tiefenbach den Ball weit in die gegnerische Hälfte. Manuel Weber kämpfte um den Ball und foulte im Luftkampf den herauseilenden Türkspor-Keeper Edis Özer klar. Türkspor-Verteidiger Gjentijan Haxhijaj nahm diese Situation zum Anlass, Weber umzustoßen und wüst zu beschimpfen. Schnell bildete sich ein Rudel, in dem wild geschubst und gepöbelt wurde. Schiedsrichter Tamer Alkin aus Lindenberg im Allgäu verlor wohl den Überblick und schickte, zum Unverständnis aller, Tiefenbachs Manuel Moro mit der Roten Karte vorzeitig zum Duschen. Doch selbst damit war noch nicht Schluss: Türkspors Edis Özer ließ sich von den Tiefenbacher Zuschauern provozieren und legte sich bis nach dem Schlusspfiff mit diesen an. „Die haben jetzt drei Wochen so ein Trara um ihre Benachteiligung bei der SSG gemacht. Jetzt profitieren sie in zwei Situationen selbst und plötzlich ist alles in Ordnung“, sagte SVT-Trainer Christoph Schregle als Anspielung auf die Neu-Ulmer Partie gegen Ulm vor drei Wochen. Die zweite von Schregle angesprochene Situation hatte sich in der 71. Minute ereignet. Özer hatte sich bei einem Freistoß von Simon Zweifel verschätzt und räumte statt dem Ball Tiefenbachs Manuel Weber außerhalb des Fünfmeters ab. Der eigentlich fällige Elfmeterpfiff war ausgeblieben.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

So lief das Bezirksliga-Spiel zwischen Tiefenbach und Türkspor Neu-Ulm

Im ersten Durchgang hatte Türkspor die Partie locker im Griff und ging schon in der 6. Minute durch Tolga Ciftci in Führung, zeigte aber auch seine gewohnten Defizite. Klare Chancen blieben zum einen ungenutzt, zum anderen schafften es die Neu-Ulmer nicht, den Schalter umzulegen und aus der Überlegenheit des ersten Durchgangs einen Gang höher zu schalten.

Die Trainerstimmen zum Spiel:

Christoph Schregle (Tiefenbach): „Die Türkspor-Führung zur Pause ging in Ordnung. Die zweite Halbzeit ging aber an uns. Da hätten wir uns ein Unentschieden verdient gehabt.“

Salih Altintas (Türkspor): „Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Am Schluss ist das natürlich eine klare Rote Karte für Haxhijaj. So etwas will keiner von uns sehen.“

Das sind die Ergebnisse des 26. Speiltags in der Bezirksliga Donau/Iller

Durch den 1:0-Sieg gegen Tiefenbach (siehe Extrabericht) verkürzte Türkspor Neu-Ulm den Vorsprung der SSG Ulm 99 in der Bezirksliga Donau/Iller auf nur noch einen Zähler. Die SSG selbst kam im Derby bei Türkgücü Ulm nicht über ein 1:1 hinaus. Während am Tabellenende der SV Beuren auch nach seiner 2:3-Niederlage am Freitag noch die theoretische Chance auf die Teilnahme an der Abstiegsrelegation hat, muss der FC Burlafingen nur noch theoretisch um den Liga-Verbleib bangen. Der FCB hat nach seinem 2:1-Sieg gegen Langenau zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Es sind nur noch vier Partien zu spielen und Burlafingen hat an den kommenden beiden Spieltagen die Konkurrenten aus Asselfingen und Erbach in direkten Duellen vor der Brust.

FC Burlafingen – TSV Langenau 2:1 (1:1). Langenau war zunächst besser und führte durch den Treffer von Louis Heinrich (29.) auch verdient. Dieses Gegentor stellte allerdings den Weckruf dar. Burlafingen kam auf und durch den Elfer von Rafael Czerwinski (37.) zum Ausgleich. Nach der Pause führten beide Mannschaften die Partie mit offenem Visier. Die Gastgeber hatten mit dem Tor von Leon Schleich (77.) das bessere Ende für sich.

TSV Erbach – SF Dornstadt 2:1 (2:0). Erbach hatte vor der Pause klare Vorteile und konnte diese durch die Tore von Eren Günay (34.) und David Schall (45.) in die verdiente Pausenführung ummünzen. Mit dem Anschlusstreffer von Jakob Kreipl (54.) nahm die Partie noch einmal Fahrt auf, doch es änderte sich nichts mehr.

SC Türkgücü Ulm – SSG Ulm 99 1:1 (0:1). In der ausgeglichenen ersten Hälfte nutzte Tobias Häußler einen Konter zur Führung des Klassenprimus (34.). Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie unterhaltsam, aber chancenarm. Carlos Geric nutzte eine der wenigen Möglichkeiten zum am Ende leistungsgerechten Remis (63.) Türkgücüs Tobias Weibler sah in der 80. Minute die Ampelkarte.

SV Lonsee – TSV Obenhausen 5:1 (1:1). Lonsee ging durch Simon Wörz in Front (19.). Moritz Schröter glich zum gerechten Pausenstand aus (23.). Nach dem Seitenwechsel trafen Aaron Mangold (55.) und Fritz Wieland (60., 68.) binnen 13 Minuten und brachen so den Widerstand des TSV. Nick Uhlmann setzte mit einem verwandelten Elfer den Schlusspunkt (84.).

SC Staig – SV Thalfingen 2:1 (0:0). Beiden Teams war anzumerken, dass es für sie um nichts mehr ging. Markus Straub (64./FE.) und Maurice Huber (84.) trafen für Staig. Söner Demirel hatte in der 72. Minute ausgeglichen.

SV Jungingen – SV Asselfingen 4:1 (1:1). Jungingen war schon vor der Pause überlegen, nutzte seine Chancen aber nicht konsequent. So stand es nach den Treffern von Marco Wind (20./J.) und Timo Bemsel (22./A.) zur Pause nur 1:1. In der Pause gönnten sich die Gastgeber dann wohl einen Schluck Zielwasser. Maximilian Schweizer (58.) und Florian Ufschlag (64., 71.) korrigierten die Defizite des ersten Durchgangs. Bei Asselfingen sah Tolga Yasar Gelb-rot (80.).

Lesen Sie auch: Bei den Spatzen lief die Verabschiedung von Bagceci und Rathgeber unrund.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren