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Interview

13.12.2018

Devils-Neuzugang Martin Jainz im Interview: "Ich bin wieder zu Hause"

Nach 13 Jahren spielt Martin Jainz wieder bei den Devils. Er spricht über seine Ziele, seine Zukunft und über den schweren Abschied aus Memmingen.

Martin Jainz ist zurückgekehrt zu seinen Wurzeln beim Ulmer Eishockey. Nach 13 Jahren hochklassigem Eishockey in der Bayern- und Oberliga beim ECDC Memmingen läuft der in Bad Muskau geborene 36-Jährige wieder für die Donaustädter auf. Der Kreis schließt sich also, denn 2001 begann er in der Landesliga beim EC Atlantis Ulm/Neu-Ulm unter dem mittlerweile verstorbenen Trainer Toni Krinner.

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Bis zur Oberliga arbeiteten sich die Ulmer empor, mussten dann aber in die Insolvenz. Beim Nachfolgeverein dem EC Ulm/Neu-Ulm 2000 spielte Jainz dann noch bis 2006 und wechselte schließlich nach Memmingen. Dort war er jahrelang Kapitän. Zu seinen Ulmern Zeiten war er nicht nur im Eishockey, sondern auch im Fußball bei hochklassigen Vereinen wie dem TSV Buch aktiv. Jetzt hat er mit den Devils die Bayernliga im Visier.

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Herr Jainz, wie ist es, nach der langen Zeit in Memmingen wieder hier in Ulm zu sein?

Martin Jainz: Ich freue mich natürlich. Überragend. Ich bin wieder zu Hause nach 13 wunderschönen Jahren in Memmingen.

13 Jahre sind eine lange Zeit, wie schwer fiel Ihnen der Abschied von Memmingen?

Jainz: Oh ja, der fiel mir sehr schwer. Ich habe viele Freunde dort und viele Menschen, die mir echt am Herzen liegen. Das war nicht einfach muss ich ehrlich dazu sagen.

Was gab für Sie den Ausschlag, wieder nach Ulm zu kommen?

Jainz: Für mich war es logisch, dass ich noch mal zu Ulm wechsle, wenn ich Memmingen verlasse. Sonst gab es für mich keine andere Option.

Eishockeyspieler Martin Jainz von den Devils Ulm/Neu-Ulm im Interview

Können Sie jetzt sportlich nach ihrer Zeit in Memmingen überhaupt noch etwas draufsetzen?

Jainz: Das kann man nicht vergleichen. In Memmingen war das auch ein Prozess. Als ich damals hingekommen bin, war es dort auch schwierig. Das sind Abläufe, die müssen nach und nach passieren, das geht nicht von heute auf morgen. Die zwei Vereine und das Eishockey miteinander zu vergleichen, das wäre zu vermessen, das sind unterschiedliche Welten.

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Trotzdem haben Sie klare Ziele, was Sie jetzt mit den Devils erreichen wollen.

Jainz: Ganz klar in die Bayernliga aufzusteigen. Bei der Qualität, die wir im Team haben, kann nur das unser Ziel sein.

Welches Potenzial steckt denn in der Mannschaft?

Jainz: Wir haben für die Landesliga ein gutes Team mit einer super Qualität. Gute junge, hungrige Spieler, die Gas geben und sich beweisen wollen. Das ist ganz wichtig.

Und welche persönlichen Ziele haben Sie?

Jainz: Profi-Eishockey ist vorbei, jetzt liegt die Prämisse erst mal auf dem Job. Der erlaubt es mir, den Sport, den ich über alles liebe, im Moment weiter verfolgen zu können, unter guten Bedingungen. Ich bin seit Sommer verheiratet und wir haben noch keine Kinder. Wir wollen aber welche haben.

Martin Jainz spielte auch hochklassigen Fußball

Sie sind auch ein veritabler Fußballer, der beim TSV Buch recht hochklassig gespielt hat. Spielen Sie noch Fußball?

Jainz: Nein, mit 36 kann man beides überhaupt nicht mehr miteinander vereinbaren. Man muss irgendwann auch wissen: Jetzt ist es vorbei. Vor zwei Jahren habe ich aufgehört mit Fußball und es ist gut so.

Kommen Sie mit 36 Jahren langsam an Ihren Zenit?

Jainz: Ich fühle mich eigentlich ganz gut. Klar, das Spiel wird schneller und die Spieler werden jünger, aber das ist ganz normal. Mit Routine und einem guten Auge kann man ziemlich viel machen. Mal schauen, wie lange ich noch spielen kann. Ich bin einer, der selbst weiß, wann er aufhören muss und wann es noch reicht. Im Moment bin ich noch lange nicht beim Aufhören.

Ihr Debüt gegen den SC Forst fiel mit 15:0 äußerst deutlich aus. Sie selbst erzielten ein Tor und legten zwei Treffer ihrer Mitspieler auf. Wie zufrieden sind Sie mit der Partie?

Jainz: 15:0 hört sich deutlich an. Ist natürlich auch ein anderes Eishockey. Im Grunde genommen bin ich schon zufrieden. Wir haben gewonnen, drei Punkte, und jetzt schauen wir was die nächsten Aufgaben bringen. Meine eigene Leistung werde ich nicht kommentieren, das sollen andere Leute machen. Es geht aber auf jeden Fall besser.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach Ihrer aktiven Karriere?

Jainz: Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Jetzt konzentriere ich mich erst mal aufs Eishockey und dann schauen wir, was danach passiert.

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