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Basketball

29.11.2011

Die Sorgen eines Tabellenführers

Die Helden der allerersten Stunde zumindest waren am Samstag da: Jürgen „Pongo“ Pröbstle (links) und Tom Norwood haben in der Saison 1988/89 für Ulm in der Bundesliga gespielt.
Bild: Foto: Horst Hörger

In Ulm wird über eine Einladung für Jarvis Walker diskutiert. Tommy Mason-Griffin könnte in der Abstiegsrunde bei den Weißenhornern aushelfen

Ulm Es war eine rauschende Abschiedsparty mit einem Schuss Melancholie und mit ein paar der Helden aus alten Zeiten. Jürgen „Pongo“ Pröbstle, Michael Dauser, Lothar Pellkofer, Klaudius Fragstein und Rolf „Stibbi“ Hosefelder aus der Mannschaft der Saison 1988/89 waren am Samstag vor Ort beim letzten Spiel der Ulmer Basketballer am Kuhberg. Nicht eingeladen aber war Jarvis Walker und der wurde von einem Teil des Publikums mächtig vermisst. Immerhin hat der Amerikaner von 1990 bis 2000 zehn Jahre lang für Ulm gespielt und ist zu einer Bundesliga-Legende geworden.

Auch Mike Knoerr und Brad Dean wären Kandidaten gewesen

„Wir haben darüber natürlich diskutiert“, sagt der Ulmer Sportchef Thomas Stoll. Letztlich entschied sich das Management aber dafür, diesen besonderen Abend mit den Spielern der ersten Stunde und denen aus der aktuellen Mannschaft zu feiern. Eine zusätzliche Einladung nur für Jarvis Walker wäre tatsächlich auch ein wenig ungerecht gewesen. Stoll nennt eine Reihe anderer Persönlichkeiten, die den Ulmer Basketballsport im vergangenen Vierteljahrhundert geprägt haben und die dann eigentlich auch hätten kommen müssen: Etwa die Spieler Mike Knoerr und Jeff Gibbs, die Trainer Brad Dean und Mike Taylor oder Ex-Manager Karl Seitz. Aber aufgeschoben muss nicht aufgehoben sein. „Irgendwann kann ich mir so ein großes Treffen durchaus vorstellen“, sagt der Manager.

Das sind Sorgen und Diskussionen, um die viele Konkurrenten und auch der eigene Kooperationspartner den Verein beneiden, der seit dem Sieg gegen Hagen Tabellenführer der Basketball-Bundesliga ist. Die BG Illertal-Weißenhorn dagegen hat in der Pro B die Hinrunde mit elf Niederlagen in elf Spielen komplett vergeigt und würde sich über jede Unterstützung aus Ulm freuen. Der erst 21-jährige Tommy Mason-Griffin wird trotzdem zumindest vorerst nicht mit einer Doppellizenz ausgestattet. „Er hat nie mit der Mannschaft trainiert und könnte jetzt auf Anhieb auch keine Wunder bewirken“, lehnt Stoll ab: „Und man muss auch das Verletzungsrisiko sehen.“ In der Abstiegsrunde aber können die Fuggerstädter wohl mit dem kleinen Amerikaner planen. „Dann muss man über alles nachdenken, was Weißenhorn in der zweiten Liga halten könnte“, sagt auch Stoll.

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