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Basketball

29.10.2020

Die Spieler von Ratiopharm Ulm können sich gut leiden

Wenn es auf dem Feld klappt, dann freuen sich die Jungs auf der Bank mit. Sie können sich halt gut leiden, die Spieler von Ratiopharm Ulm.
Bild: Harry Langer

Plus Was Ratiopharm Ulm spielt, das ist nicht immer erfolgreich, aber schön anzuschauen – das ist vor Ort vorerst nicht mehr möglich

Immerhin 600 Besucher waren am Mittwochabend in der Halle – es waren auf absehbare Zeit die letzten, die ein Basketballspiel in der Ratiopharm-Arena live gesehen haben. Nach den neuen Corona-Bestimmungen findet mindestens im November Profisport nur noch ohne Zuschauer statt. Im Fall von Ratiopharm Ulm sind davon die Heimpremiere in der Bundesliga gegen Bayreuth und das Spiel im Eurocup gegen Brescia betroffen. Wobei spätestens nach der 76:81-Niederlage gegen die spanische Mannschaft aus Malaga – es war die vierte im fünften Spiel – klar sein dürfte, dass nach der Vorrunde im internationalen Wettbewerb ohnehin Schluss sein wird für die Ulmer.

Eigentlich schenken sich die Mannschaften in der Gruppe B des Eurocups ja nicht so viel. Die Spiele sind fast alle knapp, aber mit Ausnahme des ersten gegen Mornar Bar aus Montenegro haben die Ulmer sie alle verloren. „Am Ende sind es Kleinigkeiten“, analysierte Thomas Klepeisz, der nach einem Bruch des rechten Handgelenks einen herausragenden Saisoneinstand feierte: Vier Dreier bei fünf Versuchen in knapp 20 Minuten Einsatzzeit, dazu drei Rebounds. Der Österreicher mit der stets positiven Ausstrahlung hat unübersehbar riesigen Spaß an seiner Arbeit in Ulm. Dafür hat er eine einleuchtende Erklärung: „Wir Spieler können uns alle sehr gut leiden und das sieht man auf dem Feld.“ Was diese Spieler abliefern, das ist wiederum oft sehr schön anzuschauen, auch, wenn es nicht immer erfolgreich ist und auch, wenn das am Mittwoch letztmals vor Ort möglich war.

Ein Sieg von Ratiopharm Ulm war noch in der letzten Minute möglich

Zudem gibt diese Mannschaft praktisch nie auf. Auch dann nicht, wenn sie wie gegen Malaga zwischenzeitlich mit zehn Punkten hinten liegt. Die Chance auf einen Sieg war noch 55 Sekunden vor Spielende beim Stand von 76:77 intakt. Es folgten allerdings ein vergebener Sprungwurf von John Petrucelli, ein viel zu kurzer Dreier von Andreas Obst und eine Sekunde vor Schluss, als eine Verlängerung beim Stand von 76:79 immer noch möglich gewesen wäre, ein Ballverlust von Troy Caupain.

Ratiopharm Ulm darf keine Zuschauer mehr rein lassen

Die Nachricht, dass die nächsten Spiele ganz ohne Zuschauer stattfinden werden, hatte im Mannschaftskreis schon am Mittwochabend die Runde gemacht. Klepeisz sagte: „Wir haben uns in der Kabine darüber unterhalten und dann versucht, uns auf das Spiel zu konzentrieren. Aber, wenn du so eine Nachricht hörst, ist das natürlich ganz schwierig.“ Bei Geschäftsführer Thomas Stoll stößt der Beschluss der Politik auf Unverständnis: „Die Entscheidung ist für den gesamten Spitzensport und damit auch für den Ulmer Basketball eine Katastrophe. Ich glaube, die Hygienekonzepte der BBL sind so gut, dass es keinen Grund für einen Lockdown in der Halle gibt. Für uns ist die Entscheidung nicht verständlich.“

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