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Luftgewehr

02.06.2018

Diese Mannschaft bleibt ein Team

Die Vöhringer Bundesliga-Mannschaft mit Bürgermeister Karl Janson, dem Vorsitzenden Andreas Grandy, Gauschützenmeister Georg Nothelfer und dem früheren Trainer Erich Golsner (von links) nach dem Eintrag ins goldene Buch der Stadt.
Bild: Peter Lamprecht

Pfeil Vöhringen hat ein überragendes erstes Jahr in der Bundesliga hinter sich. Die Schützen fühlen sich offensichtlich wohl in diesem Verein

Vergangene Saison sicherten sich die Luftgewehrschützen von Pfeil Vöhringen als Aufsteiger in der Bundesliga Rang eins in der Südgruppe und bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft den völlig überraschenden dritten Platz. Für die Mannschaft von Trainer Sven Martini wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen.

Im Rahmen einer Feier, zu der fast alle Mitglieder des Teams sowie der Vorsitzende des Schützengaus, Georg Nothelfer, und Vöhringens Bürgermeister Karl Janson gekommen waren, gab es schon einen Ausblick auf die kommende und zweite Bundesligasaison. Besonders erfreulich für den Trainer und den Vereinsvorsitzenden Andreas Grandy: Bis auf Daniel Schamel, der aus beruflichen Gründen zurückstecken muss und künftig die zweite Mannschaft verstärkt, die ihrerseits den Aufstieg in die Schwabenliga geschafft hat, werden alle bisherigen Schützen auch in den kommenden Runden für Pfeil Vöhringen antreten. Also auch die beiden Weltklasse-Schützen Sergei Kamenskiy aus Russland und Oleh Tsarkov aus der Ukraine, die abwechselnd zum Einsatz kommen. Bei der Meisterschaftsendrunde in Paderborn, so wurde berichtet, hat Kamenskiy gesagt: „The best shooting, I’ve ever seen“ (zu deutsch etwa: „Der beste Schießwettkampf, den ich je erlebt habe“) und er fügte an: „Better than Rio“ („Besser als in Rio“). Also besser als bei den Olympischen Spielen in Brasilien.

Vermutlich könnten die beiden ausländischen Profis anderswo mehr Geld verdienen als in Vöhringen, aber offenbar gefällt es ihnen bei den Pfeil-Schützen. Wenn es um die Frage des Etats für die kommende Saison geht, sagt Andreas Grandy ganz pragmatisch: „Wer freut sich nicht über einen größeren Etat? Ob uns das gelingt, steht auf einem anderen Blatt Paper. Wichtig ist, dass wir eine solide Basis für die Saison schaffen und noch etwas übrig haben für Eventualitäten wie eine Teilnahme am Finale.“

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Unterstützung für den letztjährigen Bundesliga-Neuling gibt es auch von der Stadt. Bürgermeister Karl Janson zollte der Mannschaft Respekt: „Den Stellenwert der Pfeil-Schützen schätze ich für das sportliche und gesellschaftliche Leben in unserer Stadt nicht nur angesichts der einzigartigen, jüngsten Erfolge sehr hoch ein.“ Zum großartigen Abschneidens des Teams sagte er: „Wir sind stolz auf diese Spitzenleistungen. Den Erfolg will die Stadt Vöhringen nicht nur im Rahmen unserer sehr guten Vereinsförderung wie bisher ideell wie finanziell unterstützen. Natürlich trägt der Verein selbst die Hauptlast.“

Was das sportliche Ziel für die kommende Saison anbetrifft, bleiben die Vöhringer auf dem Teppich, was auch Trainer Sven Martini versichert: „Wir sind Amateure und werden es bleiben. Wir wollen unbedingt die Klasse halten und wenn es gut läuft, wieder ins Finale kommen.“ Andreas Renz sagt als Mitglied der Mannschaft: „Mein Wunsch ist, wieder das Finale zu erreichen. Und ich will dazu beitragen, dass sich die Jüngeren weiter entwickeln und mehr Verantwortung übernehmen.“ Seine Teamgefährtin Hannah Steffen fände es gar „traumhaft, wieder ins Finale zu kommen. Ich werde versuchen, mich in Sachen Konzentration und Technik weiter zu verbessern.“ Sie wird unter anderem vor der neuen Saison mit dem Kleinkaliber- und Luftgewehr bei der deutschen Meisterschaft im August starten, während Florian Krumm und Andreas Renz bei der bayrischen und deutschen Meisterschaft mit dem Luftgewehr ihr Glück versuchen wollen.

Bei der Feier trugen sich die Schützen – es fehlten nur die Urlauber Florian Krumm und Daniel Schamel – ins goldene Buch der Stadt ein. Geehrt wurde im Übrigen auch der frühere Trainer Erich Golsner, der den Grundstein für die aktuellen Erfolge gelegt hat.

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