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Ulm/Neu-Ulm

15.06.2020

Digitaler AOK-Firmenlauf: Startschuss für einen besonderen (Test-)Lauf

SSV Mehrkämpfer Arthur Abele (vorne links) und Einstein-Marathon-Sieger Thorben Dietz (rechts) eröffneten den Firmenlauf.
Bild: Horst Hörger

Plus Erstmals findet der Firmenlauf in Ulm und Neu-Ulm rein digital statt. Für die Veranstalter ist es ein spezielles Experiment - auch für den Einstein-Marathon.

Der Startschuss eines großen Laufs kann eine spannende Sache sein. Hunderte, manchmal gar Tausende Sportler warten darauf, dass es endlich losgeht und sich ihr monatelanges Training bezahlt macht. Am Montag war das Ulmer Donaustadion Schauplatz eines Startschusses, während dem man nach Spannung mit der Lupe suchen musste, der aber trotzdem einen besonderen Platz einnehmen wird in der langen Liste hiesiger Läufe.

Es war der Startschuss für den diesjährigen Firmenlauf, der wegen Corona erstmals komplett digital stattfinden wird. Einen Monat, bis zum 15. Juli, haben die teilnehmenden Firmen nun Zeit, so viele Kilometer zu laufen wie möglich, um am Ende während der virtuellen Siegerehrung oben auf dem Treppchen zu stehen. Der Startschuss war also vielmehr symbolischer Natur, normalerweise starten beim Firmenlauf um die 3500 Teilnehmer an der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena. Am Montag waren es im Donaustadion zwei: Arthur Abele, Zehnkämpfer des SSV Ulm 1846, und Thorben Dietz, Sieger des vergangenen Einstein-Marathons. Sie joggten, verfolgt von Stadt- und AOK-Vertretern, locker bis in die erste Kurve und eröffneten damit den ersten virtuellen Ulmer und Neu-Ulmer Lauf. Der funktioniert so: Bis zum Stichtag hatten die Unternehmen Zeit, sich für den Lauf zu registrieren. Jeder Teilnehmer hat nun einen Monat lang Zeit, um für sich zu laufen – in der Natur oder auch auf dem Laufband – und die Zeit sowie die Strecke auf einer Internetseite einzutragen. All das läuft auf Vertrauensbasis. Dass das jemand ausnutzen könnte, fürchtet der Organisator Markus Ebner aber nicht: „Man kann sich nur selbst betrügen.“ Beim Firmenlauf gehe es vor allem darum, dass die Leute rausgehen und Sport treiben. Wer gewinnt, ist zweitrangig. Über 1500 Läufer haben sich registriert und damit das Ziel der Veranstalter von 1000 Teilnehmern deutlich übertroffen. „Ich gebe zu: Ich bin überrascht, wie gut das ankommt“, sagt Markus Ebner.

Firmenlauf 2020 in Neu-Ulm und Ulm findet nur digital statt

Für ihn ist der Firmenlauf einerseits reizvoll wegen des Fitnessgedankens, andererseits dient er als Testlauf für den größten Ulmer Lauf, den Einstein-Marathon. Auch der wird in diesem Jahr digital stattfinden, allerdings steht der Wettkampfgedanke bei ihm stärker im Vordergrund. Deshalb wird er auch anders ablaufen. Am Wettkampftag, dem 27. September, soll jeder Teilnehmer die Strecke absolvieren, für die er sich angemeldet hat. Weil ein Wettkampf auf Vertrauensbasis allerdings nur schwer funktioniert, planen die Organisatoren, eine eigene App zu entwickeln, die die Strecke und Zeit genau misst und so Betrügereien vorbeugt. Aktuell loten die Veranstalter noch die Möglichkeiten aus. Ebner glaubt aber, dass „wir das hinbekommen“.

Digitaler AOK-Firmenlauf: Startschuss für einen besonderen (Test-)Lauf

Durch das Digitale ergeben sich auch neue Möglichkeiten für die Veranstalter, die Markus Ebner reizvoll findet. Weil jeder Teilnehmer vor der eigenen Haustüre laufen gehen kann, können beim Firmenlauf auch Mitarbeiter teilnehmen, die für ihre Unternehmen im Ausland arbeiten. Ebner geht bei dem Gedanken das Motto „Laufen in der ganzen Welt für Ulm“ durch den Kopf. Die Vorstellung, dass aus den lokalen Ulmer Läufen globale Wettkämpfe werden, „reizt schon“. Gut möglich, dass sich so auch komplett neue, rein digitale Läufe etablieren können. Andere Städte hätten ihm schon von ihren guten Erfahrungen damit berichtet, erklärt Ebner. Auch dem Klima tue das gut: An- und Abreisende gibt es dann nicht.

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