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29.05.2015

Duell der Giganten im Achter

Hofft auf den EM-Sieg: der Ulmer Ruderer Max Reinelt.
Bild: Hansjörg Käufer

Deutschland mit Reinelt bei der EM gegen die Briten

Von heute bis Sonntag ist der Malta-Regattakurs in der polnischen Metropole Posen Schauplatz der Ruder-Europameisterschaft. 600 Athleten aus 36 Nationen nehmen insgesamt daran teil. Vom Ulmer Ruderclub sind Maximilian Reinelt und Kerstin Hartmann im jeweiligen Achter am Start.

Wenn am Sonntag in 14 olympischen Bootsklassen die Medaillen vergeben werden, steht das Finale im Männer-Achter einmal mehr im Mittelpunkt des Interesses. Zum ersten Mal in dieser Saison trifft Weltmeister Großbritannien auf das deutsche Flaggschiff mit Reinelt. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr ruderten die Deutschen von Sieg zu Sieg, fuhren als glasklare Favoriten zur Weltmeisterschaft und mussten ausgerechnet da den Briten knapp die Goldmedaille überlassen.

Dieses Jahr verbuchten die von Ralf Holtmeyer ( Dortmund) trainierten Männer beim World-Cup in Bled/Slowenien und bei der internationalen Hügelregatta in Essen bereits wieder zwei Siege. Allerdings fehlten bei beiden Veranstaltungen die Weltmeister von der Insel. Die Deutschen wie auch die Briten haben dieses Jahr den Achter zum Prioritätsboot erkoren, was bedeutet, dass beide Verbände ihre besten Ruderer ins prestigeträchtige Großboot gesetzt haben. Die EM ist also der Auftakt einer Serie spannender Auseinandersetzungen, die Anfang August 2016 auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas in Rio ihren Showdown finden wird.

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Die Russen und die Polen peilen ebenfalls Gold an

Bleibt den anderen Nationen nur noch die Außenseiterrolle? Keineswegs. Die Russen, bei der EM 2014 immerhin auf dem Silberplatz, haben sich für Olympia einiges vorgenommen. Man holte den britischen Erfolgscoach Mike Spracklen und will nach jahrelanger Bedeutungslosigkeit wieder im Konzert der Großen mitmischen. Auf ihrem Heimgewässer werden die Polen ebenfalls um Gold mitrudern. Immer, wenn es um Titel geht, sind sie zu großen Taten fähig. Siehe 2014 bei der WM in Amsterdam: Hinter Großbritannien und Deutschland holten sie Bronze. Jetzt wird der Konkurrenz ein besonders heißer Tanz in Aussicht gestellt.

Große Kaliber als Gegner für die deutschen Frauen

Richtig haarig könnte es für den deutschen Frauenachter mit Kerstin Hartmann werden, denn das Saisondebüt in Essen fiel alles andere als hoffnungsvoll aus. Von den Frauen aus den Niederlanden bekam das deutsche Boot eine herbe Klatsche verabreicht. Auch wenn seither die Crew auf einer Position umbesetzt wurde, wird es schwer die Bronzemedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen. Zumal mit den Titelverteidigerinnen aus Rumänien und dem Silberboot aus Großbritannien große Kaliber warten. (hjk)

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