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Deutscher Pokal

13.01.2017

Düsseldorf erneut der Favorit

Kristian Karlsson gehört zum Star-Ensemble von Borussia Düsseldorf. Offen ist, ob er beim Final-Four in Neu-Ulm auch spielen wird, denn Trainer Danny Heister kann nicht alle Spieler einsetzen. Nur Timo Boll ist gesetzt.
Bild: Imago/Action Plus

Timo Boll, Kristian Karlsson und die anderen wollen in Neu-Ulm zum fünften Mal

Von Willi Baur

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Tischtennis der Extraklasse verspricht am Sonntag die deutsche Pokal-Endrunde (Liebherr-Final- Four) in der Ratiopharm-Arena (ab 11 Uhr). Wohl gilt Rekordmeister und Vorjahressieger Borussia Düsseldorf als erklärter Favorit, doch der Gewinner des zweiten Halbfinales könnte dem Team um Tischtennis-Ikone Timo Boll allemal ein spannendes Endspiel liefern. Der 1. FC Saarbrücken oder der Post SV Mühlhausen aus Thüringen also.

„Ich hoffe, dass wir uns gegen Saarbrücken durchsetzen und dann Düsseldorf im Endspiel einen heißen Tanz liefern können“, wird Mühlhausens Manager Thomas Stecher in einer Umfrage der Tischtennis-Bundesliga zitiert. Andere Experten wie Ex-Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner rechnen eher mit den Saarländern, bei denen mit Patrick Franziska und Patrick Baum zwei deutsche Nationalspieler aufschlagen, dazu der starke Portugiese Tiago Apolonia und der slowenische Routinier Bojan Tokic.

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Allerdings hat auch im Tischtennis der Pokal mitunter eigene Gesetze. Wie im Viertelfinale Werder Bremen bei Zweitligist TV Hilpoltstein erfuhr. Die auch ohne ihren verletzten Olympia-Teilnehmer Bastian Steger hoch favorisierten Hansestädter unterlagen sensationell und so kommen die Mittelfranken nach Neu-Ulm – unterstützt von 250 Fans, für die der Klub vier Busse gechartert hat. „Das ist für uns das größte Ereignis in der bisherigen Vereinsgeschichte“, erklärt TV-Manager Bernd Beringer, „wir freuen uns auf die Kulisse und werden sicher unseren Spaß haben.“ Natürlich sei sein Team gegen das Düsseldorfer Star-Ensemble krasser Außenseiter. „Aber das ist zweitrangig, wir wollen einfach einen sympathischen Auftritt hinlegen.“

Das wollen auch die Düsseldorfer und noch etwas mehr. „Unser Ziel ist der 25. Pokal-Titel und der fünfte in Folge“, so die Vorgabe von Manager Andreas Preuß. Nicht nur der Statistik wegen: „Es ist der erste Höhepunkt der Saison und ein Titel bringt Ruhe und Sicherheit für den Rest der Runde.“ Der Bundesliga-Tabellenführer, der zuletzt im Spitzenspiel Verfolger Ochsenhausen knapp bezwang, will denn auch schon am Samstag mit allen fünf Spielern anreisen. Was dem holländischen Cheftrainer Danny Heister einmal mehr die Qual der Wahl bescheren dürfte: Timo Boll, die bärenstarken schwedischen Nationalspieler Kristian Karlsson und Anton Källberg, der österreichische Weltklasse-Mann Stefan Fegerl oder der indische Routinier Kamal Achanta? Boll ist wohl gesetzt, „ansonsten werden wir erst spät entscheiden, wer spielen wird“, kündigt Preuß an und versichert: „Wir werden Hilpoltstein nicht unterschätzen.“

So ist gut möglich, dass im Halbfinale bereits die Spieler an den Tisch gehen, die später das angestrebte Endspiel bestreiten sollen. Auch aus einem noch wichtigeren Grund: „In einem Turnier wie diesem muss man sich gut einspielen“, so der langjährige Borussen-Manager, der als Endspiel-Kontrahenten Saarbrücken erwartet.

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