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Basketball Ulm

10.06.2013

Ein Tommy und viele Baustellen

Einen neunmonatige Leidenszeit geht zu Ende: Tommy Mason-Griffin kehrt in der kommenden Saison aufs Feld zurück.
Bild: Horst Hörger

Mason-Griffin verlängert, aber die meisten Spieler haben keinen gültigen Vertrag für die nächste Saison

Zwei von vielen offenen Personalien kann das Management der Ulmer Basketballer jetzt als erledigt betrachten. Neun Monate nach seiner Knorpeltransplantation am Knie, die ihn in dieser Saison zur kompletten Untätigkeit zwang, hat Tommy Mason-Griffin seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. „Ich bin dem Verein unglaublich dankbar, dass er mir diese Chance gibt“, sagte der kleine Amerikaner. Damit dürfte auch klar sein, dass für Lance Jeter künftig kein Platz mehr im Ulmer Kader ist. Ansonsten gibt es nach dem Aus gegen Oldenburg im Halbfinale der Play-offs bei den Ulmern allerdings noch jede Menge Baustellen. Ein Überblick:

Spielaufbau: Hier ist eigentlich alles klar. Per Günther hat bereits um zwei Jahre verlängert, Tommy Mason-Griffin jetzt um eines. Da auch der Nachwuchsspieler Till Jönke bleibt, ist für Lance Jeter kein Platz mehr im Kader. „Er wurde von vornherein geholt als Ersatzmann für einen verletzten Spieler“, sagt dazu Manager Thomas Stoll.

Flügel: Sebastian Betz erholt sich derzeit von seiner Operation am Fuß. Der dienstälteste Spieler im Kader würde gerne bleiben und die Ulmer ihrerseits wollen ihn halten. Bei Steve Esterkamp wird viel von seiner Entscheidung in Sachen Staatsbürgerschaft abhängen. Akzeptiert der Kapitän einen deutschen Pass, dann sollte die Weiterbeschäftigung Formsache sein. Will er Amerikaner bleiben, dann ist eine Verlängerung deutlich unwahrscheinlicher, wenn auch nicht ausgeschlossen. Eine doppelte Staatsbürgerschaft verweigern die Behörden Esterkamp. Beim vom FC Bayern ausgeliehenen Philipp Schwethelm soll bis Ende des Monats die Entscheidung fallen, ob er zurück muss nach München. An Allan Ray scheiden sich bekanntlich die Geister und im Halbfinale gegen Oldenburg hat der Amerikaner mit NBA-Vergangenheit die Erwartungen erneut enttäuscht. Thomas Stoll hat ihn trotzdem noch nicht abgeschrieben: „Es ist ein bisschen Ulmer Usus, dass man sich einen Spieler ausguckt und an dem dann die ganze Saison über rumkritisiert.“ Eine Rückkehr von Isaiah Swann aus der Türkei schließt der Manager aus: „Der verdient im Moment doppelt so viel wie zuvor bei uns.“

Center: Daniel Theis hat noch einen Vertrag für zwei Jahre, aber in der kommenden Woche muss der Nachwuchsspieler unters Messer. Nach der Operation an der rechten Schulter sind für ihn natürlich die geplanten Auftritte mit der deutschen Nationalmannschaft im Sommer und auch die Europameisterschaft in Slowenien kein Thema mehr. Keaton Nankivil wird ebenfalls demnächst in den USA an der Schulter operiert, Dane Watts hat dagegen mit leichtem Training begonnen. Besonders heftig bewegt die deutsche Basketball-Öffentlichkeit natürlich das Thema John Bryant. Der zwei Mal in Folge zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählte 2,11-Meter-Mann fliegt am Dienstag in seine kalifornische Heimat und Thomas Stoll geht nach wie vor davon aus, dass eine Entscheidung über die Zukunft von Bryant noch nicht gefallen ist. Auch der in den vergangenen Tagen immer wieder kolportierte Wechsel zum FC Bayern München wäre demnach nicht mehr als eine von vielen Optionen im In- und Ausland. Die Münchener Abendzeitung zitiert Bayern-Trainer Svetislav Pesic zum Thema Bryant sogar mit den Worten: „Er passt nicht in mein System.“

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