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Basketball Ulm

30.03.2015

Eine Mannschaft hat sich gefunden

Mit Ian Vougioukas haben die Ulmer auf den letzten Drücker ein ganz großes Kaliber geholt.
Bild: Horst Hörger

Der Sieg in Braunschweig war der sechste in Serie. Platz vier zum Abschluss der Hauptrunde ist jetzt ein realistisches Ziel. Allerdings wartet ein hammerhartes Restprogramm

Allmählich realisiert die Bundesliga-Konkurrenz, was für ein Kaliber die Basketballer von Ratiopharm Ulm da kurz vor dem Ende der Wechselfrist aus dem Hut gezaubert haben.

„Mit Ian Vougioukas haben sie jetzt noch eine andere Dimension im Spiel“, sagte der Braunschweiger Trainer Raoul Korner am Sonntag nach der 78:86-Niederlage seiner Mannschaft gegen Ulm. Nach seiner Galavorstellung gegen Tübingen in der Ratiopharm-Arena spielte der griechische 2,12-Meter-Koloss auch in der Volkswagen-Halle groß auf. Diesmal durfte Vougioukas knapp 18 Minuten ran, am Ende standen für ihn 17 Punkte bei nur einem Fehlwurf aus dem Feld, fünf Rebounds und ein Block zu Buche. Die Ulmer haben das Ding also nicht nur wegen ihrer zwölf Dreier gewonnen. Sondern eben auch wegen Vougioukas, der zusammen mit Tim Ohlbrecht das vielleicht beste Centerduo der Liga bildet. Auch Trainer Thorsten Leibenath würdigte in Braunschweig die Qualität seiner langen Garde: „Sie gibt uns wichtige Präsenz unter dem Korb.“

Wie sinnvoll die Ulmer nachverpflichtet haben, das lässt sich ganz unmittelbar an den Ergebnissen ablesen. Brion Rush war Mitte Februar bei der gruseligen 63:84-Heimniederlage gegen den Mitteldeutschen BC erstmals dabei und konnte noch wenig bewirken. Aber anschließend legte die zu diesem Zeitpunkt noch komplett verunsicherte Mannschaft eine Serie von sechs Siegen in Folge hin, an der seit Anfang März auch Vougioukas beteiligt war. Die Ulmer sind also gerüstet für den Endspurt der Hauptrunde mit den Spielen gegen alle Hochkaräter wie die Bayern, Oldenburg, Berlin und Bamberg.

Auch die Fachwelt traut den Ulmern inzwischen zu, dass die Tabellenplatz vier trotz dieses Hammerprogramms verteidigen. Viel spricht also dafür, dass von Ende April an mindestens viermal nacheinander Ulm gegen Bonn spielt. Zuerst einmal zum Abschluss der Hauptrunde im Telekom-Dome und dann im Viertelfinale der Play-offs. Viel spricht auch dafür, dass Ulm dann Heimrecht hat.

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