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Tischtennis

27.11.2020

Er ist der große Unbekannte

Vizeweltmeister Matthias Falck hat bei einer Turnierserie in China stark gespielt. Ob Werder Bremen auch in der Bundesliga gegen den TTC Neu-Ulm auf ihn bauen kann, das ist noch offen.
Foto: imago images/Xinhua

Die Neu-Ulmer wissen vor dem Spiel in Bremen nicht, ob sie es mit dem Vizeweltmeister zu tun kriegen. Im eigenen Team spielt ein Mann derzeit keine Rolle

„Ich hoffe, dass wir jetzt eine neue Erfolgsserie starten können“, sagt Neu-Ulms Trainer Dimitrij Mazunov vor dem Gastspiel des Tischtennis-Bundesligisten am Sonntag (15 Uhr) beim SV Werder Bremen. Noch liegt der TTC Neu-Ulm mit 10:4 Punkten auf Tabellenplatz zwei, aber die Abstände zu den Verfolgern sind geschrumpft. Zudem warten mit Grünwettersbach, Fulda und Ochsenhausen vor Weihnachten noch drei weitere schwere und überaus unangenehme Aufgaben.

„Bremen ist schon im Normalfall unberechenbar“, weiß Mazunov. Nun gibt es vor dem Match am Sonntag noch ein Fragezeichen mehr: Kommt der Bremer Spitzenmann Mattias Falck rechtzeitig von seiner China-Reise zurück und wenn ja, in welcher Verfassung präsentiert er sich?

Die Formschwankungen von Falck sind Mazunov nicht entgangen: „In der Liga hat er bisher ja sehr durchwachsen gespielt.“ Aber der Neu-Ulmer Trainer kennt natürlich auch die Ergebnisse des Schweden bei der Turnierserie im Fernen Osten: „Da hat er sich eindrucksvoll zurückgemeldet.“ Die Vita von Falck spricht ohnehin für sich: Im vergangenen Jahr erreichte er bei der Weltmeisterschaft in Budapest überraschend das Finale, verlor das Endspiel allerdings gegen den Chinesen Ma Long. Ein Jahr zuvor holte Falck WM-Bronze mit der schwedischen Mannschaft, im Doppel mit Kristian Karlsson sicherte er sich bei Europameisterschaften mehrere Silber- und Bronzemedaillen.

Wie abhängig die Bremer von ihm sind, unterstreichen die bisherigen Resultate: Falcks 7:4-Bilanz und vier Siege seines kasachischen Kollegen Kirill Gerassimenko bei drei Niederlagen reichten für Werder nur zu Platz acht (6:8 Punkte), weil die Mitspieler Hunor Scöcs und Marcelo Aguirre bislang in allen Einzeln leer ausgingen. Der Bremer Trainer Cristian Tamas relativiert diese Ergebnisse: „Eigentlich war nur unsere Niederlage in Fulda ein Ausrutscher. Gegen alle anderen Mannschaften kann man verlieren.“ Die anderen Mannschaften sind Düsseldorf, Ochsenhausen und Bergneustadt. Wer wollte dieser Analyse widersprechen?

Untauglich für eine aktuelle Prognose sind jedenfalls frühere Vergleiche: In der vergangenen Saison gingen beide Spiele gegen Neu-Ulm an das Werder-Team, das die neue Saison in unveränderter Besetzung bestreitet. Was bekanntlich ganz und gar nicht für den TTC Neu-Ulm gilt. Wen aber Trainer Mazunov am Sonntag letztlich in die Box schicken wird, ist nach dessen Aussage noch völlig offen. „Sicher ist nur, dass Hao Shuai nicht spielen wird“, erklärt der Russe. Der Chinese sei in seiner momentanen Form keine Verstärkung für die Neu-Ulmer Mannschaft.

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