Fußball-Interview

08.06.2018

Er lässt die Muskeln spielen

Das Trikot der SpVgg Unterhaching hat Vitalij Lux inzwischen ausgezogen. Das der kirgisischen Nationalmannschaft trägt er weiterhin und demnächst auch das des SSV Ulm 1846 Fußball.
Bild: Imago/Foto2press

Vitalij Lux war erfolgreich als Nationalspieler und er hat sich für Ulm viel vorgenommen. Doch zunächst drückt er Weißenhorn die Daumen

Sie haben in der Jugend für den FV Weißenhorn gespielt und auch die ersten Jahre als aktiver Fußballer. Verfolgen Sie nach Jahren unter anderem in Illertissen, Jena, Nürnberg und Unterhaching noch die Spiele Ihres Heimatvereins, Herr Lux?

Lux: Natürlich tue ich das. Ich bin sogar immer wieder mal im Stadion und ich habe viele Freunde in Weißenhorn. Und in ein paar Jahren, wenn meine Karriere sich dann dem Ende entgegen neigt, werde ich wahrscheinlich auch wieder für Weißenhorn spielen.

Am Samstag um 18 Uhr bestreitet der FV Weißenhorn eine Art Endspiel um den direkten Klassenerhalt in der Kreisliga A Iller gegen den TSV Kettershausen. Schauen Sie sich das auch im Stadion an?

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Lux: Das werde ich wahrscheinlich nicht schaffen, weil ich noch ein paar Sachen aus meiner Münchener Wohnung räumen muss. Aber ich werde mich informieren, ich drücke meinem Heimatverein natürlich die Daumen und ich denke, dass er auch gute Chancen hat. Die Weißenhorner Rückrunde war ja ganz ordentlich. Und wenn das am Samstag schief geht, dann gibt es in der Relegation gegen Jedesheim ja noch einmal ein Endspiel.

Sie waren zuletzt bei der SpVgg Unterhaching und Sie spielen in der kommenden Saison in der Regionalliga für den SSV Ulm 1846 Fußball. Freuen Sie sich darauf?

Lux: Es ist natürlich schön, dass ich wieder in der Nähe meiner Familie, meiner Freunde und Bekannten bin. Aber das war nicht der wichtigste Grund für den Wechsel. Ich habe mich spielerisch und persönlich in den vergangenen Jahren weiter entwickelt, aber in Haching habe ich in der dritten Liga wenig Spielzeit bekommen. Das wird sich in Ulm hoffentlich ändern. Den neuen Trainer Holger Bachthaler kenne und schätze ich ja noch aus meiner Zeit beim FV Illertissen.

Ein anderes Thema: Sie wurden in Kirgisistan geboren. Sind Sie noch Nationalspieler dieses Landes?

Lux: Ich habe zumindest nichts anderes gehört. Zu den letzten Lehrgängen wurde ich noch eingeladen.

Und wie läuft die internationale Karriere?

Lux: Zuletzt ganz gut. Wir haben in der Qualifikation zur Asien-Meisterschaft gegen Indien und Myanmar gewonnen und sind jetzt für die Endrunde Anfang des kommenden Jahres in den Vereinigten Arabischen Emiraten qualifiziert. Das entspricht der Endrunde einer Europameisterschaft und dann sind auch Topmannschaften wie Australien, Japan oder Südkorea dabei.

Gehört man als kirgisischer Nationalspieler zu den Großverdienern im Fußball?

Lux: Sicher nicht. Man bekommt halt vom Verband die Flüge, Unterkunft und Verpflegung bezahlt und wenn man gewinnt, dann gibs es vielleicht mal eine kleine Prämie. Aber davon kann man bestimmt nicht leben. Man macht so etwas wegen der interessanten Erlebnisse und wegen der tollen Erfahrungen, die man dabei sammelt. Interview: Pit Meier

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