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Regionalliga Bayern

16.05.2019

FV Illertissen vor dem letzten Saisonspiel: Die Runde seriös beenden

Einsatz auch im letzten Saisonspiel – das fordert Illertissens Trainer Marco Küntzel von seinen Spielern in der Partie gegen den SV Heimstetten. Der SVH steckt noch im Abstiegskampf.
Bild: Horst Hörger

Während Illertissen sicher in der Liga bleibt, geht es für Heimstetten um die Relegation. In der nächsten Saison wartet eine große Aufgabe auf den FVI.

Sein letztes Saisonspiel bestreit der Regionalligist FV Illertissen am Samstag (14 Uhr) beim SV Heimstetten. Für den hat das Spiel existenzielle Bedeutung, denn nur mit einem Sieg hätte der SVH noch die Chance, einen Relegationsplatz zu erreichen. Mit Abstiegen kennt sich Heimstetten aus. 2015 war er schon einmal abgestiegen, um dann im vergangenen Jahr den erneuten Aufstieg in Bayerns höchste Amateurklasse zu schaffen. Schon in der Vorrunde, die das Team auf dem letzten Tabellenplatz beendete, deutete sich an, dass es schwierig werden würde.

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Ganz anders ist die Entwicklung beim FV Illertissen. Der fand sich zwischenzeitlich auch auf dem vorletzten Tabellenplatz, um dann aber eine starke Restsaison hinzulegen. Nur zwei Mannschaften (der VfB Eichstätt und Bayern München II) schnitten in der Rückrunde besser ab. Der Lohn war der Sprung auf den derzeitigen sechsten Platz. „Damit da für unser Spiel in Heimstetten keine Missverständnisse aufkommen“, sagt Trainer Marco Küntzel: „wir wollen diese tolle Platzierung behaupten und das ist bei einem Sieg definitiv der Fall. Natürlich ist es nicht leicht, die Spannung hochzuhalten. Doch ich verlange von meinen Spielern, dass sie ehrgeizig und zielstrebig ins Spiel gehen. Das würden wir, wenn wir selbst in einer misslichen Lage wären, auch von den anderen Mannschaften erwarten.“ Man wolle die Saison seriös zu Ende bringen und in erster Linie auf sich selber schauen. Eines will der Illertisser Trainer nicht, nämlich den Gegner an der kürzlichen 0:10-Schlappe gegen den FC Ingolstadt II messen. Eher schon daran, dass Heimstetten zwei Tage zuvor den Vizemeister VfB Eichstätt mit 3:2 geschlagen hat. Ein Indiz dafür, dass die Illertisser auf einen Gegner treffen, der, wenn er gefordert ist, zu allem fähig ist. Mit Lukas Riglewski hat Heimstetten darüber hinaus einen brandgefährlichen Torjäger in seinen Reihen, er hat bereits 15 Treffer erzielt. Auch wenn Markus Bolkart, Maurizio Scioscia, Sebastian Enderle, Philipp Strobel, Marco Hahn und Oktay Leyla teils nur Lauftraining absolvieren konnten, sieht die Personalsituation beim FVI relativ entspannt aus. Man kann davon ausgehen, dass der Kader fast unverändert nach Heimstetten fährt.

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Illertissen organisiert Auftaktspiel der Regionalliga-Bayern-Saison 2019/2020

Noch bevor das überhaupt angepfiffen wurde, beschäftigen sich die Illertisser schon mit der ersten Partie der kommenden Saison. Der bayrische Fußballverband (BFV) hat ihnen nämlich die Aufgabe übertragen, das Eröffnungsspiel für die Saison 2019/20 zu organisieren. Dabei trifft der FV Illertissen am Donnerstag, 11. Juli, auf den Nachbarn FC Memmingen, den er erst kürzlich mit 4:1 besiegt hat. „Das Schwaben-Derby ist der perfekte Auftakt für die neue Spielzeit in der bayerischen Amateurspitzenliga“, sagt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. „ Illertissen hat sich seit der Ligenreform bereits zweimal zum Bayerischen Amateurmeister gekrönt und sich damit zweimal in Folge den Startplatz im DFB-Pokal-Wettbewerb gesichert. Der FC Memmingen gehört bereits seit über 45 Jahren zur bayerischen Amateur-Spitze und ist der bayerische Amateurklub, der am längsten ununterbrochen auf Regionalliga-Niveau spielt – nämlich seit 2010. Die Zuschauer können sich auf ein packendes Duell zweier Rivalen freuen.“

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Schon allein deswegen, weil die Memminger mit einem neu formierten und ambitionierten Kader antreten werden. Ex-Profi Uwe Wegmann, bis Oktober noch beim Schweizer Drittligisten SC Brühl St. Gallen an der Seitenlinie, wird dann der sportliche Leiter sein. Zuvor trainierte er die U19-Nationalmannschaft von Liechtenstein. Als Spieler absolvierte Wegmann 356 Erst- und Zweitliga-Begegnungen für Rot-Weiss Essen, den VfL Bochum und den 1. FC Kaiserslautern. Mit dem FCK wurde er 1994 DFB-Pokal-Sieger. Seine aktive Laufbahn ließ er in der Schweiz und Liechtenstein beim FC Lugano und dem FC Vaduz ausklingen.

Zu diesem Saisoneröffnungsspiel schicken alle Vereine Vertreter und einen Jugendspieler mit dem entsprechenden Trikot nach Illertissen. Von der Verbandsspitze werden auch einige hochrangige Gäste erwartet, darunter eventuell der amtierende DFB-Präsident Rainer Koch, gleichzeitig Präsident des bayerischen Fußballverbandes. Beim letztjährigen Eröffnungsspiel in Eichstätt waren über 3000 Zuschauer, dabei. Auch das Fernsehen übertrug das Spiel live.

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