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Biathlon-Wettkämpfe

15.02.2017

Führungswechsel beim Schwestern-Duell

Mareike Braun (DAV Ulm) ließ in Ruhpolding das Feld hinter sich und übernahm von ihrer Schwester Sabrina die Führung im Deutschland-Pokal.
Bild: Tanja Braun

Mareike Braun vom DAV Ulm setzt sich beim Deutschland-Pokal in Ruhpolding an die Spitze. Ein neuer Wettkampf kommt bei einigen Sportlern recht gut an.

Wenn der Deutschland-Pokal in Ruhpolding Station macht, sind die Großen der Biathlon-Szene besonders nah. Franziska Preuß, Gesamtsiegerin der Jugend 17 vor sechs Jahren etwa lächelt überlebensgroß von der Tribünenmauer. In eben dieser Altersklasse hat nach den letzten Wochenenden vor der deutschen Jugend-Meisterschaft Anfang März Mareike Braun vom DAV Ulm die Führung von ihrer Schwester Sabrina übernommen, die jetzt Zweite ist.

Ein Sturz am Schießstand hat Sabrina Braun beim Massenstart am ersten Tag gebremst. Sie landete auf Rang acht (+2:16 Minuten/4 Fehler). Ganz vorne lief Mareike Braun, die das Feld im Griff hatte. Auch dank der besten Schießleistung (2 Fehler), was für die laufstarke Athletin in dieser Saison keine Selbstverständlichkeit ist.

Am zweiten Tag stand mit dem Super-Einzel ein neuer Wettkampf an. Fünf kurze Runden, jeweils 1,5 Kilometer lang, dazu vier Schießen. Für jeden Fehler gab’s 15 Strafsekunden. „Ich fand’s cool. Da haben die guten Schützen auch mal einen Vorteil“, sagte Marie Kast (DAV Ulm), die sich freute, nach vielen Krankheiten endlich mal wieder dabei zu sein. Nach Platz 19 im Massenstart schnupperte sie bei der Jugend 18/19 wieder an den Top Ten. „Es war ein schwieriger Wettkampf“, stellte Mareike Braun fest. Sie und ihre Schwester leisteten sich zum Abschluss drei Fehler, weshalb es nur noch zu den Plätzen zehn und 13 reichte.

Ähnlich gestaltete sich das Bild bei den jungen Männern. Da standen ebenfalls Biathleten auf dem Podest ganz oben, die bisher dort eher nicht zu finden waren. So hatten sich Florian Lipowitz und der Sachse Darius Lodl am ersten Tag einen packenden Zweikampf um den Sieg geliefert. Der Ulmer schoss am Ende schlechter und musste sich um 0,3 Sekunden geschlagen geben. Im Super-Einzel wurde er Dritter. Sein Bruder Philipp Lipowitz (Jugend 18/19) ließ in schöner Regelmäßigkeit bei beiden Wettkämpfen meist eine Scheibe stehen. Dies wirkte sich im Super-Einzel deutlicher aus: Auf Platz sechs folgte Rang neun.

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