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Regionalliga Südwest

13.09.2019

Gegen Walldorf: SSV Ulm verliert Duell um die Top Sechs

Die beiden Torschützen der ersten Halbzeit: Johannes Reichert vom SSV Ulm 1846 Fußball am Ball gegen Minos Gouras vom FC Astoria Walldorf. Das Duell war auch eines um die vorderen Plätze der Regionalliga Südwest.
Bild: Eibner/Pfeifer

Nach der schmerzhaften Niederlage gegen Balingen sind die Ulmer in der Tabelle abgerutscht. Walldorf hat sie verdrängt und setzt ihnen im Duell zu.

Ein Blick auf die Tabelle der Regionalliga Südwest vor dem freitäglichen Abendspiel offenbarte einen Rollentausch. Der SSV Ulm 1846 Fußball, den viele – die Spatzen selbst miteingeschlossen – zu den Top Sechs der Liga zählen, stand nur auf Rang sieben, hinter den üblichen Verdächtigen aus Saarbrücken, Offenbach oder Homburg. Ulms Rolle im Sextett der Starken nahm dafür der FC Astoria Walldorf ein (Platz fünf), der in der vergangenen Saison viel weiter unten in der Tabelle gelandet war und nicht unbedingt als Favorit verschrien ist. Pikanterweise war Walldorf der Ulmer Gastgeber am Freitagabend. Praktisch ein Duell um die Vorherrschaft im erlauchten Kreis der sechs besten Regionalliga-Teams. Mit 3:1 (1:1) setzte sich Walldorf am Ende gegen eigentlich spielbestimmende Spatzen durch.

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Ulm wollte in der Partie vieles besser machen als bei der ärgerlichen 1:3-Niederlage gegen Balingen vor einer Woche. Auf drei Positionen hatte Trainer Holger Bachthaler die Mannschaft gegen Walldorf umgestellt. Für den rotgesperrten Lukas Hoffmann rückte wieder Kapitän Florian Krebs ins Defensivzentrum, Nico Gutjahr kam für Vinko Sapina ins Mittelfeld und statt Haris Hyseni stürmte Felix Higl mit Ardian Morina. Bevor die beiden aber erstmals einigermaßen gefährlich vors Walldorfer Tor kommen konnten, stand es bereits 0:1 aus Ulmer Sicht. Minos Gouras hatte in der zweiten Minute mit einem platzierten Schuss aus 15 Metern für Walldorf getroffen.

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Regionalliga Südwest: SSV Ulm 1846 Fußball verliert gegen den FC Astoria Walldorf

Ein so früher Gegenschlag und das nach der Niederlage gegen Balingen, die die Ulmer so gewurmt hat. Das saß. Trotzdem schüttelten sich die Spatzen kurz und zogen ihr Offensivspiel vor allem über die rechte Seite mit Lennart Stoll auf. So kam es zu kleineren Möglichkeiten und einer größeren Chance durch Burak Coban (31.), doch vorerst blieb der Rückstand bestehen. Walldorf war vor allem bei Kontern gefährlich, die Achillesferse blieb aber die linke Defensivseite. Über die arbeitete sich Stoll in der 35. Minute in den gegnerischen Strafraum, wo er unsanft von den Beinen geholt wurde – Elfmeter. Den verwandelte Johannes Reichert zum 1:1-Ausgleich (36.). Das Spiel ging wieder von null los und Felix Higl hätte daraus noch kurz vor der Pause einen Vorteil der Ulmer machen können, er scheiterte aber per Kopf (42.).

Nach dem Seitenwechsel begaben sich die beiden Mannschaften in Lauerstellung. Ulm war im Spiel nach vorne etwas aktiver, aber nicht mehr so energisch, der Gastgeber Walldorf war in seiner Rolle als Kontermannschaft komplett aufgegangen und ließ die Spatzen gewähren. Gut für die Mannschaft aus dem Rhein-Neckar-Kreis, dass der SSV nicht zu den ganz großen Gelegenheiten kam. Trotzdem hatte es nicht den Anschein, als würden die Ulmer das Spiel aus der Hand geben. Doch da hatten sie die Rechnung offenbar ohne die Walldorfer gemacht, deren Kontertaktik in der 83. Minute voll aufging. Einen schnellen Angriff schloss Giuseppe Burgio zum 2:1 ab. Weil dem Team von Holger Bachthaler nichts anderes übrig blieb, als im Anschluss alles nach vorne zu werfen, entstanden hinten Lücken. Die nutzte Semih Sahin zum 3:1 aus (86.) – die Entscheidung.

Die Frage nach dem sechstbesten Team der Liga scheint für den Moment geklärt zu sein.

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Stoll, Reichert, Krebs, Schmidts – Gutjahr (76. Jann), Geyer, Gashi, Coban – Higl (64. Kienle), Morina (82. Hyseni).

Nach DFB-Pokalspiel gegen Heidenheim: Ulm muss Geldstrafe zahlen

Dass der SSV Ulm 1846 Fußball nach dem DFB-Pokalspiel gegen den FC Heidenheim zur Kasse gebeten wird, war schnell klar. Kurz vor dem Anpfiff Anfang August zündeten die Ulmer Fans Böller, Rauchbomben und später auch Pyrotechnik. Das Sportgericht des Deutschen Fußballbundes hat den Spatzen dafür nun eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro verhängt, wie der Verein auf Anfrage bestätigte. Weil aber auch die Heidenheimer Anhänger zündelten, wurde der Zweitligist von der Ostalb ebenfalls zur Kasse gebeten. Er muss 3000 Euro an den DFB zahlen.

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