Reiten

02.07.2017

Gut gemacht, Sportskamerad!

Das ist doch eine Streicheleinheit wert: Andreas Barth mit seinem fünfjährigen Wallach Gerry van Boven.
Bild: Margit Kühner

Andreas Barth gewinnt mit einem Pferd, das er selbst ausgebildet hat. Etwas anderes bleibt ihm auch nicht übrig

So etwas geht als Heimsieg durch: Andreas Barth gewann gestern auf Gerry van Boven die Springpferdeprüfung der Klasse M* beim Weißenhorner Reitturnier. Der 19-jährige kommt zwar aus Tiefenbach und dort hat er auch seine Pferde stehen, aber er nutzt die Anlage des RFV Weißenhorn und er startet auch für diesen Verein. Entsprechend glücklich war Barth nach seinem Ritt: „Es ist einfach ein Riesengefühl, auf dieser tollen Anlage als Sieger einer Prüfung ausgezeichnet zu werden.“

Am allerletzten Sprung, einem Oxer, wackelte zwar die Stange, aber sie blieb liegen. Barth meisterte den Parcours somit als nur einer von zwei Reitern ohne Fehler und mit der Note 8,0. Es war ein weiterer Erfolg für den fünfjährigen Wallach Gerry van Boven, der in diesem Jahr erstmals bei einer Turnierserie eingesetzt wird und auf dem Barth schon mehrere Springen gewonnen hat. Es war längst nicht der größte Erfolg für seinen Reiter, der bei der bayerischen Meisterschaft im vergangenen Jahr in München auf Charlie Sheen als Sieger eines S-Springen ausgezeichnet wurde.

Dabei reitet Andreas Barth erst seit zwei Jahren Turniere, obwohl im dieser Sport quasi in die Wiege gelegt wurde. Vater Thomas ist Hufschmied, zusammen mit Mutter Bettina hält er dem Junior den Rücken frei und kümmert sich vor allem um die Pflege von dessen drei Pferden. Barth sagt grinsend: „Ich bin der Jockey.“ Etwa zwei Stunden am Tag verbringt der junge Mann nach seiner Arbeit als angehender Industriemechaniker im Sattel. Die Ausbildung seiner Vierbeiner liegt ihm besonders am Herzen und sie ist für ihn ohnehin Pflicht: „Ich kann mir keine fertigen Turnierpferde kaufen. Das können nur richtig reiche Leute.“

Der Husarenritt von Barth war der Höhepunkt des zweiten Weißenhorner Turnierwochenendes, an dem der Verein trotz gelegentlicher Regenschauer vor allem am Sonntag insgesamt noch Glück mit dem Wetter hatte. Ein erstes Ausrufezeichen hatte Barth schon am Freitagabend gesetzt, als er auf Cotamo eine Springpferdeprüfung der Klasse A* gewann. Die beiden Abteilungen der Springprüfung M* entschieden Konstantin van Damme (Öpfingen) und Martina Beck (Langenau) für sich, Tim Ritzal vom PSV Bellenberg landete hier auf einem dritten Platz. Am gestrigen Abend machte dann van Damme mit seinem Sieg in der Prüfung M** das Double perfekt. Insgesamt holte er in dieser schwierigsten Konkurrenz drei Platzierungen.

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