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Fußball-Bezirksliga

20.10.2017

Ist das Tiefenbacher Tiefstapelei?

Christoph Schregle: Blickkontakt zur Tabellenspitze.
Bild: Ilse Riedel

Die Mannschaft spielt vorne mit, aber der Trainer spricht von Punkten gegen den Abstieg

Auch wenn der SV Tiefenbach am vergangenen Wochenende beim TSV Erbach mit 2:3 verloren hat, so bleibt er doch die Überraschungsmannschaft dieser Saison in der Fußball-Bezirksliga. Punktgleich mit Spitzenreiter Türkspor Neu-Ulm, der zudem schon ein Spiel mehr ausgetragen hat, und der SSG Ulm liegt die Mannschaft von Trainer Christoph Schregle auf Rang zwei. Diesen will sie am Sonntag (15 Uhr) verteidigen. Mehr wird kaum drin sein, denn Türkspor Neu-Ulm trifft zu Hause auf das noch sieglose Schlusslicht Türkgücü Ulm und wird ziemlich sicher weitere drei Punkte sammeln und zudem noch etwas für sein Torverhältnis tun.

Schregle verfällt trotz der bisherigen guten Ergebnisse seiner Mannschaft keineswegs in Euphorie: „Ich hätte nicht gedacht, dass es für uns so gut läuft. Wir nehmen die Punkte natürlich gerne mit. Denn was wir haben, kann uns keiner mehr nehmen. Aber noch sind das Punkte im Kampf gegen den Abstieg.“ Das klingt nach Tiefstapelei, aber der Tiefenbacher Trainer weiß, wie schwer die Aufgaben in der Bezirksliga sind und er sagt: „Der zweite Platz hat nach neun Spieltagen nicht viel Gewicht. Ich sehe uns am Sonntag jedenfalls nicht als klarer Favorit. Staig hat eine Mannschaft, die am Saisonende vorne mit dabei sein wird.“

Das hofft natürlich der Staiger Kollege Martin Klarer. Zuletzt gab es zwar eine 1:3-Heimniederlage gegen den SV Jungingen, doch Klarer weiß diese einzuordnen: „Wir haben viele langzeitverletzte und angeschlagene Spieler. Es wird schwierig, in Tiefenbach ein schlagkräftiges Team aufzubieten.“ Aber mit Fabian Möbius und Philipp Reinhardt kommen zumindest zwei Spieler zurück, die zuletzt gefehlt haben. Das Ziel lautet deswegen: „Wir wollen in Tiefenbach gut auftreten und drei Punkte mitnehmen.“ Die Marschrichtung von Klarer lautet: Nicht ganz so offensiv spielen wie daheim, erst einmal die Null halten und dann Nadelstiche setzen.

Der SV Tiefenbach konnte bisher auf eine stabile Abwehr bauen und hat im Gegensatz zum SC Staig (19) erst zehn Treffer kassiert. Schregle hofft, dass seine Mannschaft am Sonntag für die „schwierige Aufgabe“ gewappnet ist, denn mit den beiden schwer verletzten Marcel Musch (Außenbandriss) und Nico Weber (Verdacht auf Kreuzbandriss) fallen zwei wichtige Abwehrspieler aus – und dies für längere Zeit. Aber Schregle sieht nicht allzu schwarz: „Wir haben junge Leute, die die Positionen übernehmen können. Ob sie es gut machen, werden wir im Spiel sehen. Wir müssen aber anders auftreten als in Erbach. Im Zweifelsfall können wir gegen den SC Staig auch mit einem Punkt leben.“ (kümm)

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