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Basketball

10.01.2020

Jaka Lakovic von Ratiopharm Ulm: „Top-Four wäre attraktiver“

Ulms Basketball-Trainer Jaka Lakovic tritt mit seinem Team im Pokalhalbfinale gegen Oldenburg an.
Bild: Horst Hörger

Im Pokalspiel geht es für die Ulmer Basketballer ums Finale. Ihr Trainer kennt sich mit solchen Wettbewerben aus und schwärmt von seiner Profi-Zeit.

Jaka Lakovic war als Basketballspieler so erfolgreich, dass er sich nicht mal selbst an seine ganzen Titel erinnern kann. So sitzt er also da, der Ulmer Trainer, während einer Pressekonferenz am Donnerstag und grübelt, wie oft er er wohl den spanischen Pokal Copa del Rey mit dem FC Barcelona gewonnen hat. „Also zweimal auf jeden Fall“, sagt er. Ein abschließendes Urteil kann er nicht fällen. Vielleicht ist der Slowene aber auch nur sehr bescheiden, denn die Trophäe reckte er nicht nur zweimal in die Höhe, sondern gleich dreimal (2007, 2010, 2011). Der deutsche BBL-Pokal fehlt dem Slowenen logischerweise noch, seine Zeit bei Ratiopharm Ulm hat ja erst vor ein paar Monaten begonnen. Trotzdem hat er noch in dieser Saison die Möglichkeit, seine Trophäensammlung zu erweitern. Am Sonntag (15 Uhr) kommt Oldenburg in die Ratiopharm-Arena zum Pokalhalbfinale.

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Gegen die Niedersachsen haben die Ulmer in der Liga vor ziemlich genau einem Monat überraschend mit 104:91 gewonnen. „Wir kennen sie“, sagt Lakovic – was einerseits selbstbewusst klingt, gleichzeitig aber auch offenbart, dass dem Ulmer Team durchaus bewusst ist, wie stark ihre Gäste mit den Topspielern Rasid Mahalbasic, Rickey Paulding und Braydon Hobbs sind. Vor allem vor Mahalbasic hat Lakovic Respekt: „Wir können ihn vielleicht vom Punkten abhalten, aber nicht vom Vorbereiten.“ Auch in der Kategorie ist der Center stark. Elf Assists steuerte er beispielsweise im Oktober gegen Ludwigsburg bei. Ihn im Zaum zu halten, dürfte am Sonntag auf Ulmer Seite die Aufgabe von Grant Jerrett werden, der die Fans in der Ratiopharm-Arena am vergangenen Wochenende aufschrecken ließ, als er nach einem unsportlichen Foul von Bonns Yorman Polas Bartolo minutenlang liegen blieb und behandelt werden musste. Erst am Donnerstag konnte er wieder ins Training einsteigen, wird im Pokal laut Lakovic aber voraussichtlich gegen die Oldenburger mithelfen können. Ob das auch für Gavin Schilling gilt, ist noch fraglich. Er kann angeschlagen erst an diesem Freitag ins Training einsteigen.

Jaka Lakovic von Ratiopharm Ulm: „Top-Four wäre attraktiver“

BBL-Pokal: Ratiopharm Ulm trifft auf Oldenburg

Während Jaka Lakovic mit dem Druck der K.O.-Spiele durch seine Zeit als Spieler durchaus vertraut ist, dürfte die Situation für ein paar der jungen Ulmer im Team eine neue sein. „Sie werden vor dem Spiel aufgeregter und nervöser sein“, erklärt Lakovic. „Aber sobald der Ball in die Luft geworfen wird, sind sie bereit.“ Ihnen gegenüber werden dann aber Oldenburger stehen, die mit diesem Druck bestens vertraut sind. Einerseits durch die Routine ihrer erfahrenen Spieler, andererseits durch das Selbstbewusstsein, das sie derzeit mitbringen. „Die Oldenburger waren schon in wesentlich mehr solcher Situationen als wir. Und sie sind gerade in der besten Form aller BBL-Teams“, sagt Lakovic. Im Eurocup sind sie zudem eine Runde weiter gekommen und haben im ersten Spiel der Top 16 unter der Woche Venedig mit 98:87 besiegt. Die 98 Punkte entsprechen fast genau ihrem Schnitt in den vergangenen fünf Ligaspielen. 98 Zähler sammelten sie in diesen durchschnittlich. „Wir können also nicht darauf hoffen, mehr Punkte als sie zu erzielen, sondern müssen sie mit unserer Defensive stoppen“, sagt Lakovic.

Auf der Pressekonferenz schwärmt er von der Copa del Rey und der Bedeutung des Wettbewerbs in Spanien: „Die Fans kommen in eine Stadt und auf jedem Platz gibt es irgendwelche Aktionen. Das Gefühl in der Stadt ist sehr besonders.“ Über vier Tage läuft die Pokalendrunde dort. In Deutschland ist das noch lange nicht so. Der Pokal hat hierzulande nicht die Relevanz wie in Spanien und seitdem der Modus im Jahr 2018 weg vom Top-Four hin zu einer Runde mit 16 Teams verändert wurde, wird er auch nicht mehr in einer Stadt ausgetragen. „Ein Top-Four wäre attraktiver“, findet Lakovic.

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