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Regionalliga Südwest

03.11.2019

Kämpfender SSV Ulm 1846 Fußball holt Remis gegen VfR Aalen

Nach dem späten 1:2-Anschlusstreffer des Ulmers Nicolas Jann gegen den VfR Aalen holt sein Teamkollege Marcel Schmidts den Ball aus dem gegnerischen Tor, um das Spiel schnell weiterlaufen zu lassen. Es sollte sich lohnen, denn kurz vor Schluss fiel das 2:2.
Bild: Eibner/Dimitri Drofitsch

Bis zur 86. Minute liegen die Ulmer Spatzen im Derby gegen Aalen mit zwei Toren hinten. Dann beweisen sie, dass sie kämpfen können.

Der SSV Ulm 1846 Fußball ist ja eigentlich ein Frühstarter. Mit Druck und aggressivem Pressing versuchen die Spatzen, schnell nach vorne zu kommen und den Gegner zu überrumpeln. Das hat in dieser Saison der Regionalliga Südwest schon ein paar Mal funktioniert, am Samstag lief es aber genau andersherum. Beim letztlich erkämpften 2:2 (2:0)-Unentschieden gegen den VfR Aalen sorgten Nicolas Jann (86.) und Ardian Morina (89.) erst sehr spät für den Punktgewinn auf der Ostalb. Kämpferisch zeigte Ulm eine gute Leistung, fußballerisch gab es abermals Verbesserungspotenzial. Nach 16 Ligapartien war es das erste Remis der Spatzen in der laufenden Saison.

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Knapp über 3000 Zuschauer waren in die Aalener Ostalb-Arena gekommen. Ein stolzer Wert für ein Publikum, das jahrelang Drittliga- und immerhin für drei Saisons Zweitliga-Fußball gewohnt war. Ulm ist ja aber auch nicht irgendein Gegner, sondern derjenige in der Regionalliga Südwest, der den Zuschauern die würzige Derby-Stimmung beschert, nach der es vielen dürstet. Auch viele Ulmer hatten den Weg nach Aalen auf sich genommen, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Das fiel aber schon nach rund einer Minute schwerer, denn da stand es bereits 1:0 für die Gastgeber. Wie schon bei der 1:3-Niederlage gegen Freiburg II vor einer Woche schien die Spatzen-Defensive noch nicht so recht sortiert – damals kassierten die Ulmer in der neunten Minute das erste Gegentor. Dieses Mal war es Toni Vastic, der früh gegen sie traf. Aalen versuchte in der ersten Viertelstunde, seine Gäste mit deren Waffen zu schlagen. Der Druck war enorm und die Spatzen schafften es kaum, sich aus der Umklammerung des VfR zu lösen. „Wir haben uns sehr viel vorgenommen und haben versucht, die Jungs auf einen intensiven Derby-Fight vorzubereiten“, sagte Ulms Trainer Holger Bachthaler nach der Partie. „Jeder musste aber feststellen, dass wir die ersten zehn bis 15 Minuten nicht am Spiel teilgenommen haben und den frühen Rückstand hinnehmen mussten.“

Kämpfender SSV Ulm 1846 Fußball holt Remis gegen VfR Aalen

Regionalliga Südwest: VfR Aalen und Ulmer Spatzen trennen sich 2:2-Unentschieden

Rückstände zu drehen gehört in dieser Saison nicht zur Paradedisziplin der Ulmer. Selbst bei souveränen Führungen wie etwa beim 2:1 gegen Alzenau sorgten einzelne Gegentore gerne mal für Hektik in der Hintermannschaft der Donaustädter. Nachdem die ersten schwierigen Minuten auf der Ostalb aber überstanden waren, kamen die Spatzen besser in die Partie und hätten durch einen Kunstschuss von Marcel Schmidts in der 18. Minute ausgleichen können. Sein Versuch aus 25 Metern erschütterte allerdings nur die Latte. Ansonsten war die Spielweise der Ulmer aber recht fehleranfällig, besonders im Aufbauspiel gab es Defizite. Die gab es jedoch auch bei Aalen, abgesehen von der starken Anfangsphase kam von den Drittliga-Absteigern nicht mehr allzu viel. „Der Ballbesitz war bei Ulm, das war aber bewusst so“, erklärte Aalens Trainer Roland Seitz der Schwäbischen Post. Schließlich führte seine Mannschaft und defensiv schien es, als hätte es seine Abwehr im Griff.

In der zweiten Hälfte reagierte Holger Bachthaler darauf, indem er zuerst Haris Hyseni für Felix Higl brachte und etwas später Nicolas Jann für Vinko Sapina. Bachthaler: „Wir haben in der Halbzeit auf zwei Spitzen umgestellt und wollten einfach mehr Druck auf die letzte Linie von Aalen bekommen.“ Der gewünschte Effekt blieb aber zunächst aus, im Gegenteil: Fast unmittelbar nach Janns Einwechslung fiel das 2:0 der Aalener durch Burak Gencal (71.). Wieder begab sich Aalen in die Verwalter-Rolle, was nicht die schlechteste Idee war. Denn wenig schien dafür zu sprechen, dass es vor dem VfR-Tor nochmals gefährlich werden könnte. Doch Ulm bewies eine starke Moral. Ein Distanzschuss von Nicolas Jann brachte den 1:2-Anschluss (86.), Ardian Morina traf nur drei Minuten später per Kopf zum Ausgleich. „Es spricht für die Moral der Jungs, dass sie hintenraus das 2:2 erzielen“, sagte Bachtahler. Das Remis sei gerecht gewesen. Roland Seitz sah das anders.

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Stoll, Reichert, Krebs, Schmidts – Gutjahr, Geyer, Gashi, Sapina (69. Jann), Coban – Higl (47. Hyseni).

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