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Fußball

10.12.2020

Klage abgewiesen: Regionalliga Südwest darf wie geplant starten

Die Partie der Spatzen gegen Steinbach war das letzte Pflichtspiel vor der Zwangspause. Am Samstag geht es wieder los – aber ohne Albano Gashi.
Bild: L. Fundel

Plus Die sechs Klubs, die gegen den Re-Start der Regionalliga Südwest geklagt haben, müssen eine Niederlage hinnehmen. Den SSV Ulm 1846 Fußball freut's.

Jetzt ist es amtlich: Der Spielbetrieb in der Regionalliga Südwest geht wie geplant weiter. Das Landgericht Mannheim hat am Mittwoch die Klage von sechs Vereinen aus der vierten Liga abgelehnt. Enttäuschung auf der einen Seite, Erleichterung auf der anderen: „Wir freuen uns, dass wir wieder spielen dürfen“, sagt Holger Bachthaler, Trainer des SSV Ulm 1846 Fußball. Nach vier Wochen Trainings- und sechs Wochen Pflichtspielpause geht es für die Spatzen am Samstag (14 Uhr) auswärts bei Eintracht Stadtallendorf weiter.

Gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs hatte neben Ulms nächstem Gegner unter anderem auch der Bahlinger SC geklagt. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Dieter Bühler, erklärte in einer Stellungnahme auf der Vereinswebsite den Grund dafür. „Wir haben den Rechtsweg beschritten, weil wir es angesichts der derzeitigen Corona-Situation nicht mit unserem Gewissen vereinbaren konnten, dass unsere berufstätigen Spieler einer zusätzlichen Gefahr ausgesetzt sind.“

Urteil über Re-Start in der Regionalliga Südwest

Zuvor hatte die Betreibergesellschaft der Regionalliga Südwest entschieden, die Saison am kommenden Wochenende fortzusetzen. Grundlage der Entscheidung war, dass durch die Corona-Verordnungen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland und Hessen der Mannschafts- und Spielbetrieb für die Regionalliga-Vereine ab dem 1. Dezember wieder einheitlich erlaubt wurde. Bei den Stadtallendorfern sorgt diese Entwicklung für Kopfschütteln. „Da können wir noch so lange über Unvernunft und Unverantwortlichkeit diskutieren, der Entschluss steht. Somit starten wir also wieder mit ’Profifußball’ am Herrenwald“, heißt es auf der Homepage des Vereins.

Zu Gast sind die Tabellensiebten aus Ulm, die seit Dienstag vergangener Woche wieder trainieren. „Der Fokus lag darauf, die Spieler nach der längeren Pause wieder in einen Rhythmus zu bringen“, erklärt Bachthaler. Dafür waren das Testspiel gegen den VfR Aalen (4:1) in der vergangenen Woche und ein großes Trainingsspiel wichtig. Zudem legte das Ulmer Trainerteam Wert auf die Arbeit gegen den Ball und ein schnelles Umschaltspiel. Ziel war es, die physische Präsenz der Spieler auf dem Platz zu stärken. Zudem möchte man die in der bisherigen Saison mangelnde Effizienz im gegnerischen Strafraum am Samstag beim aktuell Tabellenachtzehnten ablegen, sagt Bachthaler.

Die vierwöchige Pause bis zum Trainingsauftakt in der vergangenen Woche nutzte der Trainerstab vor allem für die Auswertung von Videosequenzen der bereits bestrittenen Spiele. „Dafür hatten wir in den letzten Wochen mehr Zeit als sonst“, erklärt der Spatzen-Coach. Da Zusammentreffen nicht möglich waren, hielten sich die Profis der Spatzen mit individuellen Trainingsprogrammen zu Hause fit. Gesund und einsatzbereit für das kommende Aufeinandertreffen sind aber die beiden Langzeitverletzten Nicolas Heimann (Schulterverletzung) und Adrian Morina (Kreuzbandriss) nach wie vor nicht. Ebenfalls nicht mit nach Stadtallendorf reisen wird Gökalp Kilic wegen Rückenproblemen.

Regionalliga Südwest: Ulmer Spatzen treffen auf Stadtallendorf

Darüber hinaus fehlen Vinko Sapina Gelb-gesperrt und Albano Gashi wegen einer Roten Karte. Ein Sieg am Samstag wäre für die Spatzen sehr wichtig, da mit den drei Ligaspielen bis zur Winterpause der Abstand zur Tabellenspitze verringert werden soll. Der Tabellenführer SC Freiburg II hat nach zwölf Spieltagen sieben Punkte Vorsprung auf die Ulmer. Bachthaler gibt aber auch zu bedenken, dass trotz Training ein Kaltstart hingelegt wird und vier Spiele in zehn Tagen eine große Belastung für die Spieler bedeuten.

Gerade für das letzte Aufeinandertreffen des Jahres mit dem FC Schalke 04 in der zweiten Runde des DFB-Pokals ist es aber enorm wichtig, dass in den Vorwochen gespielt wird. „Auch, wenn es bei Schalke aktuell nicht gut läuft, brauchen wir unbedingt Spielpraxis, wir sprechen hier immer noch von einem Bundesligaklub“, sagt Bachthaler. Der Fokus liegt aktuell aber erst einmal auf dem Spiel gegen Stadtallendorf. Wenn die drei Ligaspiele im Dezember absolviert sind, startet die Vorbereitung für das Duell mit dem Erstligaklub.

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