Basketball Ulm

14.07.2013

Long kommt und Ray geht

Das Nationaltrikot wird Philipp Schwethelm in dieser Saison nicht mehr tragen.
Bild: Horst Hörger

Ein neuer Shooting-Guard für den Bundesligisten. Die EM findet ohne Schwethelm statt

Der Amerikaner Cameron Long besetzt bei den Ulmer Basketballern in der kommenden Saison die Position des Shooting Guards, für seinen Landsmann Allan Ray ist das Kapitel Ulm damit schon nach einer Spielzeit wieder beendet.

Der 24-jährige Long wechselt vom französischen Verein Le Mans Sarthe Basket nach Ulm und erhält einen Einjahres-Vertrag, der eine Vereins-Option auf eine weitere Spielzeit beinhaltet. Mit „Cam“ Long bekommen die Ulmer nach Einschätzung von Manager Thomas Stoll einen „talentierten Allrounder“. Trainer Thorsten Leibenath beschreibt das Anforderungsprofil so: „Für die Position zwei wollten wir einen vielseitigen und athletischen Spieler, der uns an beiden Enden des Feldes wichtige Impulse liefert,der aber noch nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist. Mit Long haben wir genau diesen Spieler bekommen.“

Zuletzt bewies Long seine Klasse in den europäischen Wettbewerben und in Frankreichs Beletage. Neben den Werten in der Euroleague (elf Punkte im Schnitt in drei Qualifikations-Spielen) und Eurocup (9,2) überzeugten vor allem die Auftritte des 1,93 Meter großen Amerikaners in der starken französischen Pro A die Ulmer Verantwortlichen. Im Saisonmittel kam Long auf 11,9 Punkte und 2,4 Assists, nach seiner Beförderung in die Startformation im Januar konnte er seine Punkteausbeute auf rund 14 Zähler steigern.

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Nach vier Jahren an der George-Mason-University galt Long im Sommer 2011 als NBA-Kandidat. „Er ist körperlich stark, groß und bringt eine gute Länge mit“, beschrieb ein Talentspäher ihn damals. Geklappt hat es trotzdem nicht und Long begann seine Profi-Karriere stattdessen im baltischen Siauliai. In der litauischen Liga schloss er die Saison als zweitbester Balldieb ab. „Defensiv besticht Cameron besonders durch seine beeindruckende Physis und eine hohe Intensität“, erklärt Thorsten Leibenath.

Unterdessen steht fest, dass Per Günther als einziger Ulmer Nationalspieler an der Europameisterschaft in Slowenien im September teilnehmen wird. Nach Daniel Theis (Schulterverletzung) musste jetzt auch Philipp Schwethelm wegen Rückenbeschwerden passen. Aus dem Trainingslager der Nationalmannschaft in Kienbaum bei Berlin ist Schwethelm bereits abgereist und natürlich ist der Ulmer schwer enttäuscht: „Da freut man sich das ganze Jahr drauf und deshalb ist es sehr bitter für mich, nicht mit den Jungs zu trainieren und zu spielen.“ Bis zum Trainingsauftakt in Ulm in fünf Wochen hofft Schwethelm aber wieder fit zu sein. (az/pim)

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