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Neu-Ulm

19.01.2021

Nach Erdbeben in Kroatien: So helfen die Kreisliga-Kicker des FKV Neu-Ulm

Geschafft: Die FKV-Spieler Dario Stanic (links) und David Stefulic nach getaner Arbeit auf der Ladefläche.

Plus Der FKV Neu-Ulm organisiert einen Hilfstransport ins Katastrophengebiet. Mehrere Spieler machen sich auf den Weg, das größte Fahrzeug steuert der Torwarttrainer.

Das Gebilde hört auf den etwas sperrigen Namen Fußball-Kultur-Verein (FKV), und das aus gutem Grund: Der Klub wird von gut betuchten Geschäftsleuten geführt, gegründet wurde er vor knapp sieben Jahren, um Spenden zu sammeln für in Not geratene Menschen. Davon profitieren zwar in erster Linie Projekte in der Region, aber als zu Beginn dieses Jahres Kroatien von heftigen Erdstößen erschüttert wurde, da stemmte der FKV Neu-Ulm im Ausland die logistisch bisher schwierigste Unternehmung.

Acht Spieler und Trainer des Kreisligisten brachten in drei Kleintransportern und einem vom Torwarttrainer Andrija Nikolic gesteuerten Sattelschlepper Hilfsgüter ins Katastrophengebiet.

Bloß keinen Stauraum vergeuden im Kleintransporter ...

„Das hat eine ungeheure Eigendynamik entwickelt“, sagt dazu Bozidar „Bozo“ Mamuza, der Sportdirektor des Vereins und Organisationschef des Hilfstransports. Eigentlich sollte nur ein Kleintransporter auf die Reise geschickt werden. Dann wurden Mamuza und seine Freunde von einer Welle der Hilfsbereitschaft überrollt.

Immer mehr Menschen meldeten sich unter anderem in den sozialen Netzwerken, sie spendeten Kleidung, Lebensmittel, Zahnpasta, Seifen, Unterhaltungselektronik und Spielzeug. Die Hilfsgüter wurden zwischengelagert unter anderem in Garagen von Vereinsmitgliedern und dem Lager eines Transportunternehmens, das auch den dringend benötigten Sattelschlepper zur Verfügung stellte. Torwarttrainer Andrija Nikolic hat einen Lkw-Führerschein und durfte den Sattelschlepper fahren.

Spieler des FKV Neu-Ulm wurden begeistert empfangen

Auch dank der engen Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz kam der Konvoi des FKV Neu-Ulm schnell und ohne Verzögerung an den Grenzen durch ins Katastrophengebiet. Dort wurden die Kreisliga-Fußballer dankbar und begeistert empfangen. „Die Menschen sind ausgeflippt vor Freude“, sagt Mamuza, der die Aktion aus der Heimat organisierte: „Die Jungs haben Videos geschickt, auf denen man sieht, wie die Leute aus Dankbarkeit weinen.“

Das passt so weit alles: Andrija Nikolic, der Torwarttrainer und Fahrer des Sattelschleppers, vor seinem mit Hilfsgütern voll gepackten Gefährt.

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