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Basketball-Bundesliga

01.07.2019

Nationalspieler für Nationalspieler bei Ratiopharm Ulm

Im Dezember haben sie vor dem Spiel gegen Estland noch gemeinsam die deutsche Nationalhymne gesungen: Der bisherige Ulmer David Krämer (rechts) und der neue Ulmer Andreas Obst (daneben).
Bild: Imago/Eibner

Andreas Obst kommt, David Krämer verlässt die Ulmer Basketballer. Bei zwei ehemaligen Spielern ist jetzt klar, für welche Vereine sie künftig auflaufen

Der erste Neuzugang von Ratiopharm Ulm für die kommende Bundesliga-Saison ist zwar erst 22 Jahre alt, aber er war schon deutscher Meister und verfügt auch sonst über jede Menge Basketball-Erfahrung: Andreas Obst kommt vom spanischen Erstligisten Monbus Obradoiro und hat in Ulm einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben.

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In Spanien hat der zehnfache Nationalspieler auch die beste Dreierquote seiner Karriere verzeichnet: In seinen 31 Spielen für den Verein aus Galizien traf er 43 Prozent seiner Würfe aus der Distanz. Sein künftiger Sportdirektor Thorsten Leibenath will Obst aber auf keinen Fall auf diese Fähigkeit reduzieren: „Andi kann mehr als Werfen: Er verfügt über eine starke Athletik, die ihn zu einem vielseitigen Verteidiger macht. Darüber hinaus ist seine Nervenstärke eine seiner weiteren Qualitäten.“

Obst freut sich auf den Eurocup mit Ratiopharm Ulm

Unter Beweis gestellt hat Obst das unter anderem in der Bundesliga in Gießen, Gotha und Bamberg, wo er vor vier Jahren deutscher Meister wurde. An diese Leistungen will der 1,91 Meter große Shooting-Guard in Ulm anknüpfen: „Eine tolle Organisation, super Fans und die Möglichkeit, im Eurocup spielen zu können, sind großartige Rahmenbedingungen für mich, um den nächsten Schritt zu machen.“

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Am Montag hat Obst in Ulm den obligatorischen Medizin-Check absolviert, bereits am 6. August wird er zur deutschen Nationalmannschaft stoßen, für die er während der WM-Qualifikation zehn Mal aufgelaufen ist. Sein bestes Spiel im Nationaltrikot lieferte er in Israel ab, wo ihm 16 Punkte gelangen. „Ein Platz im WM-Kader ist mein absolutes Ziel“, sagt Obst.

Ismet Akpinar hat seinen Vertrag mit Ratiopharm Ulm noch nicht verlängert

Die Frage ist nun, welche Rolle er bei Ratiopharm Ulm übernehmen wird. Es könnte die von Ismet Akpinar sein, der seinen Vertrag bisher nicht verlängert hat. Oder auch die von David Krämer, der Ulm sicher verlassen wird. Das Eigengewächs, das im Dezember gegen Estland sein erstes und bisher einziges Länderspiel absolviert hat, hat sich über Instagram verabschiedet, dabei allerdings nichts über seinen künftigen Arbeitgeber geschrieben. Zuletzt hatte sich Krämer bei diversen NBA-Vereinen vorgestellt, eine realistische Chance auf eine Anstellung in der amerikanischen Profiliga dürfte er zum jetzigen Zeitpunkt aber kaum haben. Als möglicher neuer Verein wird immer wieder auch Oldenburg genannt.

Ein Langzeit-Gerücht hat sich unterdessen erledigt. Wie die Gießener Allgemeine berichtet, hat John Bryant keinen Gebrauch von seiner Ausstiegsklausel gemacht und spielt somit auch in der kommenden Saison für den hessischen Bundesligisten. Zuletzt war heftig über eine Rückkehr des inzwischen eingebürgerten 2,11-Meter-Centers spekuliert worden. Bryant hatte in den Jahren 2010 bis 2013 für Ulm gespielt und war in dieser Zeit zweimal zum wertvollsten Spieler der Basketball-Bundesliga gewählt worden.

Ein anderer Ex-Ulmer hat unterdessen einen neuen Verein gefunden: Oldenburg hat die Verpflichtung von Braydon Hobbs gemeldet. Der gehörte zuletzt zum Kader von Bayern München, war beim deutschen Meister aber in den vergangenen Wochen kaum noch eingesetzt worden. In Oldenburg tritt Hobbs die Nachfolge von Will Cummings an, der in der vergangenen Saison zum wertvollsten Spieler der Bundesliga gewählt worden war. In Ulm war Hobbs Teil der legendären Mannschaft, in in der Saison 2016/17 mit 27 Siegen nacheinander einen Rekord aufgestellt hatte.

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