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Basketball-Bundesliga

02.07.2019

Patrick Heckmann schlüpft unter die Decke von Ratiopharm Ulm

Zum Pokalsieg hat es gereicht. Aber insgesamt war die vergangene Saison für Bamberg und besonders für Patrick Heckmann eine unbefriedigende.
Bild: imago images isslerimages

Nach zwei Meisterschaften mit Bamberg war es für Patrick Heckmann Zeit für einen Neuanfang. Damit ist klar, dass zwei andere Spieler Ratiopharm Ulm verlassen

Die Planungen auf den deutschen Positionen sind abgeschlossen bei Ratiopharm Ulm. Am Dienstag meldete der Basketball-Bundesligist die Verpflichtung von Patrick Heckmann, der mit Bamberg zweimal deutscher Meister und zweimal Pokalsieger war. Zuvor hatte bereits Andreas Obst ebenfalls für zwei Jahre unterschrieben, die Verträge von Kapitän Per Günther, Gavin Schilling und Max Ugrai laufen ohnehin weiter. Damit ist gleichzeitig klar, dass neben David Krämer auch Bogdan Radosavljevic und wie befürchtet Ismet Akpinar die Ulmer verlassen.

Ismet Akpinar hat ein Angebot von Ratiopharm Ulm abgelehnt

Zumindest Akpinar hätten sie sicher gerne behalten. In einer Pressemitteilung ist die Rede davon, dass dem auch bei den Fans sehr beliebten und extrovertierten Nationalspieler frühzeitig ein Angebot gemacht wurde, das Akpinar aber ablehnte. Die Trennung von Radosavljevic war dagegen positionsbedingt. Mit Schilling und Ugrai haben die Ulmer schließlich schon zwei deutsche Spieler für seine Position, ein langer Ausländer wird zudem vermutlich noch kommen.

Patrick Heckmann hat 32 Länderspiele gemacht

Für Heckmann ist der Wechsel nach Ulm nach zwei deutschen Meisterschaften, zwei Pokalsiegen, 65 Einsätzen in der kontinentalen Königsklasse Euroleague und 32 Länderspielen nur auf den ersten Blick ein Karriereknick. Denn der 27 Jahre alte und 1,98 Meter große Flügelspieler hatte nach seinem Wechsel vom Boston College nach Bamberg zwar einen tollen Einstand. Im hochkarätig besetzten Kader des Serienmeisters erkämpfte er sich in seinen ersten zwei Jahren unter Trainer Andrea Trinchieri durchschnittlich 17,7 Minuten Einsatzzeit und wurde an der Seite von Topstars wie Brad Wanamaker und Nicolo Melli zweimal deutscher Meister und einmal Pokalsieger. Nach einer Schulterverletzung im Februar 2018 verpasste er aber den Rest der Saison 2017/18 und konnte auch in der vergangenen Spielzeit trotz erneutem Pokalsieg und einer starken Dreierquote von 41,7 Prozent nicht an die Leistungen der Vorjahre anknüpfen.

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Zeit also für einen Neustart. Heckmann selbst sagt zu seinem Wechsel: „In Ulm will ich mir beweisen, dass ich noch so spielen kann, wie ich das selbst von mir erwarte. Es hat sich für mich einfach richtig angefühlt und ich glaube, dass ich mich hier in den nächsten zwei Jahren weiterentwickeln kann.“

Die Ulmer ihrerseits sind natürlich glücklich, dass sie sich auf dem hart umkämpften Markt für deutsche Basketball-Spieler nach Andreas Obst mit Patrick Heckmann ein weiteres Kaliber sichern konnten. Der bisherige Cheftrainer und neue Sportdirektor Thorsten Leibenath beschreibt den zweiten Neuzugang von Ratiopharm Ulm: „Wir bekommen einen vielseitigen Spieler, der über Erfahrung auf höchstem Niveau verfügt. Er ist ein hartnäckiger Verteidiger, hat einen guten Wurf und kann kompromisslos den Korb attackieren.

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