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Pro B

22.09.2019

Peinliche Niederlage der Elchinger Scanplus-Baskets nach drei Verlängerungen

Zwei der sieben gesunden Hanauer Spieler bremsen in dieser Szene den Elchinger Luka Kamber auf dem Weg zum Korb.
Bild: Horst Hörger

Mit nur sieben gesunden Spieler und einem grippekranken Mann haben die Gäste den längeren Atem. Starker Einstand von Gavel in Ulm

Es gibt Niederlagen und es gibt peinliche Niederlagen. Das 100:101 der Elchinger Scanplus-Baskets in der Pro B gegen Hanau nach dreifacher Verlängerung fällt in die zweite Kategorie.

Die Elchinger waren mit ihrem kompletten Zwölferkader angetreten, Hanau mit sieben gesunden Spielern plus dem grippekranken und auf der Bank sitzenden Till-Joscha Jönke. Tatsächlich schien es so, als würde der Rumpfmannschaft aus dem Großraum Frankfurt in Halbzeit zwei die Puste ausgehen. Die Elche führten mehrfach zweistellig, unter anderem mit 65:52 sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. Doch Hanau gab nie auf, konterte mit einem 11:0-Lauf und beim Stand von 69:69 ging es in die erste Verlängerung. Vor Beginn der zweiten Zusatzschicht hieß es 80:80 und spätestens in der hätten die Scanplus-Baskets das Ding für sich entscheiden müssen: Drei Punkte Vorsprung, noch 13 Sekunden auf der Uhr und Ballbesitz Hanau. Ein Foul, zwei Freiwürfe und maximal zwei Punkte für die Gäste wären jetzt ein probates Mittel gewesen. Stattdessen bekam Miquel Servera Rodriguez die Chance zum Dreier. Die nutzte der Spanier und es gab eine dritte Verlängerung. Spätestens in der wurde es richtig peinlich für Elchingen. Zwei der Hanauer Spieler saßen inzwischen mit fünf Fouls auf der Bank, 49 Sekunden vor Schluss verabschiedete sich der dritte. Erstmals in diesem Spiel kam jetzt doch Jönke aufs Feld, andernfalls hätte Hanau die Partie mit vier Mann beenden müssen.

Unsportliches Foul der Elchinger Scanplus-Baskets

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Als noch sechs Sekunden auf der Uhr standen, hieß es 100:97. Elchingen hatte scheinbar aus der zweiten Verlängerung gelernt, diesmal haute Karlo Miksic seinem Gegenspieler Rodriguez auf die Finger. Der Kroate stellte sich dabei allerdings so ungeschickt, an dass die Schiedsrichter auf unsportliches Foul entscheiden mussten. Der Spanier traf beide Freiwürfe und mit Ablauf der Uhr auch noch einen Korbleger – die Niederlage der Elche war perfekt in einem Spiel, das sie nie und nimmer hätten verlieren dürfen.

Beste Elchinger Werfer: Mampuya (26 Punkte), Miksic (14), Curth (13).

Im Gegensatz zum Elchinger Trainer Igor Perovic feierte der Ulmer Kollege Anton Gavel einen Einstand nach Maß. Seine Mannschaft der Orange-Academy gewann in Erfurt mit 75:72. Mann des Spiels war Christoph Philipps 21 Punkten, sieben direkten Korbvorlagen und sieben Rebounds. Glück für die Academy: Ein Erfurter Dreier, der die Verlängerung bedeutet hätte, wurde Sekundenbruchteile nach der Sirene abgefeuert. (pim/az)

Beste Ulmer Werfer: Philipps (21), Krimmer (12), Diallo (10), Ensminger (10).

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