Pfaffenhofen

19.05.2018

Pfaffenhofen will wachsen

Auf diesem Feld entsteht gerade ein neues Baugebiet für drei Mehrfamilienhäuser und bis zu 16 Einfamilienhäuser.
Bild: Andreas Brücken

Am östlichen Ortsrand plant die Markgemeinde ein neues Baugebiet. Warum das aus Sicht des Bürgermeisters wichtig ist und welche Gebäude dort errichtet werden sollen

Bürgermeister Josef Walz wird nicht müde, zu betonen, dass die Marktgemeinde Pfaffenhofen dringend mehr Wohnfläche benötigt. „Wir könnten jeden Tag einen Bauplatz verkaufen“, sagt er regelmäßig. Um der hohen Nachfrage vor Ort wenigstens kurzfristig gerecht zu werden, plant die Marktgemeinde gerade ein neues Baugebiet am „Hasenäcker“, gelegen am östlichen Ortsrand. Dort sollen, so hat es der Marktgemeinderat beschlossen, direkt an der Kreisstraße Richtung Beuren drei Mehrfamilienhäuser entstehen. Dahinter wäre dann Platz für 16 Einfamilienhäuser mit einer jeweiligen Grundstücksfläche von 500 Quadratmetern.

Für dieses Projekt hat der Marktgemeinderat nun den Entwurf des Bebauungsplanes gebilligt. Kritisch wurde im Vorfeld hinterfragt, ob denn gerade die Mehrfamilienhäuser in das Ortsbild passen würden. Im Entwurf des Bebauungsplans ist allerdings festgesetzt, dass die drei Häuser höchstens zehneinhalb Meter hoch sein dürfen – so will man den Bau übermäßiger Gebäude, die die Nachbarbebauung überragen, verhindern. Außerdem sind für die Mehrfamilienhäuser, laut Bebaungsplan, lediglich Sattel-, Walm-, Pult- und Flachdächer zulässig. Zwischen den Gebäuden und der Straße wird ein Grünstreifen mit Bäumen bepflanzt, außerdem bleibt genug Platz, um die Straße später mit einem Radweg zu erweitern.

Für die künftigen Anwohner könnte allerdings die Lärmbelästigung durch die Kreisstraße relativ hoch ausfallen; bisher rauscht der Verkehr dort mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde vorbei. Eigentlich bedarf es daher, laut dem zuständigen Architekturbüro, einen Lärmschutzzaun, damit vor allem nachts die Grenzwerte nicht überschritten werden. Die Marktgemeinde möchte diesen durch passive Schutzmaßnahmen verhindern, heißt: schalldichte Fenster und die Empfehlung, dass sich Schlafzimmer nur an der straßenabgewandten Seite befinden sollten. Außerdem ist geplant, das Ortsschild vor das neue Wohngebiet zu setzen. Durch das damit reduzierte Tempolimit wäre der Autolärm deutlich verringert.

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Für die Einfamilienhäuser im Süden des Baugebiets ist der Straßenlärm kein Thema. Die Gebäude dort werden für höchstens zwei Wohnungen ausgelegt sein. Der jeweilige Bauherr wird verpflichtet sein, auf dem Grundstück einen Baum zu pflanzen, auf den vier östlichen Grundstücken wird zudem eine Heckenbepflanzung verlangt. Die Maximalhöhe der Häuser beträgt neuneinhalb Meter. Außerdem sind nur Sattel-, Walm- und Zeltdächer zulässig.

Ratsmitglied Anton Rupp fürchtet während der Marktgemeinderatssitzung, das Neubaugebiet könne zu dicht am angrenzenden Hochbaugebiet liegen. Aber auch diesbezüglich kann Architekt Ferdinand Kaiser Entwarnung geben. Der nötige Abstand sei durchaus gewahrt, eine Gefährdung bestehe für die künftigen Anwohner nicht.

Nachdem der Marktgemeinderat den Entwurf des Bebauungsplans zum Wohngebiet „Hasenäcker“ einstimmig genehmigt hat, beauftragt er das bereits für die bisherige Planung zuständige Architektenbüro, die endgültige Erschließung vorzubereiten. Wann dann die ersten Gebäude gebaut werden können, ist aktuell noch nicht absehbar.

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