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Amateurfußball

12.05.2020

Pläne des Württembergischen Verbands: Das würde ein Saisonabbruch bedeuten

Für den Bezirkspokal Donau/Iller gibt es noch Hoffnung, der WFV möchte sich mit den Bezirksvertretern besprechen. Die Ligen würde der Verband allerdings gerne abbrechen.

Plus Der WFV möchte die Saison beenden, braucht aber noch die Zustimmung. Wer würde aber aufsteigen und was ist mit den Transfers? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Die Fußballsaison im Bezirk Donau/Iller geht langsam ihrem Abbruch entgegen. So lautet zumindest der Wunsch der drei baden-württembergischen Verbände, darunter der WFV, die die laufende Saison 2019/2020 beenden möchten. Das haben sie am Dienstag bekannt gegeben. Als Grund nannten sie, dass es „nicht abschätzbar“ sei, wann der Fußball wieder stattfinden könnte. Auch die Tatsache, dass ein Abbruch für die Verbände rechtlich nicht so riskant wäre, spielt in dem Wunsch eine Rolle. Die Änderungen würden auch den Bezirk Donau/Iller betreffen und von der Verbandsliga abwärts bis zur Kreisebene greifen – für die Männer, Frauen und die Jugend. Für sie würden dann besondere Regeln für Aufstiege oder Transfers gelten - wir sagen, welche.

WFV möchte die Saison beenden: Fragen und Antworten

Allerdings handelt es sich zunächst um eine Beschlussvorlage, die letztlich auf einem außerordentlichen Verbandstag beschlossen werden muss. Dieser soll aber erst gegen Ende Juni stattfinden. Davor werden auch die Vereine nach ihrer Meinung gefragt. Laut Verbandsangaben ist die Mehrheit von ihnen für einen Abbruch. Denkbar ist dann auch, dass sich die Mitglieder wie in Bayern dazu entschließen, die Saison am 1. September fortzusetzen. Die Lösung gefällt den Verbänden aus verschiedenen Gründen jedoch nicht, weshalb sie sich für einen Abbruch einsetzen möchten.

  • Was würde ein Abbruch bedeuten? Den Verbänden gefällt, dass durch einen Abbruch die Saison regulär zum 30. Juni enden und die neue wie geplant zum 1. Juli beginnen würde. Dadurch gäbe es keine Verschiebung der Wechselfristen. Durch die Änderungen im Auf- und Abstieg (siehe nächsten Punkt) müsste die nächste Spielzeit jedoch angepasst werden.
  • Wer steigt auf bzw. ab? Absteiger wird es keine geben. Als Aufsteiger wird die Mannschaft bestimmt, die den besten Quotienten aufweist. Dieser berechnet sich aus den Punkten, die die Teams bislang gesammelt haben, geteilt durch die Zahl der Spiele. Hat ein Klub beispielsweise 40 Punkte in 20 Spielen geholt, lautet sein Quotient also 2 (40 geteilt durch 20). Gerundet wird bei den Quotienten nicht, jede Kommastelle zählt. Haben beide Mannschaften den gleichen Quotienten, entscheidet die Tordifferenz. Relegationsspiele wird es keine geben. Da dadurch die Ligen in der nächsten Saison voller wären, gelten dann strengere Abstiegsregeln. Nimmt ein Team das Aufstiegsrecht nicht wahr, wird dieses weitergereicht.
  • Was würde die Entscheidung für Transfers bedeuten? An den Wechselfristen würde sich nichts ändern. Ein Sonderfall ist der Wechsel in einen anderen Verband. Der Bayerische etwa setzt die Saison ab dem 1. September fort. Im Falle eines Transfers gelten die Regeln des Verbands, in dem das aufnehmende Team organisiert ist.
  • Was ist mit dem Bezirkspokal? Die Pokalwettbewerbe wären von dem Beschluss ausgenommen. Der WFV möchte dazu noch mit den Bezirksverantwortlichen sprechen und eine Lösung finden. Möglich wäre es, Pokalspiele auch nach dem 30. Juni stattfinden zu lassen.
  • Wird der WFV-Pokal auch abgebrochen? Ihn möchte der Verband gerne zu Ende spielen lassen, da mit ihm wichtige Sponsorenverträge gelten und die Verbände ein Interesse daran haben, einen Vertreter in den DFB-Pokal zu schicken. Aktuell ist der Titelverteidiger SSV Ulm 1846 Fußball noch im Rennen.
  • Würde ein Beschluss auch die Regionalliga Südwest treffen? An der Südwest-Staffel der vierten Liga sind insgesamt sieben Verbände beteiligt, deshalb ist es noch schwer, eine einheitliche Lösung zu finden. Die baden-württembergischen Verbände möchten sich aber dafür einsetzen, dass der Abbruch auch in dieser Liga gilt.



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