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Basketball

22.11.2020

Ratiopharm Ulm besiegt Gießen ohne Probleme

Nach der kleinen Flaute im Eurocup gegen Paris haben auch wieder Ulms Leistungsträger wie John Petrucelli (am Ball) oder Dlyan Osetkowski (links) gegen Gießen überzeugt. Schon zur Halbzeitpause stand so gut wie fest, dass die Ulmer ihren dritten Ligasieg im dritten Spiel feiern würden.
Bild: Eibner-Pressefoto/René Weiss

Plus Zwei Wochen lang waren die Gießen 46ers in Corona-Quarantäne und hatten nur drei Tage Zeit, um sich auf die Partie gegen Ulm vorzubereiten. Das merkt man dem Team deutlich an.

Im Sport sollte man sich nie zu sicher sein, die Ulmer Basketballer hatten am Samstagabend aber einen guten Grund, um in der Halbzeitpause sicher zu sein, dass die Bundesligapartie in Gießen keine allzu große Herausforderung mehr werden würde. 60:33 stand es da aus Ulmer Sicht. Die Vorentscheidung? „Ich glaube schon“, sagte Ulms Per Günther vor der Kamera von Magentasport. „Unter den Vorzeichen, wie die Partie heute stattgefunden hat, waren wir natürlich nicht entspannt, aber es war auch nicht zu erwarten, dass noch eine Attacke von Gießen kommen würde.“ 106:81 stand es am Ende für Günther und seine Teamkollegen. Es war der dritte Sieg im dritten Saisonspiel.

Die Vorzeichen, die er beschrieb, waren es, die diese Partie im Voraus so interessant gemacht hatten. Mit den Gießen 46ers bekam es Ratiopharm Ulm mit dem zweiten Ligateam hintereinander zu tun, das frisch aus der Corona-Quarantäne gekommen war. Vor einer Woche hatte die Ulmer Mannschaft bereits Bayreuth nach dessen Zwangspause deutlich besiegt und auch die Gießener machten es ihr nicht allzu schwer. Drei Tage hatte die Mannschaft von Trainer Ingo Freyer Zeit, um sich auf die Begegnung vorzubereiten, es war der Saisonauftakt für die Truppe, die vor der Saison neu zusammengewürfelt worden war. Anstatt sich als Team kennenzulernen und einzuspielen standen für die Spieler also nur Fitnessübungen in der eigenen Wohnung an. „Das ist schon extrem“, sagte Per Günther. Freyer wiederum wollte die Situation der vergangenen zwei Wochen nicht als Grund für die Leistung sehen: „Es ist einfach nicht gut gelaufen. Wir hatten am Anfang viele offene Dreier, die wir nicht getroffen haben. Gut, jetzt man sagen, wir haben zwei Wochen kein Schusstraining gemacht, aber da will ich jetzt keine Ausreden suchen.“

Gießen 46ers kehren aus der Quarantäne zurück

Es waren auch nicht nur die Versäumnisse in der Offensive der Gastgeber, die den Ulmern den Weg zu ihrem dritten Ligasieg im dritten Spiel ebneten, es waren auch Versäumnisse in der Defensive. Da fehlte den Gießenern ganz offensichtlich die gemeinsame Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. In der ersten Halbzeit profitierte davon insbesondere Andreas Obst, der 17 Punkte erzielte. Insgesamt zeigte die Mannschaft von Jaka Lakovic im Vergleich zur Eurocup-Niederlage gegen Paris unter der Woche wieder eine starke Mannschaftsleistung. Wie schon in Bayreuth trafen fünf Ulmer zweistellig, abermals angeführt von Dylan Osetkowski mit 21 Punkten. Jaka Lakovic: „Wir haben das Spiel von Anfang an so gespielt, wie wir es spielen wollten. . Ich freue mich sehr für mein Team, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen.“ Damit meinte er auch den 18-Jährigen Igor Milicic, der in der Partie sein Bundesliga-Debüt feierte und in knapp über zwölf Minuten Spielzeit auch gleich seine ersten vier Punkte in der Liga beisteuerte.

Zwei Wochen haben die Ulmer nun Pause, ehe es am 4. Dezember in der Liga gegen Frankfurt weitergeht. Ein kleines Etappenziel hat Ulms Trainer also mit dem Sieg erreicht: Für ihn endete die aus seiner Sicht erste Phase der Saison mit einem Erfolg. Auf die zurückliegenden Wochen kann er zufrieden blicken. In der Bundesliga läuft es, im Pokal steht sein Team im Final Four und im Eurocup wird es zwar eng, die Chance aufs Top 16 besteht aber noch. „Wir haben eine Identität gefunden“, sagte Per Günther.

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