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Basketball

13.05.2019

Ratiopharm Ulm geht mit geballter Faust in die Serie

Der Ulmer Trainer Thorsten Leibenath (rechts) und sein Assistent Tyron McCoy ballen die Fäuste: Ihre Mannschaft ist im Viertelfinale gegen Berlin Außenseiter, aber sie kann die schwere Aufgabe mit Selbstvertrauen in Angriff nehmen.
Bild: Horst Hörger

Auf dem Papier ist Alba Berlin im Viertelfinale eindeutiger Favorit. Wir haben aber ein paar Indizien gefunden, die für die Ulmer Basketballer sprechen

Wer bei einem großen Wettanbieter auf einen Sieg von Ratiopharm Ulm bei Alba Berlin am kommenden Samstag setzt, der bekommt bei einem Euro Einsatz vier Euro raus. Bei einem Berliner Sieg gibt es nur einen Euro und 22 Cent. Womit eigentlich alles gesagt ist über die Favoritenrolle in dieser Viertelfinalserie in der Basketball-Bundesliga. Hier die Albatrosse, deutscher Vizemeister und Eurocup-Finalist, tatsächlicher Dritter und gefühlter Zweiter der Hauptrunden-Tabelle. Dort die Ulmer, die außer gegen Vechta noch gegen keine Mannschaft aus den Top-Fünf gewonnen haben. Es gibt eine Menge Indizien dafür, dass Berlin weiterkommt und das möglicherweise sogar glatt in drei Spielen. In der Basketball-Terminologie nennt man das einen „Sweep“. Wir haben uns bemüht, Gründe zu finden, die für Ratiopharm Ulm sprechen. Ein paar haben wir tatsächlich gefunden.

Belastung: Irgendwann muss Berlin sie doch spüren. Alba hat im deutschen Pokal das Finale erreicht und Mitte Februar mit 82:83 gegen Bamberg verloren. Im Eurocup war Berlin ebenfalls in der Endspielserie, die über drei Spiele ging und erst Mitte April zugunsten von Valencia entschieden war. Das macht zusammen mit den Pflichtaufgaben in der Bundesliga bisher 62 Spiele. Die Ulmer haben sich in der ersten Runde des deutschen Pokals Anfang Oktober des vergangenen Jahres mit 74:78 gegen Frankfurt verabschiedet. Im Eurocup war Anfang Februar nach dem Top-16 Schluss. In der Summe sind das 51 Spiele und somit elf weniger als Alba.

Ergebnisse: Es war nicht immer so souverän, was Alba gegen Mannschaften abgeliefert hat, die bestenfalls Ulmer Kragenweite haben. Berlin hat beispielsweise in Bayreuth, Braunschweig und Göttingen verloren. Am letzten Hauptrunden-Wochenende musste der Vizemeister beim 107:104 gegen den MBC in die Verlängerung und hatte auch beim 80:79 in Ludwigsburg mächtig Mühe. In beiden Spielen ging es für Alba um nichts mehr. Aber das gilt auch für die Partie zwischen Ulm und Vechta am Sonntag.

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Direkte Duelle: Berlin hat sie in der Hauptrunde beide gewonnen. Bei der 74:92-Heimniederlage im Oktober des vergangenen Jahres hatten die Ulmer keine Siegchance. In Berlin sah das Anfang April schon viel besser aus. Ulm war drei Viertel lang auf Augenhöhe und verlor aufgrund eines achtminütigen Blackouts im letzten Viertel doch mit 81:92. Für solche Aussetzer sind die Schützlinge von Trainer Thorsten Leibenath zwar immer noch und jederzeit gut. In den beiden vergangenen Heimspielen gegen Bayreuth und Vechta haben sie sich aber keine mehr geleistet.

Luke Sikma: Mit durchschnittlich 11,3 Punkten, sechs Rebounds und fast fünf direkten Korbvorlagen pro Partie ist der Amerikaner in Diensten von Alba Berlin immer noch ein absoluter Ausnahmespieler in der deutschen Bundesliga. Aber ganz so gut wie in der Vorsaison ist er nicht mehr. Damals wurde Sikma zum wertvollsten Spieler gewählt. In dieser Spielzeit kam er nicht mehr unter die Top-Drei. Es gewann der Oldenburger Will Cummings vor T. J. Bray aus Vechta und John Bryant aus Gießen.

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