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Basketball

04.12.2020

Ratiopharm Ulm steht vor einem „wichtigen Monat“

Andreas Obst (Mitte) mit Ulms Trainer Jaka Lakovic. Für den Bundesligisten endet am Sonntag die Länderspielpause mit dem Ligaspiel gegen Vechta.
Bild: Horst Hörger

Plus Ulms Andreas Obst ist zurück von seinem Länderspieleinsatz, musste zunächst aber von der Mannschaft isoliert werden. Am Sonntag kommt Rasta Vechta.

Eigentlich hätte die Länderspielpause für die Basketball-Bundesligisten von Ratiopharm Ulm schon am Freitag mit der Partie gegen Frankfurt enden sollen, doch daraus wurde wie berichtet nichts. Weil für die Nationalspieler nach ihrer Rückkehr aus Frankreich besondere Vorsichtsmaßnahmen galten, wurden einige Spiele verlegt, darunter auch das der Ulmer. Denn die haben mit Andreas Obst einen Nationalspieler in ihren Reihen, der die beiden Niederlagen Deutschlands in der EM-Quali zwar nicht verhindern konnte, trotzdem aber zu den Leistungsträgern zählte. Weil Deutschland ohnehin schon qualifiziert war, spielten die Niederlagen gegen Montenegro und Frankreich jedoch keine Rolle. Für Obst und seine Ulmer Teamkollegen geht es in der Bundesliga also am Sonntag (15 Uhr) zu Hause gegen Vechta wieder los.

Auf die vergangenen zwei Wochen blicken Ulms Trainer Jaka Lakovic und Andreas Obst naturgemäß etwas unterschiedlich zurück. Lakovic sprach am Freitag während einer Videokonferenz von „zwei Seiten der Medaille“. Einerseits sei die Pause „nicht so toll“ gewesen, weil sein Team davor in einem guten Rhythmus gewesen sei, andererseits sei die Pause für die Spieler wichtig gewesen, um sich nach den vollen Wochen zuvor etwas zu erholen. Andreas Obst schien das nicht nötig zu haben, ihm blieb ohnehin nichts anderes übrig als Nationalspieler, er musste aufs Parkett. Aber: „Ich sehe das sehr positiv. Es tat mir gut, weiterspielen zu können.“

Spiel von Ratiopharm Ulm gegen Frankfurt wurde verschoben

Dass er wegen des Nationalmannschaftstrips in die französische „Bubble“ seinen guten Lauf im Ulmer Trikot stoppen könnte, glaubt er nicht. Trotzdem gab er zu, froh gewesen zu sein, zurück an der Donau mal wieder seine Beine hochlegen zu können. Für ihn wie für die anderen Nationalspieler galten bei der Rückkehr nämlich besondere Regeln. Bei der Abreise in Frankreich wurden sie auf Corona getestet und nach der Einreise in Deutschland wieder. Die Tests waren bei Obst negativ, zum Team durfte er trotzdem nicht. Wegen der Reise musste er sich von der Mannschaft isolieren. Frei bewegen, also Spaziergehen oder einkaufen, durfte er trotzdem. In Quarantäne befand er sich nicht.

Währenddessen trainierten seine Mitspieler weiter, um sich auf den „wichtigen Monat“ Dezember vorzubereiten, wie es Jaka Lakovic sagte. Es gehe für Ratiopharm Ulm nun darum, herauszufinden „wo wir stehen“. In der Tabelle der Bundesliga ist das der erste Platz, im Eurocup geht es aber noch darum, das Top 16 zu erreichen. Als „wegweisend“ bezeichnet Obst die Wochen, die vor ihm und seinen Mitspielern liegen. In ihren Reihen steht seit Kurzem auch Demitrius Conger, den die Ulmer als Reaktion auf ihre Verletzten vor etwas über einer Woche verpflichtet haben. Am Sonntag gegen Vechta wäre er jedenfalls einsatzbereit, auch wenn er sich in den zurückliegenden Tagen laut Jaka Lakovic noch etwas schwer tat, sich auf seine neue Mannschaft einzustellen. „Aber er fühlt sich von Tag zu Tag wohler“, sagt sein neuer Trainer. Er erhofft sich von Conger eine Bereicherung für das Team.

Einer der Verletzten, die die Verpflichtung des US-Amerikaners kompensieren soll, ist Christoph Philipps, der schon seit einigen Wochen nicht mehr spielen konnte. Er befindet sich laut Lakovic jedoch auf dem Weg der Besserung und könnte unter Umständen sogar schon am Sonntag wieder für ein paar Minuten aufs Parkett kommen.

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