Newsticker
Gesundheitsminister wollen Besuchseinschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen lockern

23.06.2017

Regionalliga mit Chinesen?

Auch Ulmer stimmendem Vorschlag zu

Eine höchst interessante Nachricht für die Spatzen: Höchstwahrscheinlich wird die Regionalliga Südwest, der auch der SSV Ulm 1846 Fußball angehört, in der kommenden Saison nicht mit 19, sondern mit 20 Mannschaften antreten. Das chinesische U-20-Nationalteam will in der Spielzeit 2017/2018 außer Konkurrenz in der Regionalliga Südwest mitspielen, um sich schon auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorzubereiten. Dies basiert vor allem auf einer im vergangenen November unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen Deutschland und China. Die 19 Südwest-Klubs haben diese Idee positiv aufgenommen, so auch der SSV 1846 Fußball. Sportvorstand Anton Gugelfuß sagt: „Die Chinesen würden dann immer gegen die Mannschaft spielen, die gerade spielfrei ist. Wir haben sofort ja gesagt. Das ist doch ein spannender sportlicher Gegner. Jeder Verein bekommt für die beiden Spiele gegen die Chinesen insgesamt 15 000 Euro. Welcher Regionalligist will die nicht mitnehmen? Und die Mannschaften bleiben im Spielrhythmus.“ Die endgültige Entscheidung bezüglich dieser Kooperation soll nun in den nächsten Tagen fallen.

Aber es gibt auch eine schlechte Nachricht: Die Fußballer von Fenerbahce Istanbul kommen am Schwörsamstag nicht nach Ulm, um im Donaustadion gegen Bundesligist FC Augsburg zu spielen. Der Plan der Ulmer und Augsburger für eine Doppelveranstaltung am 22. Juli – zudem sollten die Spatzen gegen den FCA antreten, was aber bleibt – ist nicht aufgegangen. „Bis Mittwoch zwölf Uhr hätten wir die aus Sicherheitsgründen erforderliche Sondergenehmigung fürs Spiel mit Fenerbahce vom Deutschen Fußball-Bund benötigt“, sagte gestern Spatzen-Sportvorstand Anton Gugelfuß. „Die haben wir nicht bekommen und als sie bis 17 Uhr noch nicht vorlag, haben die Verantwortlichen von Fenerbahce abgesagt. Die Istanbuler bleiben in der Schweiz und haben dort genügend europäische Spitzenteams, gegen die sie Vorbereitungsspiele bestreiten können.“

Nach der Absage war Gugelfuß erstmal sehr aufgeregt und machte seinem Unmut Luft: „Wir haben unglaublich viel Zeit und Energie in dieses Projekt gesteckt. Das kann sich kaum jemand vorstellen, wie viele Gespräche nötig sind, bis das – scheinbar – alles in trockenen Tüchern ist.“ Gugelfuß verspricht aber: „Wir werden alles versuchen, unseren Fans am Schwörwochenende trotzdem ein attraktives Fußballprogramm zeigen zu können, hoffentlich wirklich noch mit einem namhaften dritten Team.“ (kü)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren