Fußball

07.02.2018

Rückkehr als Chef

Die Vereinskleidung des FV Illertissen hat Herbert Sailer schon als Assistent von Holger Bachthaler mehr als vier Jahre lang getragen. Jetzt kehrt er als Cheftrainer zurück.
Bild: Alexander Kaya

Der neue Trainer Herbert Sailer kennt den FV Illertissen in- und auswendig. Was er zum Verlust seines besten Stürmers sagt und auf welches Spiel er sich freut

Sie treten beim FV Illertissen die Nachfolge von Ilija Aracic an und das ist ein Trainer, der sich im Verein außerordentlicher Wertschätzung erfreut hat. Macht das Ihre Aufgabe schwerer oder leichter, Herr Sailer?

Im Prinzip erleichtert mir das den Einstieg. Wenn ein Trainer in einer laufenden Saison irgendwo neu anfängt, dann hat er es doch oftmals mit einer Mannschaft zu tun, die irgendwie in der Krise steckt und bei der es nicht läuft. Ich übernehme in Illertissen ein funktionierendes Team und davon profitiere ich sicher.

Sie haben beim FV Illertissen mehr als vier Jahre lang als Assistent von Holger Bachthaler gearbeitet. Sie bringen also jede Menge Stallgeruch mit und sie kennen den Verein bestens. Ist auch das ein Vorteil?

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Es macht den Einstieg auf jeden Fall leichter. Auf einen neuen Trainer wartet ja ohnehin jede Menge Arbeit auf dem Platz. Da ist es überaus hilfreich, wenn er sich außerhalb des Platzes auskennt.

Im Verein war man wie gesagt mit der Arbeit von Ilija Aracic überaus zufrieden. Werden Sie nun versuchen, alles ganz genau so zu machen wie Ihr Vorgänger oder wird es Veränderungen geben?

Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, allzu viele Spiele des FV Illertissen in dieser Saison zu analysieren und deswegen kann ich auf diese Frage noch keine endgültige Antwort geben. Aber natürlich hat jeder Trainer seine eigenen Vorstellungen und versucht die umzusetzen.

Ihr Vertrag läuft zunächst bis zum Sommer 2019. Was wollen Sie mit dem FV Illertissen in dieser und in der kommenden Saison erreichen?

Wir wollen ganz einfach gut spielen, wobei ich das nicht daran festmache, ob wir nun unter den Top-Fünf oder unter den Top-Zehn der Tabelle stehen. Der FV Illertissen steht für erfolgreichen und attraktiven Fußball und das soll auch so bleiben.

Zurück zur Laufzeit Ihres Vertrags. Der FV Illertissen ist Ihre erste Station als Cheftrainer, seit Sie die A-Lizenz haben. Werten Sie es auch als Vertrauensbeweis des Vereins, dass man mit Ihnen zumindest mittelfristig plant?

Ich hatte keinen Grund, daran zu zweifeln. Ich hatte schon beim ersten Gespräch nicht das Gefühl, dass man mich beim FV Illertissen als eine Art Notnagel sieht, den man mal bis zum Ende der laufenden Saison verpflichtet, damit man sich anschließend nach einer Alternative umschauen kann.

Die letzte Woche im Januar war für den FV Illertissen eine überaus unerfreuliche. Zunächst die Nachricht, dass Aracic als Assistent von Tayfun Korkut in die Bundesliga zum VfB Stuttgart geht, dann auch noch der Wechsel von Alexander Nollenberger zu Bayern München. Wie sehr schmerzt der Verlust des jungen Torjägers?

Wenn der gefährlichste Stürmer geht, dann ist das für jeden Verein eine schwierige Situation. Aber der Wechsel von Nollenberger ist auch eine Chance für andere Spieler, die jetzt in die Bresche springen müssen. Und was spricht denn dagegen, dass es uns gelingt, noch einen Spieler wie Alexander Nollenberger auszubilden?

Der ganz große Saisonhöhepunkt steht fast unmittelbar bevor. Am 3. März gastiert der TSV 1860 München zum Punktspiel der bayerischen Regionalliga im Vöhlinstadion. Wie sehr freuen Sie sich schon auf das Spiel gegen die Löwen?

Ich habe mit dem FV Illertissen ja schon große Spiele erlebt wie etwa die im DFB-Pokal gegen Frankfurt und Bremen. Damals war ich allerdings noch Co-Trainer, gegen 1860 München bin ich Cheftrainer. Ich freue mich prinzipiell auf jedes Spiel mit meiner Mannschaft, auch auf das Testspiel am Samstag gegen Weilheim. Aber ich würde lügen, würde ich behaupten, dass ich noch nicht an das Fußballfest gegen die Löwen vor einer tollen Kulisse denke. Interview: Pit Meier

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