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Regionalliga Südwest

23.03.2019

SSV Ulm 1846 Fußball holt drei Punkte gegen Mainz 05 II

Ulms David Braig (hier gegen den FC Homburg) war gegen Mainz II nach seiner Verletzungspause wieder dabei.
Bild: Horst Hörger (Archiv)

Mal wieder gewinnt der SSV Ulm 1846 Fußball im eigenen Stadion. Doch besonders gegen Ende schwimmt er gegen den FSV Mainz 05 II.

Zuhause bleibt der SSV Ulm 1846 Fußball stark, zumindest was das Ergebnis angeht. Gegen den FSV Mainz 05 II gewann das Team von Trainer Holger Bachthaler am Samstagnachmittag mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Lennart Stoll, doch souverän war die Leistung des Heimteams im Ulmer Donaustadion nicht. Am Ende wurde es sogar noch spannend.

Drei Änderungen gab es im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Astoria Walldorf am vergangenen Samstag. Der zuvor verletzte Stürmer David Braig kam zurück und bildete mit Ardian Morina wieder eine Doppelspitze, nachdem die Spatzen in den beiden vergangenen Partien mit nur einem Angreifer aufgetreten waren. Außerdem stand Christian Ortag wieder im Tor und Lennart Stoll beackerte die rechte Defensivseite, auf der zuletzt Tino Bradara spielte.

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Die Anfangsphase gehörte den Ulmer Spatzen, die munter in den gegnerischen Strafraum drängten. Die erste Chance hatte Ardian Morina durch einen strammen Schuss aus 18 Metern, der knapp übers Mainzer Tor segelte. Wie zuletzt auch, gelang es dem SSV allerdings nicht, aus den Vorteilen Kapital zu schlagen. Vieles wirkte zu zaghaft. Jeder Ball wurde erst sorgsam zurecht gelegt, anstatt auch mal riskantere Direktpässe zu spielen. In Sachen Schnörkellosigkeit machten es die Gäste besser. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte durfte Jannik Mause alleine auf Ortag zulaufen, denn die Vorderleute des Torhüters schliefen. Glück für die Ulmer, dass der herauseilende Ortag den Mainzer Spieler verunsicherte und der das Tor verfehlte (17.). Die Szene ähnelte in Teilen dem 2:1-Siegtreffer der Walldorfer. Auch sie trafen nach einem langen Ball, der die Spatzen überrumpelte.

SSV Ulm 1846 Fußball gewinnt gegen Mainz 05 II

Trotzdem: Gefährlicher blieben die Gastgeber, die besonders in einer Situation zeigten, was sie können. In der 26. Minute spielte Braig einen langen Diagonalball nach rechts auf Nico Gutjahr, der das Zentrum anpeilte. Dabei startete Lennart Stoll hinter Schmidts Rücken auf der rechten Seite durch, bekam den Ball, brachte seinen Pass aber nicht auf den Stürmer im Strafraum. Mut für mehr machte die Aktion aber. Es folgten zwei gute Schusschancen für Albano Gashi und eine 100-prozentigen Chance durch David Braig kurz vor dem Tor, die er aber vergeigte (34.). Für den Führungstreffer der Spatzen musste ein Einwurf hinhalten. Gutjahr brachte diesen weit auf den Kopf von Lennart Stoll und der nutzte seinen Größenvorteil zu seinem ersten Tor für den SSV aus.

Über diverse Mängel im Ulmer Spiel täuschte das aber nicht hinweg. Ulm blieb anfällig für schnelle Angriffe wie durch Mause in der 27. Minute nach einem riskanten Rückpass von Florian Krebs auf Christian Ortag und dessen anschließendem Fehlpass. Vieles wirkte zudem zu umständlich. Oftmals hielten die Spatzen den Ball zu lange und provozierten somit Fouls, anstatt den Ball schnell nach vorne zu treiben.

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Halbzeit zwei begann etwas anders als der erste Durchgang. Mainz schien in den ersten 45. Minuten bemerkt zu haben, dass die Ulmer nicht ganz sattelfest dastehen. Erhöhter Druck der Gäste war die Folge. Das lief grob zehn Minuten so, ohne größere Gefahr für die Spatzen, dann kamen diese wieder besser ins Spiel. Die Probleme des bisherigen Spielverlaufs blieben allerdings. Angriffe spielte der SSV nicht konsequent genug aus und die Pässe gerieten zu schlampig. Noch hielt das Ergebnis allerdings und es deutete nichts darauf hin, dass sich daran etwas ändern könnte. Zu ereignisarm war die Partie.

Holger Bachthaler muss gegen Mainz II am Ende die Defensive stärken

In der 67. Minute brachte Trainer Holger Bachthaler seinen Sturm-Routinier Thomas Rathgeber ins Spiel, was deshalb bemerkenswert war, da der 33-Jährige zuletzt Ende Oktober auf dem Platz stand und seitdem höchstens auf der Bank sitzen durfte. Chancen gab es durch Nico Gutjahr in der 70. Minute und Braig, der im Strafraum knapp am Ball vorbei rutschte (73.). Es war nochmals eine druckvolle Phase, doch dann drückte Mainz erneut. Der eingewechselte Leon Bell Bell brachte Schwung ins Spiel der Rheinland-Pfälzer und machte über die linke Seite Dampf - der die Spatzen unter Druck setzte. Bachthaler musste die Defensive stabilisieren und tat dies, indem er Braig vom Platz nahm und dafür Michael Schindele einwechselte. Es lag nicht zwangsläufig an dieser Umstellung, sondern am Unvermögen der Gäste, dass es für sie nichts Zählbares mehr gab.

"Ich bin sehr froh, dass wir unsere Heimserie fortsetzen konnten", sagte Holger Bachthaler - besonders in der Woche nach dem enttäuschenden Walldorf-Spiel. "Es war ein verdienter Sieg", fasste er die Partie zusammen. Damit hatte er recht, auch wenn es weiter einige Baustellen gibt.

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag - Stoll, Reichert, Krebs, Schmidts - Gutjahr (79. Higl), Campagna, Gashi, Jann - Morina (67. Rathgeber), Braig (87. Schindele).

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