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Basketball-Bundesliga

13.10.2019

Schmerzhafte Bauchlandung von Ratiopharm Ulm

Der junge Ulmer Christoph Philipps gibt hier alles, um Marcos Knight zu stoppen – vergeblich. Der Amerikaner feierte einen Tag nach seiner Rückkehr zu den Ludwigsburger Riesen einen Einstand nach Maß.
Bild: imago-images/Pressefoto Baumann

Ratiopharm Ulm wird im Derby von Ludwigsburg heftig abgewatscht. Jetzt wächst der Zweifel daran, ob das Experiment im Spielaufbau funktionieren kann

Kilian Hayes galt vor der Saison als das vielleicht spannendste Experiment im deutschen Basketball. Nach drei Spielen für Ratiopharm Ulm in der Bundesliga, drei im Eurocup und einer Partie im Pokal wachsen die Zweifel daran, ob das funktionieren kann. Möglicherweise auch beim Ulmer Trainerstab. Am Sonntag in Ludwigsburg bekam der 18-jährige Franzose jedenfalls nur knapp zehn Minuten, in denen produzierte er fünf Ballverluste und fünf Fouls. Per Günther stand viel länger auf dem Feld. Der 31-jährige Kapitän machte seine Sache auch gut, aber die 75:106-Klatsche seiner Ulmer Mannschaft im schwäbischen Derby konnte Günther nicht verhindern.

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Ratiopharm Ulm spielt ohne Tyler Harvey

Schon der Start der erneut ohne Tyler Harvey spielenden Ulmer war eine Katastrophe: Zwei Ballverluste, eine 10:0-Führung der Ludwigsburger und eine erste Auszeit der Gäste schon nach etwas mehr als drei Minuten. Danach konnten die zumindest den Schaden vorübergehend in Grenzen halten, auch wenn die Ulmer vorne nicht wirklich ins Laufen kamen und hinten zu viel zuließen. Selbst erzielten sie zwar 22 Punkte im ersten Viertel, aber sie kassierten 30 und damit deutlich zu viele. Allein sechs Mal trafen die Ludwigsburger in den ersten zehn Minuten von draußen.

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Das mit den Dreiern klappte bei den Barockstädtern auch weiterhin sehr gut. Besonders bei Khadeen Carrington, der auch insgesamt der Dominator der ersten Halbzeit war: Sechs Dreier bei sieben Versuchen und insgesamt 23 Punkte gingen bis zur großen Pause auf das Konto des 24-jährigen Amerikaners. Zwölf Zähler steuerte übrigens Marcos Knight bei, dessen Rückkehr Ludwigsburg erst einen Tag vor dem Spiel verkündet hatte. Zwischenzeitlich führten die Riesen im zweiten Viertel mit 15 Punkten, aber beim Stand von 56:48 war das Ding bei Halbzeit noch nicht durch.

Ratiopharm Ulm produziert 22 Ballverluste

Aber Sorgen mussten sich die 3700 Zuschauer in der MHP-Arena in der Folge in keiner Phase um ihre Mannschaft machen. Die Ulmer machten es mit ihren insgesamt 22 Ballverlusten dem Gegner nämlich viel zu leicht. Ludwigsburg gewann das dritte Viertel hoch mit 26:15 und brachte den 82:63-Vorsprung problemlos über die Zeit. Die Ulmer Überlegenheit beim Rebound (37:31) spielte letztlich keine Rolle. Auch deswegen, weil ein anderer statistischer Wert noch klarer war: 17 Ballgewinne für die Riesen, null für Ulm.

Kilian Hayes war natürlich mitnichten der Alleinschuldige für diese insgesamt erschreckend schwache Ulmer Vorstellung. Der mit der Empfehlung von zwei Meisterschaften mit Bamberg verpflichtete Patrick Heckmann war in der kompletten Saison noch kein Faktor, der hoch gelobte Seth Hinrichs war das gegen Ludwigsburg erst im letzten Viertel, als die Partie längst entschieden war.

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