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Basketball-Bundesliga

11.02.2020

Sein Einstand war für Ratiopharm Ulm fast Nebensache

Archie Goodwin (am Ball gegen Tyler Cavanaugh) feierte einen soliden Einstand mit einer allerdings unfreiwillig komischen Sequenz. Aber das Debüt des Ulmer Neuzugangs war an diesem spannenden Abend fast Nebensache.
Bild: Horst Hörger

Ratiopharm Ulm beschert seinen Fans gegen Berlin einen epischen Abend. Letztlich fehlen Bruchteile von Sekunden zu einer Überraschung gegen den Vizemeister

Die Mannschaft von Ratiopharm Ulm hat ihre Fans für deren mehr als zweiwöchige Basketball-Enthaltsamkeit mit einem epischen Abend entschädigt. Der kleine Schönheitsfehler: Im Bundesligaspiel gegen Alba Berlin fehlten Bruchteile von Sekunden zu einer Überraschung, am Ende gewann der deutsche Vizemeister in der Arena mit 112:106 nach Verlängerung.

Dabei wäre Berlin an diesem Abend zu schlagen gewesen. Den Ausfall der vier deutschen Stammspieler Tim Schneider, Kenneth Ogbe, Johannes Thiemann und Makai Mason stecken nicht einmal die Albatrosse ohne weiteres weg. Trotzdem erwischten sie den besseren Start gegen die nach der langen Pause tatsächlich eingerosteten und vor allem in der Verteidigung zunächst nachlässigen Ulmer. Nach dem ersten Viertel führte Berlin mit 34:25 und auch im zweiten lange Zeit zweistellig. Doch mit einem 16:2-Lauf in den letzten Minuten vor der Halbzeit drehte Ulm das Spiel und ging selbst mit einem 54:53-Vorsprung in die große Pause. Danach blieb es zunächst eng, weil Alba im dritten Spielabschnitt keinen einzigen seiner neun Dreier traf. Im letzten Viertel der regulären Spielzeit schien das Spiel sogar endgültig zugunsten der Ulmer zu kippen. Zwei Minuten vor Schluss versenkte Kilian Hayes in Zeitnot einen wilden Wurf von draußen zum 91:85 und feierte sich selbst mit einer Pfeil-Geste im Stil des jamaikanischen Ausnahmesprinters Usain Bolt. Als noch 15 Sekunden auf der Uhr standen, netzte Tyler Harvey einen weiteren Dreier – seinen insgesamt sechsten – zur 96:93-Führung ein und der Überraschungssieg schien in trockenen Tüchern. Eigentlich ging es jetzt nur noch darum, zu foulen, sich foulen zu lassen und die Freiwürfe zu treffen.

Ratiopharm Ulm verzichtet auf ein Foul

Doch ausgerechnet beim letzten und genau neun Sekunden langen Berliner Angriff verzichteten die Ulmer aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen auf dieses taktische Mittel. Der Berliner Spielmacher Peyton Siva machte noch einen Schritt zurück hinter die Dreierlinie, zog ab und traf eiskalt wie eine Hundeschnauze mit der Schlusssirene zum 96:96-Ausgleich. Damit hatte Alba endgültig wieder Oberwasser. In der fünfminütigen Zusatzschicht war es erneut Siva, der mit einem weiteren Treffer aus der Distanz zum 104:99 für seine Mannschaft die Luft schon weitgehend raus ließ.

Sein Einstand war für Ratiopharm Ulm fast Nebensache

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Einen eher soliden Einstand mit allerdings einer spektakulären und unfreiwillig komischen Sequenz hatte auf Ulmer Seite Archie Goodwin: Drei Offensiv-Rebounds bei einer einzigen Offensivaktion in Halbzeit eins, drei Mal setzte der Amerikaner den Ball anschließend an den Ring.

Beste Ulmer Werfer waren Tyler Harvey mit 23 und Kilian Hayes mit 20 Punkten

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