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Handball

16.01.2020

„Stark genug, um ins Finale zu kommen“

Auch Deutschlands Star Uwe Gensheimer muss sich steigern.
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Auch Deutschlands Star Uwe Gensheimer muss sich steigern.
Bild: R. Michael/dpa

Experten aus der Region geben Prognosen ab, wie sich Deutschland in der EM-Hauptrunde schlägt

In den Gruppenspielen hat sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber immerhin die Hauptrunde erreicht. In der steht am heutigen Donnerstag (20.30 Uhr) in Wien das erste Spiel gegen Weißrussland auf dem Programm. Wir haben über das bisherige Abschneiden und die Perspektiven der deutschen Mannschaft mit den Trainern Gabor Czáko (VfL Günzburg), Sandro Jooß (TSV Blaustein) und André Möller (SC Vöhringen) gesprochen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich in der Gruppenphase teilweise recht schwergetan. Wie sehen Sie die Chancen der Deutschen in der Hauptrunde?

Ich sehe die deutsche Mannschaft als stark genug, um ins Finale zu kommen. Die leichte Gruppe hat der Mannschaft ermöglicht, sich besser einzuspielen und trotz fehlender Kontinuität weiterzukommen. Jetzt müssen sie die mentale Stärke zurückgewinnen und eine positive Welle erwischen. Jooß: Mit einer verbesserten Abwehr- und vor allem Torhüterleistung können wir gegen Weißrussland gewinnen. Für das Halbfinale sind vier gute bis sehr gute Spiele nötig. Möller: Wenn sich die Mannschaft endlich mal zusammenreißt und alles gibt, sind die Weißrussen zu schlagen und das Halbfinale zu erreichen.

„Stark genug, um ins Finale zu kommen“

Welches Team ist Ihr Favorit auf den EM-Titel?

Die bisherigen Spiele bestätigen, dass viele vermeintlich kleinere Handballnationen stark aufgeholt haben, und es ist kaum möglich, eine Prognose abzugeben. Der Favoritenkreis ist für mich aktuell zu groß. Jooß: Mein heißer Tipp ist Norwegen. Möller: Ich bin mir da ziemlich sicher, dass sich Spanien den Titel holt.

Ein Kritikpunkt schon im Vorfeld des Turniers war, dass sich die drei Länder Schweden, Norwegen und Österreich die Ausrichtung teilen und so lange Reisewege entstehen. Sind die verstreuten Spielorte sinnvoll?

Das Resultat dieser Organisation kann man erst nach der EM sehen. Die Nachhaltigkeit erst noch später. Die Spiele, die ich gesehen habe, waren gut besucht und die mediale Präsenz ist auch vorhanden. Man kann optimistisch sein, dass im Laufe des Turniers auch in diesem Bereich eine weitere Steigerung stattfindet. Jooß: Ich sehe da nur eine zusätzliche Belastung für die Spieler durch noch mehr Reisen. Möller: Für die Akteure ist es sicherlich nicht sinnvoll, den Zuschauern wird’s egal sein.

Kann sich ein gutes Abschneiden auch auf regionale Vereine auswirken?

Ja, die Nationalmannschaften sind und bleiben die wichtigsten Zugpferde und geben einen wichtigen Ansporn für den Nachwuchs, den die Vereine dringend brauchen. Jooß: Absolut. Es muss aber an der Basis auch genutzt werden, etwa über Schulkooperationen, Schnuppertage, Werbung fürs Jugendtraining und so weiter. Möller: Im Jugendbereich kann sich das sicher auswirken, hoffentlich auch bei den handballbegeisterten Zuschauern. Interview: Roland Furthmair

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