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SSV Ulm 1846 Fußball

12.08.2019

Steffen Kienle feiert im DFB-Pokal gegen Heidenheim sein Comeback

Ulms Steffen Kienle (rechts) traf vor einem Jahr im DFB-Pokal gegen Frankfurt. Gegen Heidenheim feierte er seine Rückkehr.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Steffen Kienle kam nach seinem Kreuzbandriss im Pokalspiel für zehn Minuten gegen den FC Heidenheim zum Einsatz. Trotz der Niederlage freute er sich.

Es war ein wirklich bemerkenswerter Anblick im Spielertunnel des Ulmer Donaustadions. Da lief ein 24-jähriger Fußballer in Richtung Kabine, der zuvor ein DFB-Pokalspiel verloren hatte und nur rund zehn Minuten auf dem Platz gestanden war. Das besondere: er grinste breit, klatschte mit jedem ab, der ihm über den Weg lief und war grundzufrieden. Nun war der 24-jährige Fußballer nicht irgendjemand, sondern Steffen Kienle vom SSV Ulm 1846 Fußball, der beim 0:2 seiner Spatzen gegen den Zweitligisten FC Heidenheim in der 81. Minute eingewechselt worden war und die letzten Minuten des Pokalspiels auf dem Platz erlebt hatte. Die Niederlage war zu diesem Zeitpunkt besiegelt gewesen und doch sagte er: „Ein top Gefühl, vor allem vor dieser Kulisse.“ Sein Einsatz auf dem Feld war das Ende seiner zehn Monate langen, unfreiwilligen Fußballpause.

Auch interessant: Ulmer Spatzen scheiden gegen FC Heidenheim im DFB-Pokal aus

Am 21. Oktober 2018 riss bei Kienle im Ligaspiel gegen den SC Freiburg II das Kreuzband. Nach einem scheinbar harmlosen Zweikampf in der 7. Spielminute blieb der Stürmer mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Zwei Tage später folgte die Diagnose und es war klar, dass Ulms bis dahin erfolgreichster Torschütze der noch jungen Saison der Regionalliga Südwest lange ausfallen wird. Seiner Verletzung folgte eine lange Serie torarmer Spatzen-Partien. Diese nur mit Kienles Ausfall zu begründen würde der Mannschaft nicht gerecht, doch Fakt ist, dass den Ulmern durch die Verletzung des Stürmers Spritzigkeit und Torgefahr abgingen.

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SSV Ulm: Steffen Kienle feiert gegen Heidenheim sein Comeback nach einer Verletzung

Kienle ist ein Arbeiter auf dem Platz – er läuft viel (und schnell) und weicht gerne auf die Flügel aus, um von dort den Ball in den Strafraum zu bringen. Mit fünf Saisontoren war Kienle noch sage und schreibe sechs Monate nach seiner Verletzung erfolgreichster Torjäger des SSV. Erst der Winterneuzugang Felix Higl konnte ihn im April ein- und schließlich überholen. Neun Liga-Treffer verbuchte Higl am Ende der Saison.

Kienles Einsatz im DFB-Pokal war der erste Schritt zurück auf den Fußballplatz, viele weitere werden wohl noch folgen müssen, bis er wieder ganz der alte ist. „Bei hundert Prozent bin ich auf jeden Fall noch nicht“, sagte er. „Es fehlt mir noch einiges an Kondition und auch muskulär muss ich noch zulegen. Aber: immerhin bin ich schmerzfrei im Knie und es geht regelmäßig bergauf.“ Wenn er wieder voll da ist und auch der noch verletzte Neuzugang Haris Hyseni wieder spielen kann, haben die Spatzen einige Optionen im Angriff. Burak Coban zeigte im Pokalspiel, dass er auch zum wichtigen Faktor werden kann in dieser Saison.

Ulms Trainer Holger Bachthaler hofft auf einen Steffen Kienle in Topform: „Wir brauchen ihn, weil er eine enorme Wucht vor dem Tor hat. Ich hoffe, dass ihm das Pokalspiel Aufwind gibt.“

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DFB Pokal Derby zwischen dem SSV Ulm und dem 1. FC Heidenheim
Bild: Alexander Kaya
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