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Tischtennis

19.11.2020

TTC Neu-Ulm zeigt gegen Düsseldorf und Timo Boll wenig Gegenwehr

Auch Emmanuel Lebesson vom TTC Neu-Ulm (hinten) konnte den Topstar Timo Boll und dessen Düsseldorfer Teamkollegen im Bundesligaduell nicht stoppen. Klar mit 0:3 verloren die Neu-Ulmer in der Pfaffenhofer Sporthalle.
Bild: Willi Baur

Plus Borussia Düsseldorf und ihr Topstar Timo Boll schlagen Neu-Ulm in Pfaffenhofen deutlich. Der Plan von TTC-Trainer Dimitrij Mazunov geht nicht auf.

Borussia Düsseldorf bleibt in der Tischtennis-Bundesliga in der laufenden Runde eine Klasse für sich. Auch der Tabellenzweite TTC Neu-Ulm konnte den Rekordmeister am Mittwochabend nicht stoppen und verlor das Spitzenduell sogar unerwartet deutlich mit 0:3. Allerdings gegen die in aktuell bester Besetzung angetretenen Rheinländer etwas unter Wert.

Gewonnen haben die TTC-Verantwortlichen aber vermutlich wertvolle Erkenntnisse. „Im Nachhinein ist man immer schlauer“, räumte jedenfalls Coach Dimitrij Mazunov ein. Er hatte auf ein erfolgreiches Eröffnungseinzel gesetzt und dafür den Chinesen Hao Shuai nominiert. Sein Kalkül: Verunsicherung bei den Gästen, mentaler Aufwind für das eigene Team. Aber der Plan ging nicht auf. Der 37-jährige Neuzugang konnte nicht ansatzweise an sein Debüt in Bergneustadt anknüpfen und wurde vom schwedischen Routinier Kristian Karlsson praktisch vom Tisch gefegt. Düsseldorfs Spitzenmann Timo Boll konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Man spürt schon die Klasse, die er mal hatte“, formulierte er seine Analyse zunächst diplomatisch, sprach dann indes aus, was keinem Beobachter entgehen konnte: „Hao hat körperliche Probleme und bewegte sich heute nicht gut.“ Für ein viertes Einzel wäre der Chinese denn auch gegen die Neu-Ulmer Nachwuchshoffnung Vladimir Sidorenko ausgewechselt worden. Dazu kam es freilich nicht mehr. Emmanuel Lebesson blieb der hierfür nötige Punktgewinn ebenso versagt wie Tiago Apolonia. „Dennoch war ich mit ihnen heute zufrieden“, resümierte Mazunov nach der knapp zweistündigen Partie.

Borussia Düsseldorf besiegt den TTC Neu-Ulm

In der Tat lieferte Lebesson seinem Kontrahenten Boll den erwartet harten Kampf, erspielte sich sogar eine 2:1-Satzführung und hielt den fünften Durchgang bis zu dessen Mitte offen. Bis dann eben Boll seine Klasse und Routine ausspielte. „Lebesson ist kein angenehmer Gegner“, kommentierte der 39-Jährige, der nach halbjähriger Wettkampfpause erst sein drittes Liga-Match bestritt. „Sicherheit und Qualität fehlen mir noch etwas“, befand der Borussen-Senior, „aber ich bin froh darüber, wieder schmerzfrei am Tisch zu stehen.“ Den Düsseldorfer Erfolg endgültig eingetütet hatte zuvor der junge Schwede Anton Källberg, ebenfalls nach einem phasenweise hochklassigen Spiel über die Maximaldistanz. Dabei haderte Tiago Apolonia mit zwei vergebenen Satzbällen im ersten und einer knapp gescheiterten Aufholjagd im zweiten Satz. „Ich habe eigentlich gut gespielt und alles probiert“, gab sich der Portugiese nicht unzufrieden und verwies auf Källbergs bislang makellose Bilanz. „Er arbeitet extrem hart und trainiert am meisten von uns“, kennt Timo Boll die Wurzeln des Erfolgs. „Dass er auf einem unwahrscheinlichen Niveau spielen kann, wissen wir.“ Nicht von ungefähr habe er bei der WM in Düsseldorf fast Ma Long geschlagen. Unabhängig davon: „Wir haben eigentlich mit mehr Gegenwehr gerechnet.“

Auch Borussen-Trainer Danny Heister war mit Respekt vor dem TTC angereist: „Die Neu-Ulmer haben eine starke Mannschaft und stehen nicht von ungefähr auf dem zweiten Platz“, sagte er. „Dass wir die Nummer eins geknackt haben“, sei ein entscheidender Faktor gewesen. „Das gab Vertrauen für den weiteren Spielverlauf.“

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