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Basketball

28.08.2020

Transferpolitik von Ratiopharm Ulm: "Verein der Veränderung“

Seit einigen Tagen trainieren die Ulmer Basketballer im neuen Orange Campus. Am Freitag stand ein öffentliches Medientraining auf dem Programm.
Bild: S. Kümmritz

Plus Die Ulmer Basketballer mussten wegen Corona einige Abgänge verkraften. Sportdirektor Thorsten Leibenath erklärt die Transferpolitik.

Die Basketballer von Ratiopharm Ulm stehen seit ein paar Tagen wieder im Training und fühlen sich dabei unheimlich wohl. Vor allem deshalb, weil sie jetzt in der wunderbaren Halle des Orange Campus üben und in diesem überhaupt schon hervorragende Bedingungen vorfinden, obwohl manches, wie zum Beispiel eine Sauna, erst am Entstehen ist. Wenn an diesem Samstag das erste Testspiel der Vorbereitungsphase auf die neue Bundesligarunde gegen das Team aus Ljubljana ansteht (ohne Zuschauer), wobei sechs Partien gegen hochkarätige Mannschaften folgen werden, wird eine Mannschaft auflaufen, in der es neben bekannten auch mehrere neue Gesichter gibt. Fünf Amerikaner wurden neu verpflichtet, dazu kommen als weitere Ausländer Thomas Klepeisz ( Österreich), der schon im Finalturnier der vergangenen Saison für Ulm spielte, und der 18-jährige Pole Igor Milicic, der aus dem eigenen Nachwuchs stammt.

Ein Ulmer Team, das mehr oder weniger zur Hälfte aus Neuzugängen besteht. Für den Sportdirektor von Ratiopharm Ulm, Thorsten Leibenath, ist dies nicht ganz neu und auch nicht so schlecht: „Wir sind eher ein Verein der Veränderung. Wir hätten mit ein paar Spielern, die uns verlassen haben, gerne weitergemacht, aber wir müssen der neuen Situation Rechnung tragen. Es ist noch etwas schwer zu sagen, wie unser Etat für die kommende Saison aussieht, aber wir gehen davon aus, dass er 30 bis 40 Prozent niedriger sein wird.“ Einiges wird davon abhängen, ob und wann wieder Zuschauer in der Ratiopharm-Arena zugelassen werden. Die Ulmer sind verhalten optimistisch, aber die Lage mit Corona kann sich zurzeit ständig ändern.

Ratiopharm Ulm: Einige Wechsel in der Mannschaft

„Uns tut es nicht weh, mit jungen, unerfahreneren Spielern in die Saison zu gehen“, sagt Thorsten Leibenath. „Das haben wir schon öfter praktiziert. Wir müssen jetzt einfach akzeptieren, dass die Situation so ist, wie sie jetzt ist.“ Und der Sportdirektor sieht die Situation ganz gut: „Wir können Spieler nicht auf Teufel komm raus halten, wenn wir sparen müssen. Die Spieler, die wir geholt haben, sind alle sehr talentiert. Wir haben sie angeboten bekommen, aber ein paar hatten wir vorher schon im Visier. Natürlich kann man jetzt nach ein paar Tagen noch nicht sagen, wer besonders gut einschlägt. Aber es ist immer spannend, neue junge Spieler im Team zu haben.“ Die Entwicklung dieser Spieler zu fördern und zu verfolgen ist Hauptsache von Trainer Jaka Lakovic, aber die Spieler müssen auch selbst mächtig an sich arbeiten. Da sieht dieser bisher keinerlei Probleme: „Die ersten Trainingstage waren sehr gut. Die Spieler trainieren sehr gut und sind topmotiviert. Ich bin mit dem Team sehr zufrieden und die Bedingungen hier sind so gut wie fast nirgendwo in Europa.“

Transferpolitik von Ratiopharm Ulm: "Verein der Veränderung“

Thorsten Leibenath ist sich sicher, „dass wir eine schlagkräftige, spannende und vielversprechende Mannschaft haben. Nur weil die Importspieler den Fans nicht so bekannt sind, heißt das nicht, dass sie nicht Basketball spielen können – hoffentlich bald wieder vor Publikum. Wir stehen mit dem Orange Campus und mit der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Das betrifft natürlich auch den Eurocup. Diese Herausforderungen können wir lösen. Sie kosten uns viel Zeit, aber wir werden uns auf die Gegebenheiten einstellen.“

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