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Handball

15.04.2019

Triumphe der Blausteiner Handballer vor vollen Rängen

Gut gefüllt ist die Lixhalle immer, gegen die TSG Söflingen war sie rappelvoll. Hier feiert der Blausteiner Torhüter Samuel Beha mit den begeisterten Fans der klaren 36:21-Derbysieg des späteren Meisters und möglichen Drittliga-Aufsteigers.
Bild: Roland Furthmair

Der TSV Blaustein will in die dritte Liga und vielleicht kommt dann noch ein Kracher. Spielleiter Sebastian Schmid hat bei den Verhandlungen gute Argumente

Meister in der vierten Liga und regionaler Handball-Platzhirsch. Wie fühlt sich das an für den Spielleiter des TSV Blaustein, Herr Schmid?

Sebastian Schmid: Das ist natürlich ein sehr gutes Gefühl, aber wir wissen das alles schon einzuschätzen. Die Erfolge sind ein Ergebnis harter Arbeit und Glück hatten wir auch.

Glück allein kann aber ja nicht die Ursache dafür sein, dass der Abstiegskandidat der Vorsaison jetzt Meister geworden ist.

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Schmid: Glück hatten wir insofern, dass wir diesmal von schlimmen Verletzungen verschont geblieben sind. Außerdem haben wir es geschafft, Konstanz aufs Parkett zu bringen. Über die gesamte Saison und in jedem einzelnen Spiel von der ersten bis zur letzten Minute.

Es gehört in dieser Saison zu den Merkwürdigkeiten des Handballs, dass der Meister der vierten Liga nicht direkt aufsteigt. Wie sehen Sie denn die Blausteiner Chancen?

Schmid: Eigentlich ganz gut, denn letztlich steigen zehn von zwölf Teilnehmern an der Relegation auf. Gegen den Bayernliga-Meister Bad Neustadt wird es zwar brutal schwer. Der hat noch keines seiner bisherigen 24 Spiele in dieser Saison verloren. Aber danach geht es für die Verlierer der Aufstiegsspiele weiter mit Dreierturnieren und in denen schaffen jeweils zwei Mannschaften den Aufstieg. Das trauen wir uns auf alle Fälle zu.

Die Handball-Bundesliga gilt als stärkste Liga der Welt, diese Qualität schlägt sicher durch auf die zweite und die dritte Liga. Ein Aufstieg wäre für Blaustein doch sicher eine enorme Herausforderung?

Schmid: So ist es. Da warten große organisatorische und logistische Aufgaben auf uns, die Auswärtsfahrten sind außerdem noch ein bisschen weiter.

Sind all diese Aufgaben im Umfeld und auf dem Parkett für Amateure zu bewältigen?

Schmid: Das müssen wir schaffen, aber wir betreiben ja jetzt schon einen hohen Aufwand. Die Mannschaft trainiert vier Mal pro Woche, mehr geht eigentlich kaum. Man kann höchstens noch ein bisschen zulegen in den Bereichen Kondition, Kraft und Regeneration.

Drittligataugliche Handballspieler gibt es in der Region ja nicht wie Sand am Meer. Woher nimmt der TSV Blaustein künftig sein Personal?

Schmid: Wir haben von den Günzburger A-Junioren neben Trainer Sandro Jooß die Spieler Devin Ugur und Louis Dück geholt, aus Bad Saulgau kommt David Tovmasyan. Eigentlich ist unsere Personalplanung damit abgeschlossen. Es kann aber sein, dass wir bei einem Aufstieg noch einen richtigen Kracher verpflichten. Nach dem müssten wir natürlich überregional suchen.

Was kann der TSV Blaustein so einem Spieler bieten?

Schmid: Da gibt es eine ganze Menge von Argumenten: Die Nähe zu Ulm, eine tolle Infrastruktur, die Uni, attraktive Arbeitsplätze. Außerdem einen sympathischen Verein mit einem treuen Publikum. Es gibt auch in der dritten Liga Mannschaften, die spielen vor 200 Zuschauern. Bei uns ist die Halle immer voll.

Genügt die Lixhalle auch in der dritten Liga noch den Ansprüchen?

Schmid: Es passen 800 Zuschauer rein, derzeit kommen im Schnitt etwa 600. Da haben wir auch bei einem Aufstieg keine Probleme.

Und was wäre das Ziel des TSV Blaustein in der dritten Liga?

Schmid: Den Klassenerhalt klar machen und das so schnell wie möglich. 

Lesen Sie dazu auch: So lief der letzte Spieltag.

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