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Kreisliga A Iller

21.04.2015

Türkspor zeigt Nerven im Titelkampf

Christoph Schregle und seine Tiefenbacher wittern vor dem Spitzenspiel am Sonntag Morgenluft.
Bild: Horst Hörger

Nach 1:5 in Staig trennt sich der Tabellenführer von Trainer Lichtblau. Konkurrent Tiefenbach kann mit einem Sieg im Gipfeltreffen am Sonntag vorbei ziehen

Von Pit Meier

Das Titelrennen in der Fußball-Kreisliga A Iller schien seit Wochen zugunsten von Türkspor Neu-Ulm gelaufen, ebenso sicher schien der SV Tiefenbach als Vizemeister und Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation gesetzt. Doch plötzlich flattern beim Tabellenführer die Nerven: Am vergangenen Sonntag wurde Türkspor von Staig II mit 5:1 abgewatscht. Ein eigentlich unerklärlicher Einbruch einer Mannschaft, die noch eine Woche zuvor den Tabellendritten Obenhausen mit 7:0 zerlegt und in drei Spielen binnen einer Woche 18 Tore erzielt hatte. Die Reaktion auf das Spiel in Staig folgte prompt und überraschend: Türkspor hat sich von Trainer Rene Lichtblau getrennt, der Nachfolger soll der Mannschaft in dieser Woche vorgestellt werden. Abteilungsleiter Ali Baysal widerspricht Spekulationen, wonach die Mannschaft in Staig gegen Lichtblau gespielt hätte: „Er ist mit den Spielern gut klar gekommen und die mit ihm.“ Es soll aber Differenzen zwischen dem Trainer und der Vorstandschaft des Vereins gegeben haben. Die Zielsetzung der Neu-Ulmer Türken in dieser Saison bleibt jedenfalls unverändert: „Wir wollen direkt aufsteigen und die Relegation vermeiden.“ Verständlich, denn in eben dieser Relegation ist Türkspor im Frühsommer des vergangenen Jahres an Westerstetten gescheitert.

Aber das mit der Meisterschaft ist jetzt kein Selbstläufer mehr für Türkspor Neu-Ulm. Der SV Tiefenbach ist dem Primus bis auf fünf Punkte auf die Pelle gerückt. Wenn der Tabellenzweite das schwere Auswärtsspiel am Mittwoch in Beuren gewinnt und sich auch am Sonntag im Gipfeltreffen am Muthenhölzle durchsetzt, dann liegt die Mannschaft von Christoph Schregle bereits vor Türkspor. Und ein Nachholspiel hat sie dann immer noch in der Hinterhand.

Der Trainer des SV Tiefenbach wurde gestern von der Nachricht vom Trainerwechsel beim Titelkonkurrenten überrascht. Schregle wittert jetzt Morgenluft, aber er nimmt den Druck von seiner Mannschaft: „Wir haben schon mehr erreicht, als wir uns ausgerechnet haben. Wenn wir als Tabellenzweiter in die Relegation kommen, dann ist das ein Riesenerfolg.“ Türkspor Neu-Ulm hat noch sechs Spiele zu absolvieren, der SV Tiefenbach acht. Die Saison dauert also noch lange und sie könnte spannend bleiben bis zum Schluss. Genau dafür will Schregle mit seiner Tiefenbacher Mannschaft mit einem Sieg heute in Beuren und am Sonntag in Neu-Ulm sorgen. Unabhängig davon, wer dann bei Türkspor auf der Bank sitzt.

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