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Basketball

26.10.2020

Ulm lässt die Muskeln spielen

Trainer Jaka Lakovic applaudiert und Dylan Osetkowski lässt die Muskeln spielen. Die Ulmer boten im Derby gegen die Ludwigsburger Riesen ihre mit Abstand beste Leistung in dieser noch jungen Basketball-Saison.
Bild: Horst Hörger

Starke Leistung gegen Ludwigsburg, Pflichtübung gegen Würzburg. Aber es stellt sich wegen weiterer Corona-Fälle die Frage, wo und wann ein Pokalsieger ermittelt werden soll

Allmählich kommt die Mannschaft in Fahrt. Am Samstag gewann Ratiopharm Ulm im Pokal zumindest in dieser Höhe überraschend mit 92:72 gegen Ludwigsburg und zeigte dabei die mit Abstand beste Leistung in dieser noch jungen Basketball-Saison. Am Sonntag legten die Ulmer einen schwer erkämpften 80:75-Pflichtsieg gegen Würzburg nach. Die Entscheidung darüber, ob das zum Einzug ins Top-Four gereicht hat, fiel am späten Sonntagabend in der Partie Ludwigsburg gegen Bamberg (bei Redaktionsschluss nicht beendet). Das Finalturnier wird irgendwo und irgendwann gespielt – wenn überhaupt.

Inzwischen hat es nämlich nicht nur bei Alba Berlin, sondern auch in Bayreuth und Bonn positive Corona-Tests gegeben, die Mannschaften wurden in Quarantäne geschickt. Sechs Vorrundenpartien müssen deswegen nachgeholt werden und das bei einem ohnehin schon sehr engen Spielplan. Den wird sicher ein Stück weit auch künftig die Pandemie bestimmen und durcheinanderbringen. Es ist deswegen zumindest nicht auszuschließen, dass am Ende gar kein Pokalsieger ermittelt werden kann und die Spiele der Vorrunde lediglich ein Teil der Saisonvorbereitung unter Wettkampfbedingungen sind.

Wenn dem so wäre, dann haben die Ulmer diese Chance immerhin gut genutzt. Auch wenn sich seit Jahren in der Ratiopharm-Arena keine Ludwigsburger Mannschaft so schwach wie die am Samstag präsentiert hat, so war die Ulmer Leistung doch aller Ehren wert. Die der gesamten Mannschaft, aber ganz besonders die von Dylan Osetkowski, der 18 Punkte erzielte und sich keinen einzigen Fehlwurf aus dem Feld erlaubte. Bemerkenswert waren auch die klare 35:21-Überlegenheit des Turnierausrichters beim Rebound, die 24 direkten Korbvorlagen und die starke Dreierquote von mehr als 40 Prozent. Die Ludwigsburger Riesen, immerhin Vizemeister der vergangenen Saison, hatten vor nur 600 Zuschauern letztlich nicht den Hauch einer Chance. Ihr Trainer John Patrick musste anerkennen: „ Ulm war aggressiver als wir und hat verdient gewonnen.“

Längst nicht so einseitig verlief, etwas überraschend, das Sonntagsspiel. Die Würzburger hatten schließlich nach den zwei Auftaktniederlagen gegen Ludwigsburg und Bamberg sowieso keine Chance mehr auf das Erreichen des Top-Four. Aber sie wehrten sich heftig und schenkten mitnichten ab. Ulm führte zwar im ersten Viertel schnell zweistellig, ging aber nur mit einem 22:15-Vorsprung in den zweiten Spielabschnitt, und in dem wurde es arg zäh. Was auch daran lag, dass Dylan Osetkowski wegen einer wohl nicht allzu schweren Verletzung an der Wade früh auf die Bank beordert worden war und bis zum Schluss dort blieb – und daran, dass die Ulmer zwischen dem ersten und dem zweiten Spiel an diesem Wochenende nicht einmal 20 Stunden Pause hatten. Immerhin nahmen sie einen 36:28-Vorsprung mit ins dritte Viertel, in dem dann allerdings so gut wie nichts mehr funktionierte. Würzburg lag zum Ende dieses Spielabschnitts tatsächlich mit 52:51 vorne und erst im letzten Viertel fanden die Schützlinge von Trainer Jaka Lakovic ganz allmählich wieder in die Spur. Den Deckel machten sie aber erst in der letzten Minute drauf: Beim Stand von 75:75 krallte sich zunächst Aric Holman selbst den Offensivrebound und stopfte den Ball mit ganz viel Willen in den Korb. Es folgte ein wilder und schwerer Dreier von Troy Caupain fünf Sekunden vor Schluss.

Osetkowski (18), Petrucelli (15), Caupain (13), Obst (13), Philipps (11), Günther (11), Holman (6), Heckmann (5), Wilkins, Landers, Diallo.

Petrucelli (19), Holman (17), Philipps (12), Caupain (10), Obst (9), Heckmann (4), Osetkowski (3), Günther (2), Landers (2), Wilkins (2), Diallo.

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