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Basketball

17.01.2021

Ulmer Sieg gegen Göttingen: „Es sah deutlicher aus als es war“

Ulms Dlyan Osetkowski in der Partie gegen Göttingen.
Foto: Eibner-Pressefoto/Roland Sippel

Ratiopharm Ulm besiegt die BG Göttingen, schwächelt zwischendrin aber kurzzeitig.

Fünf der vergangenen sechs Bundesligapartien hatten die Ulmer Basketballer vor der Begegnung am Sonntag gegen Göttingen verloren. Sein Team stehe also schon „ein Stück weit unter Druck“, sagte Sportdirektor Thorsten Leibenath in Magenta Sport. Diesem Druck hielt Ratiopharm Ulm stand – aber nicht über die ganze Partie. Mit 98:74 gewann das Team letztlich deutlich, wackelte zwischendrin aber etwas.

Die leere Halle in Göttingen war gewohntes Terrain für Ulms Dylan Osetkowski, der in Niedersachsen seine Profi-Karriere begonnen hatte und der von dort im vergangenen Sommer nach Ulm kam. „Es ist schön, wieder zurück zu sein“, verriet er vor dem Spiel. Gute Erinnerungen verbinde er mit seiner Zeit in Göttingen. Zunächst sah es so aus, als würde er irgendwann auch mal durchweg gute Erinnerungen an diesen sonntäglichen Auftritt im Ulmer Trikot bei seinem alten Team haben. Die Mannschaft von Trainer Jaka Lakovic legte gut los, die Würfe fielen wie bestellt und defensiv hatte sie ihren Gastgeber auch gut im Griff, der ob des Ulmer Drucks nur wenige eigene Akzente setzen konnte. Klar mit 29:14 ging das erste Viertel an die Ulmer, doch dann passierte etwas, das in den vergangenen Partien immer wieder passierte: Das Team schaffte es nicht, diesen Druck aufrecht zu erhalten. Viertel Nummer zwei ging mit 27:20 an Göttingen (Halbzeitstand 49:41 für Ulm) und im dritten Durchgang ging es auch eng zu.

Basketball-Bundesliga: Ratiopharm Ulm besiegt BG Göttingen

Die größten Probleme hatten die Ulmer in der Defensive, denn dort ließen sie die eigentlich abgemeldeten Göttinger zurück ins Spiel kommen. Insbesondere Aubrey Dawkins und Tai Odiase hielten in dieser Phase ihr Team am Leben. Das Problem aus Göttinger war nur: Sie taten das praktisch alleine. Ulm verteilte das Punkten hingegen auf mehrere Schultern und da es im Schlussviertel schließlich zurückfand zu alter Stärke, baute es seinen Vorsprung wieder aus und fuhr so den verdienten Auswärtserfolg ein. Rosig war allerdings nicht alles. Nach der Partie zeigte sich Jaka Lakovic unzufrieden mit der Menge an Ballverlusten seines Teams. 16 waren es insgesamt und damit zwar einer weniger als bei Göttingen, ein Großteil dieser Ulmer Ballverluste konzentrierte sich allerdings auf die erste Hälfte der Partie und das war dem Trainer „zu viel“. Er werde dieses Thema sicherlich nochmals der Mannschaft gegenüber ansprechen, erklärte Lakovic. Davon abgesehen war die Partie für ihn aber ein „Must-win“, also eine Begegnung, die sein Team gewinnen musste nach den zuletzt durchwachsenen Ergebnissen.

„Es sah deutlicher aus als es war“, sagte Thomas Klepeisz im Gespräch mit Magenta Sport. Der 29-Jährige war mit 18 Punkten und sieben Vorlagen Topscorer seines Teams. Dylan Osetkowski, der sonst so oft diese Rolle einnimmt, war immerhin bester Balldieb seines Teams. Seine Leistung wird ihm irgendwann weniger im Gedächtnis bleiben. (gioe)

Beste Ulmer Werfer: Klepeisz (18 Punkte), Obst (16), Osetkowski, Günther (je 14).

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