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Regionalliga Südwest

13.08.2017

Verunsichert und verzweifelt

Spatzen verlieren auch daheim gegen Offenbach. Die Ulmer Mannschaft hat noch keinen Punkt. Wie Sportvorstand Anton Gugelfuß auf den Saison-Fehlstart reagiert.

Von Stefan Kümmritz

Auch in seinem dritten Saisonspiel erlebte der SSV Ulm 1846 Fußball eine Pleite. Die Spatzen unterlagen im heimischen Donaustadion vor 1550 am Ende schwer enttäuschten Zuschauern den Offenbacher Kickers nicht unverdient mit 1:2. Damit steht das Team von Trainer Stephan Baierl nach drei Spieltagen in der Tabelle mit null Punkten weiter auf dem drittletzten Platz. Der eine oder andere Zuschauer forderte schon den Kopf des Trainers, aber Anton Gugelfuß, Sportvorstand der Spatzen, beteuerte: „Natürlich gibt es jetzt viel Gesprächsbedarf, aber wir vertrauen Stephan Baierl und verfallen nicht in Panik.“

Für Panik gibt es auch noch keinen Grund, denn die Saison ist noch jung und dass die Mannschaft mehr draufhat, hat sie zum Beispiel in der Vorbereitung bewiesen. Noch fehlen mehrere Stammspieler, was das Team offensichtlich zusätzlich verunsichert. Aber die Alarmglocken läuten schon in der Friedrichsau. Schließlich waren die Ulmer sehr zuversichtlich in die neue Runde gegangen. Die Niederlage gegen Offenbach schmerzte, kam vielleicht auch etwas unglücklich zustande, aber der OFC war das bessere Team. Und: Die Spatzen waren in den letzten 14 Minuten mit vier Stürmern auf dem Feld, die aber keinen einzigen brauchbaren Ball erhielten. So gab es keine Chance, den 1:2-Rückstand auszugleichen. Luca Graciotti hatte Ulm in Führung gebracht (18.). Ein Schuss des Offenbachers Benjamin Kirchhoff wurde von einem Ulmer Abwehrbein abgefälscht und landete hinter SSV-Keeper Holger Betz zum 1:1 im Tor (24.). Für den Siegtreffer der Gäste sorgte Dren Hodja, als er in der 51. Minute völlig frei zum Schuss kam.

Der kämpferische Einsatz bei den Ulmern stimmte, auch wenn am Ende etwas die Kräfte fehlten, um das Ding vielleicht noch herumzureißen. Aber spielerisch bieten die Spatzen zu wenig. Es fehlt der Denker und Lenker im Mittelfeld, es fehlen die Ideen und in der Abwehr passieren weiterhin zu viele Fehler.

SSV 46 Fußball: Betz – Kücük, Göhlert, Celiktas (61. Schindele), Nierichlo – Kienle (61. Rathgeber), Gondorf, Sauter, Graciotti (79. Michel) – Morina, Braig.

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