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Kreisliga-Topspiel

30.10.2017

Viele Tore und kuriose Szenen

Der Grafertshofer Spielertrainer Selim Cicek rückt Torwart Jürgen Zwatschek hier arg dicht auf die Pelle.
Bild: Kühner

Grafertshofen gegen Pfaffenhofen war nicht gut, aber unterhaltsam

Das Derby der Fußball-Kreisliga B Iller zwischen dem SV Grafertshofen und dem SV Pfaffenhofen endetet mit einem 4:2-Erfolg für die Gäste. Das Spiel bewegte sich vor allem während der ersten Hälfte auf sehr überschaubarem Niveau. Keine der beiden Mannschaften konnte sich Vorteile erarbeiten. Trotzdem führte Pfaffenhofen zur Pausen mit 2:0. Bezeichnenderweise entsprangen die beiden Treffer jeweils Standardsituationen. Beim 1:0 versenkte Antonio Sandrk einen Freistoß durch die Mauer in die Torwartecke (38.). Das 2:0 fiel durch einen von Stefan Gold verwandelten Foulelfmeter nach einem eher harmlosen Zusammenprall zwischen SVG-Keeper Florian Werdich und Mahamadou Drammen (39.). Bereits in der 18. Minute hatte der etwas merkwürdig leitende Schiedsrichter Peter Pistel aus Dietenheim die erste fragwürdige Entscheidung gefällt, als er dem Pfaffenhofener Torhüter Jürgen Zwatschek die Rote Karte zeigte für ein angeblich absichtliches Handspiel außerhalb des Strafraums.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Hausherren das Spiel ordentlich im Griff. Was aber in Überzahl passierte, erzürnte den Grafertshofener Spielertrainer Selim Cicek: „Wir haben plötzlich den Fuß vom Gas genommen und jeder hat gedacht, das schaffen wir auch mit 90 Prozent. Am Ende haben wir deswegen zurecht verloren.“ Kurz vor dem Seitenwechsel wurde Gold sogar noch ein weiteres Tor wegen einer Abseitsstellung aberkannt (42.). So gingen die Gäste mit einer 2:0-Führung in die Pause, ohne eine wirkliche Chance gehabt zu haben.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verstärkten die Hausherren merklich den Druck. Das machte die Partie zwar nicht besser, aber wesentlich unterhaltsamer. Doch anstelle des Anschlusstreffers für Grafertshofen fiel nach einem Konter das 3:0 für Pfaffenhofen, Torschütze war erneut Gold (68.). Cicek glückte dann mit einem direkt verwandelten Eckball das 1:3 (73.). Eine Minute danach konnten die Zuschauer die kurioseste Situation des Spiels bestaunen. Grafertshofens Kapitän Matthias Schneider traf aus der Distanz den Pfosten, von dort aus prallte das Leder dem eingewechselten Gästekeeper Fabian Bayr an den Kopf und von dort aus landete das Spielgerät an der Querlatte. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Simon Baffa war für das 4:1 verantwortlich (75.), und den 2:4-Endstand besorgte Alexander Konstantinidis mit einem Eigentor (79.).

Pfaffenhofens Trainer Grozdan Tokic analysierte pragmatisch: „Hauptsache gewonnen, mir fehlen jede Menge Stammspieler.“ (wgo)

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