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Volleyball
14.10.2021

Friedrichshafen gegen Berlin: Darum ist das Duell kein Spiel wie jedes andere

Mark Lebedew coacht nun mit Friedrichshafen den Konkurrenten seines Ex-Clubs Berlin.
Foto: Kram

Am Samstag trifft der VfB Friedrichshafen in Neu-Ulm auf die Berlin Recycling Volleys. Das Duell der Volleyball-Giganten bekommt heuer noch mehr Würze.

Am Samstagabend (20 Uhr) trifft der VfB Friedrichshafen in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena auf die Berlin Recycling Volleys. Das Duell zwischen Rekordmeister und amtierendem Titelträger ist traditionell brisant. In etwa vergleichbar mit dem Aufeinandertreffen von Borussia Dortmund und dem FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Heuer bekommt das ewige Duell der Giganten noch ein wenig mehr Würze: Mark Lebedew, der 2010 bis 2015 Cheftrainer bei den Berlinern war, steht nun an der Seitenlinie des Konkurrenten vom Bodensee.

„Ich habe schon vorher einmal mit Jastrzebski Wegiel gegen Berlin in der Champions League gespielt, wenn Du das fragen wolltest“, sagt VfB-Cheftrainer Mark Lebedew - noch bevor ihm die erste Frage zum großen Duell der Giganten gestellt wird. Er lacht dabei, denn er weiß, dass es nicht nur Friedrichshafen gegen Berlin ist, sondern auch Mark Lebedew gegen seinen Ex-Club, mit dem er drei Mal die Meisterschaft holte. „Bis jetzt spüre ich nicht, dass dieses Spiel für mich etwas Besonderes ist. Es gibt in Berlin keine Spieler mehr aus dieser Zeit und alle meine Freunde haben den Club inzwischen verlassen", meint er weiter.

Mark Lebedew ist der Vater des Erfolgs bei den Berlinern

Trotzdem hat Lebedew wohl den Grundstein dafür gelegt, was in Berlin im Moment passiert. Die Hauptstädter dominieren die Liga und sind die klaren Topfavoriten auf den Titel. Gegen Lüneburg und Gießen gab es jüngst zwei glatte Siege. Für Lebedew ist es trotzdem der „richtige Zeitpunkt, um sich mit Berlin zu messen“.

Wiedergutmachung nach der Niederlage in Frankfurt

Dafür muss seine Mannschaft aber anders auftreten als noch in Frankfurt am vergangenen Wochenende. Lebedew spricht ganz deutlich von einem „enttäuschenden Auftritt“ bei der 1:3-Niederlage. Zwar hatte der Bundesliga-Rekordmeister mit Krankheit und kleineren Verletzungen zu kämpfen. Für den Chef ist das aber keine Ausrede. Er sagt: „Wir müssen schneller zu unserem Spiel finden und aggressiver sein. Ich gehe davon aus, dass wir das Zuhause auch hinbekommen“

Schon seit Mittwoch trainiert der VfB Friedrichshafen in Neu-Ulm

Helfen kann dabei der Umstand, dass der VfB schon seit Mittwoch in Neu-Ulm in der Ratiopharm-Arena trainiert. „Wir haben hier perfekte Bedingungen und arbeiten an unserem Aufschlag und den Schnellangriffen“, erzählt Lebedew. Und weiter meint er: „Wir haben hier mehr Ruhe und können die Ratiopharm-Arena noch mehr zu unserer Heimat machen.“ Bei diesen Worten denkt er kurz nach und gibt wieder eine Antworte ohne dazugehörige Frage: „Wenn ich Samstag am Feld stehe, wird es vielleicht doch ein wenig besonders.“ (AZ)

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