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Handball

06.09.2018

Vorfreude auf Derbys und blaue Flecke

Die Burlafinger Frauen freuen sich auf die neue Saison, die mit zwei Derbys gegen den SC Lehr beginnt.
Bild: Stefan Kümmritz

Der Kader der Burlafinger Frauen ist größer geworden. Trainer Ralph Pfeiffer formuliert trotzdem ein bescheidenes Ziel

Die neue Saison beginnt für die Handballerinnen der SG Burlafingen/Ulm mit einem doppelten Paukenschlag: Die Mannschaft tritt am Samstag (20 Uhr) in der ersten Runde des württembergischen Pokals daheim zum Derby gegen den SC Lehr an, eine Woche später (Sonntag, 16. September, 15.30 Uhr) beim Saisonauftakt in der Württemberg-Liga lautet die Paarung genauso – bloß ist dann der SC Lehr Gastgeber. Ein doppeltes Treffen der Lokalrivalen also – Das ist auch eine emotionale Angelegenheit. Vor allem für die Burlafinger Spielerin Dominique Dirr, die in der vorletzten Saison noch für die Mannschaft aus dem Ulmer Norden am Ball war.

Die Burlafinger Mannschaft um Spielführerin Carolin Luxenhofer befindet sich im Umbruch. Mit Martina Folli (verletzungsbedingt), Katrin Hafenrichter (nach Vöhringen), Stella Coniglio (nach Langenau) und Marina Hegele (Karriereende) sind vier Spielerinnen nicht mehr dabei. Zudem wird Lorena Kilian wegen eines Kreuzbandrisses lange ausfallen. Dafür sind Susi Dehm nach einer Babypause und Karina Kilian nach einer langwierigen Verletzung wieder mit dabei. Dazu kann Trainer Ralph Pfeiffer in seinem dritten Jahr auf zwei starke Neuzugänge bauen: Iris Plankenschip von der HG Zirndorf und Franziska Kaupp, die zuletzt in Gerhausen sowie mit einer Doppellizenz für die A-Jugend in Metzingen spielte. Zudem rückten sechs Nachwuchsspielerinnen in den Kader der ersten Mannschaft auf, der also größer geworden ist. Masse heißt aber noch nicht gleich Klasse. So bleibt Pfeiffer in seiner Zielsetzung vorsichtig: „Der Klassenerhalt ist unser vorrangiges Ziel. Wenn wir mehr erreichen, nehmen wir das gerne mit.“

Die SG Burlafingen/Ulm ist als Württemberg-Ligist zusammen mit dem SC Lehr das höchstklassige Frauenteam in der Region. Die Heimspiele werden im Schnitt von 150 Fans besucht, die nach den Spielen oft noch lange im Foyer zusammensitzen. Dominique Dirr schwärmt von der Kameradschaft: „Danach geht es noch in die Stadt und in der Regel sind alle Spielerinnen dabei.“

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In der vergangenen Saison belegte die SG Burlafingen/Ulm in der Endabrechnung Platz sieben. Diesmal gilt die TG Biberach als Meisterschaftsfavorit, die Burlafingerinnen wollen sich zumindest im Mittelfeld einreihen. Dabei bauen sie auf einen Heimvorteil: Im Schulzentrum Burlafingen/Pfuhl ist Harz verboten und darauf müssen sich die Gegner erst einstellen.

Nach dem Aderlass nach oben vor dieser Saison gibt es künftig keine weibliche A-Jugend mehr im Verein. Ein bis zwei Jahre wird es dauern, bis die Frauen wieder auf Zuwachs aus dem eigenen Nachwuchs hoffen können. Einem so jungen Team wie der SG Burlafingen/Ulm ist deswegen aber überhaupt nicht bange. So wenig wie vor der Härte im Handballsport. „Klar gibt es immer wieder blaue Flecke“, bestätigt Dominique Dirr: „Aber wir freuen uns darauf.“

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