Alko-Cup

26.02.2018

Wie in den alten Zeiten

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Dieter Dimon (links) im Duell mit VfB-Spieler Felix Luz.

Die Promis schwelgen in Erinnerungen und spielen sehenswerten Fußball. Warum es im nächsten Jahr wohl trotzdem keine Neuauflage des Turniers geben wird

Alter schützt vor Toren nicht – bei der dritten Auflage des Alko-Cups in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena durften die Altstars ran und die ließen es schon in den sechs Vorrundenspielen mit 44 Treffern ordentlich krachen. Die Traditionsteams des VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt, 1860 München, SC Freiburg, Karlsruher SC und des SSV Ulm 1846 Fußball boten sehenswerten Budenzauber. Schlussendlich setzten sich die Stuttgarter gegen überraschend starke Münchner Löwen in einem sehr guten Endspiel mit 3:1 durch.

Große Namen waren nicht nur angekündigt, sie kamen auch nach Neu-Ulm. Vor allem der VfB Stuttgart schickte mit Timo Wenzel, Cacau, Sivio Meißner Kevin Kuranyi, Roberto Pinto, Thomas Hitzelsperger und Weltmeister Guido Buchwald reichlich Prominenz zum Turnier. Ex-Nationalspieler Kuranyi war sich nicht einmal als Wasserträger zu schade und schleppte die Kiste an den Spielfeldrand. Ein Plausch in der Halbzeitpause hier, ein Schulterklopfer dort oder auch ein Selfie fürs soziale Netzwerk. Man kennt sich eben aus gemeinsamen Bundesligatagen. Sogar ein Maradona-Double hatte sich in die Ratiopharm-Arena verirrt. Abdulakir Geylani Atici heißt der Mann aus Geislingen, der dem argentinischen Idol zum Verwechseln ähnlich sieht.

Ob es im kommenden Jahr zu einem Wiedersehen, sprich zu einer weiteren Auflage des Alko-Cups kommen wird, ist dagegen überaus fraglich. Die Tatsache, dass sich lediglich etwa 1100 Besucher in der Arena verloren, dürfte das Aus für die Veranstaltung bedeuten.

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Die Ulmer Mannschaft, unter anderem mit Oli Unsöld, Hans-Peter „Eise“ Steck und Dieter Simon an den Start gegangen, verkaufte sich ordentlich und verpasste doch das Halbfinale. Im ersten Spiel verloren die Spatzen-Routiniers zu hoch mit 2:4 gegen den VfB Stuttgart. Bobo Mayer schoss Ulm mit 1:0 in Führung, Cacau glich postwendend aus. Kuranyi – er war mit insgesamt fünf Toren der treffsicherste Schütze des Turniers – Tobias Rathgeb und wiederum Cacau trafen für die Stuttgarter. Chris Papadopoulos gelang kurz vor Ende noch der zweite Ulmer Treffer. Gegen die Löwen waren die Spielanteile beim 3:6 schließlich doch deutlicher verteilt.

Eintracht Frankfurt – Karlsruher SC 4:6, VfB Stuttgart – SSV Ulm 1846 4:2, SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 1:3, 1860 München - VfB Stuttgart – 3:1, Karlsruher SC - SC Freiburg – 5:6, SSV Ulm 1846 – 1860 München 3:6.

Karlsruher SC – VfB Stuttgart 3:6, Eintracht Frankfurt – 1860 München 0:6.

Karlsruher SC – Eintracht Frankfurt 3:1.

VfB Stuttgart – 1860 München 3:1.

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