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Laufen

23.04.2020

Wie steht es um den Ulmer Einstein-Marathon 2020?

Bei Laufveranstaltungen wie dem Ulmer Einstein-Marathon wird es eng auf der Strecke – zu eng nach aktuellen Abstandsregelungen. Deshalb ist auch noch unklar, ob der Marathon in diesem Jahr stattfinden wird oder nicht.

Plus Großveranstaltungen wie der Ulmer Firmenlauf oder der Spartacour wurden schon abgesagt, als Nächstes könnte es den Einstein-Marathon treffen. Doch die Veranstalter hoffen noch.

Die derzeitige Lage des Laufsports ist dank Corona einigermaßen kurios. Um ihren isolationsbedingten Bewegungsdrang zu stillen, schnüren derzeit viele Menschen ihre Laufschuhe. „Vielleicht entsteht da ja auch eine Freundschaft zum Laufen beim ein oder anderen“, sagte SSV-Langläuferin Alina Reh kürzlich im Interview mit unserer Redaktion. Ein Blick auf Feldwege untermauert die These. Nur: Sich mit anderen messen und die neue Fitness auf die Probe zu stellen, das funktioniert auf absehbare Zeit nicht. Und das betrifft auch große Läufe in der Region Neu-Ulm wie etwa den Einstein-Marathon. Sie stehen reihenweise auf der Kippe.

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Laufveranstaltungen gelten durch die Enge und die Zahl der Teilnehmer in der Regel als Großveranstaltungen und sind damit mindestens bis 31. August verboten. Das stellt die Veranstalter vor Herausforderungen – und hinter Läufen wie dem Ulmer Einstein-Marathon ein dickes Fragezeichen. Der Lauf soll am 27. September stattfinden. In einer Pressemitteilung des SUN-Sportmanagements, das hinter der Organisation der größten Ulmer Läufe steckt, äußert sich das Unternehmen zurückhaltend, was den diesjährigen Einstein-Marathon angeht. Ziemlich sicher sei es, "dass der Einstein-Marathon in der bisherigen Form (...) in diesem Jahr nicht stattfinden wird".

Wie steht es um den Ulmer Einstein-Marathon 2020?

Findet der Ulmer Einstein-Marathon 2020 statt?

Mehr als 10.000 Teilnehmer, 30.000 Zuschauer, die Marathonmesse mit 10.000 Besuchern, 1000 Helfern und 40 Firmenzelten seien zu viel. Die Veranstalter sind deshalb gerade dabei, sich Alternative zu überlegen, wie der Marathon vielleicht doch stattfinden könnte. Markus Ebner sagt: „Zum Beispiel könnte man die Disziplinen reduzieren, etwa durch Verzicht auf den klassischen Marathon. Man könnte die Startfelder limitieren auf dann mögliche Teilnehmerzahlen. Man könnte auf viele Begegnungen verzichten wie die Laufmesse und zum Beispiel Startnummern per Post versenden.“ So soll der Zielbereich auf dem Ulmer Münsterplatz entschlackt werden. Denkbar ist es für Ebner und seine Organisatoren auch, das Ziel ins Donaustadion zu verlegen, dort ist es etwas luftiger und weitläufiger.

Der Marathon hat für die Stadt Ulm eine große Bedeutung. Laut Angaben der Veranstalter ist er die größte Laufveranstaltung in Württemberg, gemessen an den Teilnehmerzahlen ist er auch größer als der München-Marathon. Es hängt also Prestige am Einstein-Marathon und gemessen an den Besucherzahlen auch wirtschaftliche Dinge. So bleibt die Anmeldung zum Lauf auch weiterhin geöffnet. Weil eine offizielle Definition der baden-württembergischen Landesregierung zur Größe von Großveranstaltungen noch fehlt, gibt es auch noch keine endgültige Entscheidung der Organisatoren. Sie hatten für dieses Jahr den Plan, ihre Laufveranstaltungen klimaneutral zu gestalten und Teilnehmer etwa kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu lassen oder mithilfe von Teilnahmegebühren Bäume zur CO2-Kompensation zu pflanzen. Diese Pläne sind jetzt erst einmal nichtig. Denn neben dem größten Ulmer Lauf im September sind bereits andere Events, die ebenfalls vom SUN-Sportmanagement organisiert werden, abgesagt oder verschoben.

Diese Ulmer Laufveranstaltung sind verlegt oder abgesagt

  • Jugendläufe: Zum Einstein-Marathon gehören auch die Jugendläufe. Sie hätten am 19. September stattfinden sollen, werden aber ausfallen – zumindest in der gewohnten Form mit Schulen und Kindergärten.
  • Spindelsprint: Der Lauf im Ulmer Blautalcenter hätte bereits am kommenden Samstag stattfinden sollen, wurde unter Vorbehalt auf Samstag, 4. Juli, verschoben. Sollte die Veranstaltung stattfinden, dann wohl mit einer begrenzten Teilnehmerzahl.
  • Frauenlauf: Wie beim Spindelsprint gilt: Der bereits ausgebuchte Lauf ist aktuell verschoben und noch nicht abgesagt. Statt dem 10. Juli wird nun von den Veranstaltern „Anfang September“ als Termin angepeilt.
  • Firmenlauf: Ihn wird es in diesem Jahr nicht geben. Der Firmenlauf, der für den 27. Mai geplant war, wurde abgesagt. Anmeldungen lassen sich stornieren oder auf nächstes Jahr übertragen.
  • Spartacour: Der Hindernislauf, der für den 21. Juni geplant war, wird auf 2021 verschoben. Als Termin angedacht ist der 4. Juli. Wie beim Firmenlauf gilt: Anmeldungen lassen sich stornieren oder auf nächstens Jahr übertragen.
  • Münsterturmlauf: Auch er wird komplett abgesagt, die Teilnehmer wurden laut Veranstalter informiert und bekommen ihr Geld zurück oder übertragen ihre Anmeldung auf das nächste Jahr.

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