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Basketball Ulm

27.03.2015

Wo Schüler und Profis Körbe werfen sollen

So soll das Trainingszentrum mit drei Hallen einmal aussehen.

Jetzt sind die Planungen für das Trainingszentrum bekannt. Die Basketballer haben einen prominenten Fürsprecher

Neu-Ulm Nach Einschätzung von Basketball-Geschäftsführer Thomas Stoll ist das auf dem Donaubad-Gelände geplante Trainingszentrum das ambitionierteste Projekt in der Stadt seit dem Bau der Ratiopharm-Arena. Während die Politik noch über Standorte diskutiert, haben die Basketballer in ihrem Vereinsmagazin ihre detaillierten Vorstellungen dargelegt. Errichtet werden soll demnach ein Komplex mit drei Trainingshallen, eine davon mit einer Tribüne für 500 Zuschauer. Vorgesehen sind in den Planungen für den „Orange Campus“ zudem ein zweistöckiges Fitnesscenter, ein Geschäftsstellen- und Bürokomplex, Mensa, Spielerwohnungen sowie ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Außenbereich mit Basketball-Freiplatz und Beachvolleyballfeld. Die Kosten dafür bewegen sich nach Stolls Schätzung im unteren zweistelligen Millionenbereich, aber der Manager verspricht: „Wenn man alles einrechnet, dann tragen wir davon mehr als die Hälfte und können es immer noch realisieren.“ Eine sechsstellige Summe haben die Basketballer bereits in die Planung investiert. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Stoll. „Jetzt ist die Politik am Zug.“

Der Standort neben dem Wonnemar ist nach Überzeugung der Basketballer auch deswegen ideal, weil das Gelände zwar in Bayern liegt, aber zu einem großen Teil der Stadt Ulm gehört. Für die Beschlussfassung und die Finanzierung wären also beide Städte zuständig. Ein von der Neu-Ulmer FDP ins Gespräch gebrachter Standort Wiley Mitte wäre dagegen eine rein bayerische Variante. „Wir sind für alle Vorschläge offen. Aber ich bezweifle, dass die Neu-Ulmer das allein stemmen können und wollen“, gibt Stoll zu bedenken.

Die Basketballer haben einen ehrgeizigen Zeitplan entworfen. Nächste Schritte sind die Aufstellung eines konkreten Kostenplans, Verkehrsgutachten, Gespräche mit den Bürgermeistern und Kämmerern. Dann muss die Politik entscheiden. Stoll hofft, dass diese Entscheidung noch in diesem Jahr getroffen wird, weitere anderthalb Jahre später könnte das Trainingszentrum fertig sein.

Damit wäre auf dem Donaubad-Gelände ein deutschlandweit einzigartiges Projekt realisiert und Stolls Vision Realität geworden. Der Manager stellt sich Profis vor, die neben zehnjährigen Schülern trainieren und Hobby-Basketballer die im Kraftraum neben Nationalspielern Gewichte stemmen.

Einen ganz prominenten Fürsprecher haben die Basketballer bereits für ihr Projekt. Bundestrainer Chris Fleming hat sich die Pläne zeigen lassen und er war begeistert: „Das ist überragend. Es gibt wenige bis gar keine Vereine, die solche Strukturen haben. Das wäre ein Riesenschritt für Ulm und den deutschen Basketball.“

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